Wochenrückblick

Furchtlos

1. Januar 2022

Man braucht im Leben nichts zu fürchten,
man muss es nur verstehen.
Jetzt ist es an der Zeit, mehr zu verstehen,
damit wir weniger fürchten.

Marie Curie (1867–1934)

Tschüssi Dezember, Ciao 2021

GEDACHT: an Tolkiens “Herrn der Ringe” als ich Ende des Monats zwei morgendliche Hunderunden auf dem Kammweg mit fantastischen Lichtstimmungen erleben konnte. Konstanz stieg aus dem Nebel wie eine Fantasystadt.

GESTRICHEN: habe ich in den letzten zwei Wochen bis auf die drei fortlaufenden Jahresaktionen meine Aktivitäten im Blog und in der Bloggerszene. Eine feine Auszeit war das. Sorry, dass ich dadurch natürlich auch nirgends kommentiert habe.

GENOSSEN: was für wundervolle Tage mit der Tochterfamilie waren das über Weihnachten. Natürlich waren es auch anstrengende Momente mit einem Kleinkind, das gerade laufen gelernt hat, und drei Hunden.

GESCHLAFEN: haben die beiden alten Hunde, groß und ganz klein, in dem ganzen Weihnachtstrubel. Vor allem der taube Lockenhund schlummerte tief und fest. Der kleine quirlige Collie hingegen hatte Mühe mal runterzukommen. Naja, das ging dem kleinsten Zweibeiner ja genauso.

GEÖFFNET: haben wir so manches Paket. Aus Übersee kam das Größte. Natürlich haben wir auf Nachhaltigkeit beim Verpacken geachtet. Aber da viel mit der Post geliefert kam, wartet hier jetzt ein Berg an Kartonage auf die Öffnung des Wertstoffhofes nach Neujahr.

GEÄRGERT: das ein wichtiges Geschenk, das wir extra bei einem kleinen Startup bestellt hatten, nicht geliefert wurde. Keine Kommunikation, keine Entschuldigung… Naja, über die Onlineplattform haben wir unser Geld zurück bekommen. Es war aber echt ärgerlich.

GEREGNET: hat es natürlich tüchtig, so dass jetzt alle Waldwege recht matschig sind. Aber durch den folgenden Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen ignoriert man das gerne bei guter Stimmung.

GEHÜPFT: ist der der Lockenhund schier aus dem Körbchen, als er merkte, dass angesichts der wärmeren Temperaturen nur das Geschirr und nicht das warme Mäntelchen angesagt war. Obiges Bild ist somit sehr ungewöhnlich für ein Winterfoto.

GEIMPFT: Tatsächlich ist mir die Punktlandung gelungen. Ich bin am 23.12. geboostert worden. Ja, ein Tag vor Weihnachten ist nicht ganz ideal, aber es brauchte ja 14 Tage Abstand zur Gürtelrosenimpfung (die ja eine Nacht Nebenwirkungen mit sich brachte). Während ich die beiden ersten Covid-Impfungen ohne Begleiterscheinungen hinter mich gebracht hatte, brummte mir dieses Mal danach ziemlich der Schädel. Aber am 1. Feiertag war dann alles vorbei damit.

GEPACKT: hat der kleine Kerl dann irgendwann sein kleines Köfferchen und hat sich wieder auf den (gottseidank nicht mehr so langen) Heimweg gemacht.

GEMOCHT: was für schöne Weihnachtskarten Ihr mir gesendet habt! Vielen herzlichen Dank, was für eine Freude!!!

GESCHÄTZT: hat der Collie das Weihnachtsgeschenk, das er sich mit dem Lockenhund teilt. Während sich Flint in das Schmusehörnchen schier reinkringelt, überlegt sich der Lockenhund noch die geeignete Nutzung.

unaufgeforderte und unbezahlte Werbung, da Nennung von Namen und Buchtiteln

GELESEN: doch, am Abend, als alle im Bett waren, hatte ich noch Zeit in ein Buch abzutauchen. Ganz neu auf Deutsch erschienen ist der dicke historische Fantasyroman von V.E. Schwab: “Das unsichtbare Leben der Addie LaRue”. Niemand, der Addie kennenlernt, kann sich kurze Zeit später an sie erinnern. Durch einen selbst heraufbeschworenen Fluch gebunden, reist sie dreihundert Jahre durch die Geschichte, inspiriert Künstler*innen und sucht nach der Liebe. Ein feines Buch, um mal richtig abzutauchen.
Zwischendurch nasche ich immer wieder von den sehr unterhaltsamen Anekdoten des “Unnützes Wissen Literatur” von Carina Heer.

GEFRAGT: wurde im Radio nach drei Worten, die das persönliche Jahr 2021 beschreiben sollten. Hhm, da kam ich ins Grübeln…
Welpe (Flint), Geimpft (zum ersten, zum zweiten, zum dritten, die ganze Familie bis auf die allerjüngsten), Nähe (endlich, die Tochterfamilie).

GELACHT: dass die meisten anderen Hundebesitzer*innen Flint jetzt für eine Hündin halten, da er sein neues knallrotes Geschirr und oft dazu auch sein wolliges regenbogenfarbiges Halsband trägt. Dabei war das Rot ein Kompromiss mit meinem Mann, ich hätte Flint nämlich gerne das pinkfarbene Geschirr geholt 🙂
Warum sollen Jungs nicht rot, rosa und pink tragen dürfen???? Und Blümchen, Bienchen und Einhörner????

GESTARTET: ist das neue Jahresprojekt 2022. Ihr könnt Euch im Januar nun überlegen, was für ein Jahresprojekt – groß oder klein, lecker, laut, lustig, mit Faden, Nadeln, Hammer oder Kochlöffeln, ganz egal, Ihr Euch vornehmen wollt. Am 1.2.22 öffne ich dann die Linkparty, dass Ihr die ersten Schritte des neuen Projektes zeigen könnt.

GEHOFFT: auf weniger Knallerei zu Silvester

GESAGT: zu den Eseln, dass ich beim nächsten mal was Leckeres für sie mitbringen werde. Ich wusste doch nicht, dass sie wieder auf ihrer alten Wiese stehen.

GEWÜNSCHT: dass der Himmel Hirn regnen ließe auf diese furchtbaren “Spazierchaoten”. Das Jahr 2021 hat uns doch jetzt genug gelehrt, was wir von ganz bestimmten Mitbürger*innen zu halten haben.

GESTAUNT: jetzt wundert Ihr Euch vielleicht, warum ich meinen “verwunschenen” dritten 12tel-Blick-Standort an dieser ungewohnten Stelle noch einmal zeige. Ich habe ihn gestern zum Jahresabschluss noch einmal besucht – und siehe da, er hatte sich verändert. Vergleicht selbst. Da liegt wieder ein unversehrtes Moosstück auf der vorherigen “Tonsur” des armen Baumstumpfes. Ein lieber Mensch hat in der Zwischenzeit (während ich rumgejammert hab) kurzerhand ein frisches Moosstück auf die Wunde gelegt. Hoffen wir mal, dass es gut anwächst.

GEPLANT: wieder mehr mit meiner alten Kamera zu fotografieren. Irgendwie war ich zufriedener mit ihr. Dabei ist es dasselbe Fabrikat der neuen. Aber gerade die Fokusierung war einfach besser.

GERANNT: vielleicht schaffe ich es dann auch, die Rennsemmel schärfer zu fotografieren. Im Gegensatz zum Langhaar-Collie sieht man dem Kurzhaarcollie den Wind- oder Laufhundeinschlag deutlich an, oder? Ohne seine Rennphasen ist Flint auch totunglücklich. Ich könnte mir echt nicht vorstellen, ihn in der Stadt zu halten.
In der Pubertät lasse ich auch die Schleppleine noch dran, bis er stets zuverlässig auf Zuruf prompt stehenbleibt und auf Ruf oder Pfiff sofort die Kehrtwende vollzieht. Er kann das auch schon, aber meine Betonung liegt auf zuverlässig, stets und sofort.

Das Wochenende

Mein Nähzimmer hat über die Weihnachtstage wieder als Gästezimmer gedient. Nun werde ich die Nähtische und die Nähmaschine wieder aufbauen. Vielleicht fange ich sogar mit meinem Aufräumprojekten an. Im Bücher- und auch im Nähzimmer sollte nämlich mal ausgemistet und aufgeräumt werden. Da werde ich schrittweise vorgehen. Es muss ja nicht der konsequente Minimalismus wie im japanischen “Danshari” sein. “Mottainai”, also „nichts verschwenden, was wertvoll ist“ liegt mir da näher. Entrümpeln mit Respekt sozusagen. Da sind viele Bücher, die vielleicht noch jemand anderes gerne lesen würde oder Material, was sich recyclen oder verschenken lässt. Habt Ihr Euch aus so etwas ähnliches für das Neue Jahr vorgenommen? Ballast abwerfen?

Bei uns ist am Dreikönig (6.1.) Feiertag. Bis dahin ruht hier das Leben noch und gilt noch “die Zeit zwischen den Jahren”. Wie gut, dass es den Samstagsplausch gibt. Den weihnachtlichen Plausch habe ich geschwänzt, aber jetzt schaue ich wieder bei der Berliner Andrea und Euch vorbei.

Ein gutes, kreatives, optimistisches, furchtloses und vor allem gesundes Neues Jahr Euch allen. Wir sind alle bereit für viele positive Überraschungen, 2022, nur zu!

14 Kommentare

  • Reply Ursula 1. Januar 2022 at 10:39

    Wünsch Dir ein gesundes Neues Jahr. Mal sehen, vielleicht schaff ich es mit dem Jahresprojekt 2022.
    LG
    Ursula

  • Reply Karin Be 1. Januar 2022 at 12:02

    Vielen lieben Dank für deine Karte. Der Blick weckt Sehnsucht und macht Freude, gleichzeitig, ebenso wie die Aussicht, in überschaubarer Zeit, den beruflichen Ballast abwerfen zu können. Besondere Vorsätze habe ich mir für 2022 keine gemacht – auch eine Form von Minimalismus. 😀
    Mein persönlicher Minimalismus liegt dann auch eher bei der sinnvollen Nutzung und Weitergabe, wie in der bedachten Entscheidung bei Neuanschaffungen. Im Prinzip wäre es trotzdem einmal wieder Zeit für “Ein Platz für Neues”, wie ich es 2012 durchgezogen habe.
    Freuen wir uns auf ein gesundes Neues Jahr. Mit vielen lieben Grüßen,
    Karin

  • Reply Pia 1. Januar 2022 at 14:51

    Vielleicht hat der Moosdieb kalte Füsse bekommen und das Moos wieder auf den Baumstrunk gelegt. Das stört mich auch, dass mit den Farben so aufs Geschlecht geachtet wird. Bin gerade noch am Hirnen was für mich die Drei Worte sind, echt schwierig.
    Auf ein erfolgreiches 2022.
    L G Pia

    • Reply Andrea 1. Januar 2022 at 16:30

      Hallo Pia, der Moosdieb war es nicht 😉
      Liebe Grüße
      Andrea

  • Reply Valomea 1. Januar 2022 at 16:07

    Liebe Andrea,
    was für ein schöner Rückblick mit einem so sehr passenden Spruch als wäre er gerade erst geschrieben worden!
    Ich kann Deine Nähzimmerüberlegungen so sehr nachvollziehen – auch hier wird es ein weiteres Jahresprojekt zum Entrümpeln geben – ich werde berichten.
    Das sorgsame Weiterverwerten ist dabei ja die größte Herausforderung.
    Alles Gute für das neue Jahr!
    Elke

  • Reply Lene 1. Januar 2022 at 18:14

    Liebe Andrea, ein ganz bunter Rückblick auf Deine Weihnachtstage! Ich wünsche Dir ein ganz tolles, gesundes Jahr 2022, welches hoffentlich mit ganz vielen schönen, einzigartigen Momenten gespickt ist.
    Sei ganz herzlich gegrüßt von Lene

  • Reply swig – filz felt feutre 2. Januar 2022 at 18:01

    EIne schöne Woche bei Dir. Auf dass 2022 ebenso werde! Alles Liebe und Gute und die herzlichsten Grüße aus der Stadt!

  • Reply niwibo 2. Januar 2022 at 20:37

    Das war ein schöner Rückblick liebe Andrea, Du hast viel erlebt in den letzten Tagen.
    Ich möchte auch Danke sagen für die liebe Karte, das war eine Überraschung.
    Ich hoffe, nun kehrt wieder etwas Ruhe bei Dir ein und Du kannst durchatmen.
    Hab einen schönen Abend, lieben Gruß
    Nicole

  • Reply Ingrid Mörke 2. Januar 2022 at 22:50

    ich wünsche dir ein besonders schönes und gesundes 2022…vielleicht schaffe ich es bei dem nächsten Jahresprojekt länger als ein halbes Jahr durchzuhalten…

    Liebe Grüsse
    Augusta

  • Reply Andrea Karminrot 3. Januar 2022 at 15:12

    Ach ich mag es einfach, wie du deine Woche aufzählst und freue mich auch sehr über deine Karte.
    Furchtlos ins neue Jahr! Ja das wünsche ich auch. Ich komme tatsächlich gerade zu nichts. Hoffe aber darauf, demnächst wieder ein paar Tage im Stück frei zu haben.
    Lieben Gruß
    Andrea

  • Reply Rosa Henne 3. Januar 2022 at 22:51

    Ach wie süß, der Kleine mit seinem Köfferchen! Es freut mich, dass du ihn und seine Familie genießen konntest und ihr Weg nicht mehr ganz so weit ist!! Ein bisschen Blogauszeit muss hin und wieder auch sein, finde ich…
    Nun wünsche ich dir noch ein gutes neues Jahr mit Gesundheit und viel Freude!
    Liebe Grüße
    Ingrid

  • Reply Manu 4. Januar 2022 at 20:07

    Liebe Andrea,
    ein gutes und gesundes Neues Jahr wünsche ich Dir noch, zwar verspätet aber ich hatte auch eine Auszeit vom Blog wenn auch etwas unfreiwillig. *G*
    Auch hier ist gerade wieder der Gedanke etwas Ballast abzuwerfen, ich muss mich mal mit dem Material für zukünftige Projekte beschäftigen, ob es nicht zuviel ist? Ich bin gespannt wie es bei Dir voran geht und ein erstes Jahresprojekt habe ich schon, jetzt benötige ich noch was kreatives dazu. Ich werde mich melden!
    Liebe Grüße zu DIr
    Manu
    P.S.: Danke für Deine tolle Linkparty zu den Jahresprojekten, ich war immer fleißig am schauen was so gemacht wird!

  • Reply Rosi 5. Januar 2022 at 20:04

    ein schöner Überblick
    da hast du die Familie genießen können
    auch wenn es anscheinend manchmal auch stressig war..
    aber es geht ja vorbei und die Freude überwiegt
    nächstes Jahr ist der kleine Mann schon größer und kann bewußter alles miterleben
    wie schön dass der Baumstamm sein Toupet wieder hat 😉
    ich werdse wohl auch dabei bleiben aufzuräumen
    das ist noch eine Herkulesarbeit

    ich wünsche dir noch ein frohes und kreatives neues Jahr

    Rosi

  • Reply mano 8. Januar 2022 at 8:02

    ballast abwerfen ist auch mein jahresmotto – ist es eigentlich schon länger, aber ich will es strukturierter angehen. nicht mal hier und da und dort dinge loswerden und sinnvoll entsorgen, sondern mir einen plan machen. aber allein fürs bücheraussortieren werde ich wohl monate brauchen…
    ich habe gerade auch wieder meine alte spiegelreflex hervorgeholt. fotografiere ja aus gesundheitlichen gründen (darf nichts mehr tragen…) nur noch mit dem smartphone, aber das ist auf die dauer doch recht unbefriedigend. zu hause will ich die alte doch wieder mehr einsetzen und zu bestimmten fotoreihen vielleicht auch.
    vielleicht hat ja eine blogleser*in das moos wieder auf den baumstumpf gelegt. das wäre doch ein netter hintergrund!! ich habe ja tatsächlich mal auf dem wochenmarkt eine (mir gänzlich unbekannte) frau getroffen, die sich immer über meine mandalas im kleinen park gefreut hat. sie hatte mich erkannt und mich angesprochen. das fand ich richtig toll.
    dir ein wunderbares neues jahr mit deinen spannenden projekten und deiner familie.
    liebe grüße
    mano

  • Hinterlasse einen Kommentar