Jahresprojekt Jahresquilt

    Unsere Jahresprojekte {November}

    1. Dezember 2021

    Da ich ja eigentlich mein Jahresprojekt – den Schneeflockenquilt – schon vor der Zeit, aber gerade rechtzeitig zum ersten Schnee bei uns fertiggestellt hatte, kann ich heute nicht wirklich viel vorweisen.
    Es lagen so viele Näharbeiten an, die zu Weihnachten verschenkt werden sollen, dass ich auch kaum zu etwas anderem gekommen bin. Immerhin habe ich es zwischendurch mal geschafft, mein Schnittmuster für einen japanischen Reisbeutel auszuprobieren. Mit dem Schnitt war ich nicht ganz zufrieden, dazu fehlten mir noch Vlieseline und Kordeln. Aber für ein erstes Austesten sollte es reichen, dachte ich.

    Naja, mein Komebukuro ist wirklich nur ein Testlauf aus Kinderstoffen. Der kleinste Zwerg wird vielleicht doch Spaß dran haben, bzw. erst mal seine Mama. Irgendwie war ich nicht zufrieden, weil mir einfach die Muße fehlte. Aber während ich da an der Nähmaschine gesessen bin, ist mir urplötzlich eine Idee für das kreative Projekt des nächsten Jahres gekommen. So ist es ja oft, wenn man nicht danach sucht, fällt es einem direkt vor die Füße. Nein, ich verrate noch nichts!

    Auf jeden Fall habe ich zugegriffen, als die Idee vor mir lag. Und ein anderes Schnittmuster für den Reisbeutel habe ich auch noch entdeckt. Das muss aber noch etwas warten.

    Mir hat das diesjährige Jahresprojekt auf jeden Fall geholfen, beim Nähen des Quilts und auch beim monatlichen Griff zu einem der älteren Bücher bei der Stange zu bleiben. Ihr werdet sehen, durch Eure Projekte bin ich bei der Themenwahl fürs nächste Jahr auf jeden Fall inspiriert worden. Aber schauen wir erstmal nach meiner alten Novemberlektüre.

    Zurückgeblättert

    Was steht denn da für ein zerlesenes Taschenbuch in meinem Regal? Das hatte ich ja ewig nicht in der Hand. Dafür scheine ich es in Jugendtagen mehrfach gelesen zu haben, wie es so ausschaut. Perfekt, es im Rahmen meines Jahresprojektes nach langer Zeit wieder aufzuschlagen.

    Susan Cooper: “Wintersonnenwende”

    Dieser Klassiker der Fantasy-Literatur für die Jugend muss mich als Jugendliche  sehr begeistert haben. Vermutlich war es für mich damals ein Vorläufer von Harry Potter, aber ein bisschen mystischer.  Die Verfilmung habe ich mir später übrigens nie angetan. Das ist vielleicht auch besser so. Sie scheint sich wohl ziemlich von der Vorlage entfernt zu haben. Außerdem behalte ich mir lieber meine eigenen Bilder im Kopf.

    Auf jeden Fall ist es eines der wenigen Bücher aus jener Zeit, die ich über die Jahrzehnte mitgeschleppt habe. Eigentlich ist der Roman der zweite Band aus einer fünfbändigen Reihe (Band 1: Bevor die Flut kommt, Band 3: Greenwitch, Band 4: Der graue König Band, 5: Die Mächte des Lichts), die ich aber nie vollständig gelesen habe.



    Susan Coopers Roman “Wintersonnenwende” (Orig.The Dark Is Rising) setzt den Jungen Will Stanton ins Zentrum der Handlung. Will ahnt nicht, dass er als siebter Sohn eines siebten Sohnes der letzte der mystischen “Uralten” ist. An seinem 11. Geburtstag erfährt er, dass er eine große Macht hat, der prophezeit wurde “den Kreis zu schließen” und somit die tausende Jahr währende Reihe der Schlachten zwischen dem Licht und der Finsternis zu beenden.  Merriman, der älteste und mächtigste der Uralten, berät ihn auf seinem gefährlichen Weg. Während Will gegen die Finsternis und das Böse kämpft, überwindet er auch die Grenzen von und Raum.   (Kein Wunder, dass ich viele Jahre später meinen Kindern mit Begeisterung jeden Abend die Harry Potter Bände vorlas.) Cooper greift sorgsam alte englische Mythen auf und interpretiert sie neu. Dabei erzählt sie in einer schlichten, schönen Sprache und baut dabei eine detail- und bildreiche Handlung mit einer sehr dichten Atmosphäre auf.

    Erhebt die Finsternis sich wieder, wehren sechs sie ab;
    Drei aus dem Kreis und drei von dem Pfad.
    Holz, Bronze, Eisen; Wasser, Feuer, Stein;
    Fünf kehren wieder, und einer geht allein.

    Keine Sorge, am Ende gewinnen natürlich die Guten. Aber die Geschichte ist dennoch recht düster und dunkel, stürmisch und eiskalt. Spaß (wie bei Harry) ist dünn gesät. Will Stanton muss seine Aufgaben meist auch aus eigener Kraft ohne Hilfe bewältigen. Ihm stehen keine Freunde zur Seite wie in Hogwarts.  Seine Einführung in die Magie und Macht der Uralten ist auch kein Eingang in eine fantastische Zaubererwelt. Stattdessen muss er sich damit abfinden, dass er sich als ewiger Kämpfer von seiner Familie und seinen Freunden abheben wird. Nichts davon kann er mit ihnen teilen.

    Da das Buch auf eine jugendliche Leserschaft zielt, bleibt die Gewalt meist indirekt, doch der Tod ist gegenwärtig. Eindeutig bleibt: die Guten sind immer gut und die Bösen immer böse. Allerdings wendet sich eine tragische Figur der Finsternis zu. Beim Wieder-Lesen habe ich gemerkt, dass spätestens mit diesem Buch mein dauerhaftes Interesse an Fantasy, Dystopien und mystischen Themen geweckt worden war.     

    So, und nun seid Ihr dran

    Haaaalloooo?! Wer ist bei der Stange geblieben ist oder wenigstens gegen Ende des Jahres wieder hier eingekehrt? Dürfen wir einen vorletzten Blick auf Eure Projekte werfen?
    Seit Ihr bereits fertig oder strampelt Ihr Euch noch ab, um bis Ende Dezember fertig zu werden?

    Übrigens: dieses Mal schließt die Verlinkung bereits am 30.12. Warum? Am 31. 12. dürft Ihr gern Eure fertigen oder halbfertigen Projekte hier vorstellen. Hurra!
    Anfang Januar wird es eine neue Projektseite geben. Vielleicht ist Euch schon was eingefallen oder ihr versucht, an das Liegengebliebene endlich einen Knopf zu machen.

    So, nun zeigt aber mal bitte Eure Fortschritte, ich bin gespannt!

    You are invited to the Inlinkz link party!

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