Mit der Frühlingssonne wurde auch das Wasserspiel vor dem Kaiserbrunnen aus seinem Winterschlaf erlöst, wie ihr in obigem Bild seht. Es wird auch ziemlich drubbelig rund um meinen Fotostandort.

No. 1
Konstanz, Kaiserbrunnen
Freitag, 17. April 2026, 11.44 Uhr, 17 Grad, sonnig
Unten links am Fuße des Brunnens könnt ihr nun das enthüllte runde Wasserbecken erkennen. Schauen wir es uns doch noch etwas näher an. Was sind das denn für lustige Wasserspeier, halb Fisch, halb Hasen? Naja, es sind halt Seehasen… Das Bildhauerpaar Barbara und Gernot Rumpf haben sich der Legende um den Seehasen mit viel Humor und Ironie angenähert. Der Ursprung liegt in der Sage um die sieben (früher gar neun) Schwaben, deren Ursprünge man bis in Handschriften aus dem 15 Jahrhundert zurückverfolgen kann. Immer wieder wurde das Motiv literarisch aufgegriffen (z.B. von den Gebrüdern Grimm) und neu erzählt. Am bekanntesten ist wohl die Version von Ludwig Aurbacher von 1827 um die Abenteuer der Sieben Schwaben: Seehas, Nestelschwab, Gelbfüßler, Knöpfleschwab, Blitzschwab, Spiegelschwab und Allgäuer. Der Seehas stammte wohl aus dem nahen Überlingen.
Bei uns im Landkreis Konstanz ist er Namensgeber zweier Regionalbahnen: dem Seehas und dem Seehäsle (hier mal als kleiner Bahnreisebericht vorgestellt.)

Dieses Mal zeige ich Euch nach den Kaisern Friedrich I. “Barbarossa” und Maximilian I. endlich den dritten im Bunde: Kaiser Otto I. der Große. Seine Büste befindet sich auf der meinem Standort gegenüber liegenden Seite. Otto I. machte zusammen mit seiner Gattin Adelheid nach der Kaiserkrönung durch Papst Johannes XII, in Rom 962 Rast in Konstanz. Ein Brief aus demselben Jahr an das Bistum Konstanz ist erhalten. Auch 972 soll er Konstanz noch einmal aufgesucht haben. Sogar Münzen durften in Konstanz geprägt werden.

Ein Fabelvogel, Elwetritsch, scheint ihm gerade etwas ins Ohr zu tirilieren. Ob es ihn etwas aufmuntern kann?

Im Wald scheint es ruhiger zu sein, aber das liegt nur an der fehlenden Tonspur. Es schnattert und quakt ganz gewaltig am Weiher.

No. 2 a
Am Biberteich
Dienstag, 7. April 2026, 14.57 Uhr 20 Grad, blauer Himmel, Sonnenschein
Wieder habe ich die Standortfotos am Monatsanfang aufgenommen. Jeden Tag ist es grüner im Wald geworden. Es tummeln sich so viele Enten, Gänse, Reiher, Blesshühner etc. im und am Weiher, dass sich ein Feldstecher lohnen würde.


Man kommt nur an ganz wenigen Stellen direkt ans Ufer.

Flint ist immer ganz hingerissen und schaut gebannt zu. Wasser ist nicht sein Element und die Jagd nicht sein Faible. Aber er beobachtet gerne.

Nach Schnee und Eis kommt jetzt im April endlich das Grün ins Spiel.

Man merkt aber ganz deutlich, dass die Fotos vom Monatsanfang stammen. Die Belaubung hat gerade erst begonnen.

No. 2 b
Am Biberteich
Dienstag, 7. April 2026, 14.57 Uhr 20 Grad, blauer Himmel, Sonnenschein
Immerhin leuchtet vom anderen Ufer die weißen blühenenden Schlehenbüsche herüber. Die ganze Zeit fliegen Enten über diese Ecke des Weihers. Bei unteren Foto könnt ihr drei Vögel nah über der Wasseroberfläche erkennen. Das Geschnatter und Geplatsche zeugt von jeder Menge Spaß….

Noch ist unser Zugang zum Fotostandort frei, wie Flint zeigt…

Der Biber ist übrigens immer noch fleißig am Werk, wie ich bei jeder Runde bemerke…

Man merkt auch, wie sich die Nachmittagssonne im Laufe des Jahres auf dem Weiher vorarbeitet, denn ich bin meist um dieselbe Uhrzeit hier.

Mein Dank geht wieder an Eva in Österreich, die auf ihrem Blog diese Aktion leitet.












