Allmählich biegen wir mit den Projekten in die Zielgerade ein. Wie sieht es aus, wirst du dein Projekt bis Ende Dezember beenden können? Liegst du gut im Plan? Oder peilst du eh schon auf eine Verlängerung an?
Bei meinen drei Projekten heißt es “sowohl, als auch”….
Mit dem Quilt liege ich gerade gut im Zeitplan. Zwar gibt es Ende Oktober keine große Veränderung zu sehen, obwohl ein wichtiger Schritt getan ist.

Mein Jahresprojekt – der Jahresquilt
Im Oktober wollte ich – so der Plan – Vorderteil, Batting und die Rückseite zum Quiltsandwich zusammenführen. Als hätte ich schon am Jahresanfang geahnt, dass ich in diesem Monat zu nichts weiterem kommen würde. Und so war es dann auch. Erst hatte ich beim Sturz die Hand verletzt, dann stand Besuch an und das Nähzimmer war besetzt.
Endlich am Monatsende war es dann soweit. Früher habe ich die Teile mit Nadeln zusammengesteckt und dann geheftet. Auch bei den Babyquilts bin ich noch so vorgegangen. Doch nun wollte ich zur Schonung von Rücken und Knien, die Teile mit temporärem Klebe-Spray fixieren. Da heißt es, schnell und genau zu arbeiten, damit die Teile wirklich glatt und exakt aufeinander liegen.
Also habe ich das Rückteil wieder auf dem Boden ausgelegt und mit Malerkrepp an den Seiten fixiiert. Darüber wurde das Batting ausgebreitet und mit dem Klebespray fixiert. Die nächste Schicht ist dann das Vorderteil.
Rückenteil und Batting sind beide einige Inch größer als das Vorderteil. Was übersteht, wird am Ende abgeschnitten.
Das hört sich leichter an, als es ist… Im Netz gibt es informative Videos und Anleitungen. Kleiner Tipp: wenn man das zum ersten Mal macht, sollte man sich vielleicht ein kleinformatiges Projekt zum Ausprobieren suchen…
So, nun kann es nun im November mit dem eigentlichen Quilten losgehen. Im Dezember ist dann der abschließende Rand an der Reihe. Hier läuft also alles nach Plan.
Mein Jahresprojekt 2 – Europareise mit Büchern
Da reise ich das ganze Jahr über in Europa herum und habe noch nicht mal im eigenen Land einen Stopp eingelegt… Das habe ich im Oktober endlich nachgeholt.

Mit Tilman Spreckelsen: “Fast wie im Märchen. Die Brüder Grimm und ihre Zeit” habe ich mich auf eine Zeitreise begeben und die Brüder Grimm durch ihr Leben begleitet und viel über ihr Werk und die deutsche Geschichte gelernt. Hier habe ich ausführlich darüber geschrieben.
Svenja Leiber: “Nelka” war auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Mich hat dieses schmale, aber inhaltsschwere Buch nachhaltig berührt und bewegt. Die Hauptfigur Nelka wurde 1941 als 16 Jährige aus Lemberg, dem heutigen ukrainischen Lwiw von den Nazis als Zwangsarbeiterin in die Obstbauregion in Schleswig-Holstein verschleppt. Ihr Wissen über den Obstanbau – ihr Vater war Pomologe – nutzte der Gutsleiter zu seinem eigenen Erfolg vor allem in der Nachkriegszeit. Doch nun kehrt Nelka nach Jahrzehnten zurück und bringt das Verdrängte wieder ans Tageslicht.
Ich finde, gerade jetzt ist es wichtig, Themen wie die Zwangsarbeit wieder ins Bewusstsein zu holen, da sie vielen Nachgeborenen überhaupt nicht bekannt ist. Mir hat die intensive emotionale und zugleich poetische Erzählweise sehr gefallen. Ein Buch, das noch lange nachklingt.
Auf diese Weise habe ich zwei sehr wichtige Zeiten in der deutschen Geschichte “erlesen” können. Der Stopp mit diesen recht neuen Büchern hat sich echt gelohnt.

Was mir Freude macht ist, dass es für das nächste Jahr noch eine Menge europäischer Länder zu entdecken gibt. Auf jeden Fall werde ich dieses Projekt weiterführen. Mein Zielland für November steht schon fest, die Bücher liegen bereit.

Mein Jahresprojekt 3 – Projekt Jane Austen

Als ich das Buch, das für den Oktober geplant war, aus dem Regal zog, war ich noch sehr skeptisch: Rebecca Romney: “Jane Austen’s Bookshelf. The Women Writers Who Shaped a Legend”. Ein Sachbuch, das bislang nur in englischer Sprache erschienen ist und die weiblichen Schriftstellerinnen vorstellt, die Jane Austen inspirierten. Würde das öde und langweilig oder wenigstens informativ und erhellend? – Nein, keines von beidem, viel besser!
Für mich war es ein wahrlich kurzweiliges literarisches Abenteuer, Leben und Werk dieser mir bislang unbekannten schreibenden Frauen kennenzulernen. Gemeinsam mit der Autorin fragte ich mich, warum hauptsächlich männnliche Autoren aus jener Zeit heute noch aufgelegt werden, während die Bücher der Frauen aus den Bücherregalen verschwunden sind. Wer hat diese Schriftstellerinnen förmlich aus der Literaturgeschichte herausgestrichen und – geschrieben? Für Jane Austens Werk waren sie doch so wichtig…
Die acht Autorinnen, die Jane Austen beeinflussten, werden mit sehr kurzweiliger Zusammenfassung ihres Wirkens vorgestellt. Immer wiederschildert Rebecca Romney auch sehr spannend, ihren eigenen Weg, der sie zu den Büchern dieser Frauen führte. Ich habe keinerlei Vokabeln nachschlagen müssen, konnte ungestört in diese Zeit und den Literaturbetrieb eintauchen und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Das war also ein unerwarteter und echter Glücksgriff.

In meinem Projekt Austen wähle ich jeden Monat eine Aktion unter folgenden aus
Lesen:
einen ihrer Romane oder
ein Buch über ihr Leben oder
ein Buch, das von ihr, ihrem Werk oder Leben inspiriert wurde oder
Eigene kreative Arbeit (aus irgendeinem Material) zum Thema fertigen

Nun seid Ihr dran:
Projektregeln
- Es sind kreative Projekte aller Art willkommen
- Am Ersten des neuen Monats könnt Ihr an dieser Stelle Eure Ergebnisse des Vormonats verlinken
- Die Verlinkung bleibt immer offen bis zum letzten Tag des Monats. Das heißt: Eure Projektidee und Ergebnisse des August könnt Ihr nun hier vom 1. – 30. November verlinken.
- Die kompletten Ergebnisse des Projektes zeigen wir dann am 31.12.2026
- Bitte denkt an den Backlink auf meinen Blog, sonst funktioniert es nicht
- Schaut bitte auch bei den anderen Teilnehmerinnen rein. Jede freut sich über Zuspruch, Motivation und Inspirationen
- Werbung im Beitrag ist nicht willkommen
- P.S. Werbeeinträge werden übrigens umgehend gelöscht…












