Jahresprojekt Jahresquilt

    Jahresprojekte 2026 – Rückblick Mai

    1. Juni 2026

    Puh, das hatte ich gar nicht gedacht, dass die Temperaturen im Mai schon so hoch sein könnten, dass es im Nähzimmer unter dem Dach bereits recht warm wird. Na, man kann sich ja beim Lesen dann wieder abkühlen. Bei meiner literarischen Länderreise ging es aber gleich auch wieder in ein warmes südliches Land – nach Portugal.

    Mein Jahresprojekt – der Jahresquilt

    Rot stand eh auf meiner Liste, warum nicht im Mai rote Sterne nähen. Gern greife ich da die Inspiration von Nicoles Blogaktion auf. Da wurde dieses Mal so mancher letzte Rest geliebter Stoffe aufgebraucht, der mich an vor langer Zeit genähte Stücke erinnert. So hatte ich mir dereinst aus dem Stoff des Sterns außen rechts mal Rock und Bluse genäht.

    Die anderen scheinen wohl Reste von Westfalenstoffen gewesen zu sein. Mit dem Blick auf die letzten heißen Maitage passt die Stofffarbe auch noch zur ungewöhnlichen Wetterkarte.

    So im Wechsel von groß und klein, grau und weiß (siehe unten) werden die bunten Sterne am Ende auch auf dem Quilt organisiert.

    Grün, Rosa, Gelb, Braun und Rot kann ich nun abhaken. Vielleicht kommt im Juni doch Blau an die Reihe? Mir ist nach Abkühlung.

    Mein Jahresprojekt 2 – Europareise mit Büchern

    Nach dem Osten und Norden Europas ist jetzt mal der Süden an der Reihe. Ich hatte große Lust mal wieder nach Portugal zu reisen, wenn auch nur mit den Büchern.

    Vom portugiesischen Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger José Saramago (1922-2010) hatte ich zwar schon gehört, aber bislang noch nichts gelesen. Seine Biographie ist sehr spannend und bewegt, wie ich nun erst erfahren habe. Die Portugiesen haben übrigens nach seinem Tod seine Asche in Lissabon in der Rua dos Bacalhoeiros unter einem uralten Olivenbaum beigesetzt. Ich erinnere mich, dort vorbeigelaufen zu sein.
    Von seinen Büchern habe ich mir sein bekanntestes ausgewählt “Die Stadt der Blinden” (O Ensaio sobre a Cegueira) :
    Eine hochansteckende unerklärliche weiße Blindheit greift in einer Stadt um sich. Kurzerhand lässt man von Seiten der Regierung Erblindete und Infizierten internieren und von Soldaten bewachen. Es breitet sich bald ein grausamer Überlebenskampf aus. Mit der Blindheit breitet sich eine menschliche Verwahrlosung und Verrohung über die ganze Stadt aus.
    Ein bildreicher, philosophischer und genialer Roman mit einer enormen Wucht, die einen erschüttert.

      

    Ich brauchte danach irgendeinen Roman zum Ausgleich, der im geliebten Lissabon spielt. Da griff ich zu einem meiner Lieblingsromane. Antonio Tabucchi (1943-2012) geborener Italiener aber wohl Wahl-Portugiese hat mit “Erklärt Pereira” (Sostiene Pereira) seinen wichtigsten Roman geschrieben. Die Handlung spielt im Sommer 1938 zur Zeit der Salazar-Diktatur im heißen Lissabon und erzählt die Geschichte des eigentlich unpolitischen Journalisten Pereira. Sein sehr ruhig verlaufenes Leben wird durch die Begegnung mit einem regimekritischen jungen Mann und die väterlichen Gefühle ihm gegenüber aufgewirbelt.  Als Pereira Zeuge der entsetzlichen Grausamkeit des repressiven Salazarregimes wird, wirft er Lethargie und Angepassheit ab und trifft sehr mutige, gefährliche Entscheidungen, die seinem Leben eine komplett neue Wendung geben.
    Resümee: Es gehört immer noch zu meinen Lieblingsbüchern.

    Mein Jahresprojekt 3 – Projekt Jane Austen

    Nach soviel “schwerer” Lektüre bei meiner literarischen Europareise hatte ich Lust auf etwas Heiteres, Leichtes. Deswegen wählte ich ein Buch, dass von Austens Leben und Werk inspiriert worden ist: Kathleen A. Flynn: “Jane Austen – Jagd auf das verschollene Manuskript” (The Jane Austen Project).
    Es stellte sich als ein sehr witziger Roman über eine Zeitreise heraus. 1815 landen zwei Zeitreisende – Rachel und Liam auf einem Feld im ländlichen England. Sie kommen auf einer waghalsigen Mission aus einer technologisch fortgeschrittenen Zukunft. Als Geschwisterpaar getarnt, haben sie vor, in Jane Austens Lebenskreis einzutreten und sich mit ihr anfreunden. Ihr Ziel ist es, Austens verschollenes Manuskript zu erbeuten, um es für die Nachwelt zu retten. Aber wie das so ist, Veränderungen in der Vergangenheit vorzunehmen, bleibt nicht ohne Folgen. Und Kontakte entwickeln sich manchmal anders als gedacht.
    Mich hat das Buch wunderbar unterhalten. Ich konnte noch ein bisschen in der Austen-Welt schweben, bevor ich im Juni ein weiteres Original-Werk aufschlage.

    Mit viel Spaß habe ich den Film “Geliebte Jane” (Becoming Jane) aus dem Jahr 2007 angeschaut. Hier stehen vor allem Jane Austens schriftstellerischen Anfänge und ihr (Liebes-)Verhältnis zu Thomas Langlois (“Tom”) Lefroy im Zentrum.
    Alles in allem war das ein Austen-Monat mit viel Vergnügen beim Lesen und Schauen.

    In meinem Projekt Austen wähle ich jeden Monat eine Aktion unter folgenden aus
    Lesen:
    einen ihrer Romane oder
    ein Buch über ihr Leben oder
    ein Buch, das von ihr, ihrem Werk oder Leben inspiriert wurde oder
    Eigene kreative Arbeit (aus irgendeinem Material) zum Thema fertigen 

    Nun seid Ihr dran:

    Projektregeln:

    • Es sind kreative Projekte aller Art willkommen
    • Am Ersten des neuen Monats könnt Ihr an dieser Stelle Eure Ergebnisse des Vormonats verlinken
    • Die Verlinkung bleibt immer offen bis zum letzten Tag des Monats. Das heißt: Eure Projektidee und Ergebnisse des April könnt Ihr nun hier vom 1. – 30. Juni verlinken.
    • Die kompletten Ergebnisse des Projektes zeigen wir dann am 31.12.2026
    • Bitte denkt an den Backlink auf meinen Blog, sonst funktioniert es nicht
    • Schaut bitte auch bei den anderen Teilnehmerinnen rein. Jede freut sich über Zuspruch, Motivation und Inspirationen
    • Werbung im Beitrag ist nicht willkommen
    • So, das war’s, jetzt bin ich gespannt, was Euch so alles einfallen wird.
    • P.S. Werbeeinträge werden übrigens umgehen gelöscht…

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