Winter Wochenrückblick

    Zwei Schritte vom täglichen Weg

    19. Januar 2019

    Überall,
    zwei Schritte von deinen täglichen Wegen,
    gibt es eine andere Luft,
    die dich zweifelnd erwartet.

    Elias Canetti (1905 – 1994)

     

    Meine Woche der kleinen Schritte

    GELAUFEN: zunächst auf dem Laufband, dann endlich wieder längere Strecken, noch mit reduzierten Tempo, kleinerer Schrittgröße, aber immerhin. Nun kann ich die Nachmittagsrunden mit dem Hund wieder begleiten. Herrlich!

    GEFREUT: dass mein Bein nicht mehr schmerzt

    GEHOFFT: dass unser Lieblingsbaum im Garten stehen bleiben darf. Aber da er sich mittlerweile zu stark zur Straße hin neigt, muss er heute gefällt werden. Kleiner Trost: im Frühjahr werden dort zwei neue Bäume gepflanzt, die nicht so hoch werden.  Traurig ist es trotzdem, man hängt halt dran…

     

    GELITTEN: unter nassem Dauergrau. Das ging mir auf die Nerven und dem Hund auf die Gelenke. Dem Hund halfen homöopathische Globuli, mir kleine Ausflüge (immer nur kurze Strecken …)

    GELEGT: die Beine hoch, außer, wenn ich selber das Auto lenkte

    GEFAHREN: angesichts morgendlicher Trübsinnsanfälle (Dauergrau und fehlende Morgenrunde mit dem Hund) zu einer kleinen Shoppingrunde, zu Buntem und Grünen ins Gartencenter, zur hundelosen Runde im Park, zum Schnittblumenkauf…

     

    GEKAUFT: einen Wollpulli und ein Sweatshirt. Eine Art „Belohnerle“. Besser, als sich aus Frust mit Süßigkeiten vollzustopfen. Ach ja, natürlich Blumen – rosa und violette Tulpen, gleich zwei Sträuße, buntblättrige Zimmerpflanzen…

    GEMERKT: dass mir Zwangspausen und zu viel Muße auf den Zeiger gehen. Verstärkt wird dies dadurch, dass davor ja auch noch die Zeit zwischen den Jahren lag, die ja auch eine Art Stillstand bedeutete.

    GEBLÄTTERT: in einer neuen Nähzeitschrift für den Frühling und schon unruhig mit den (hochgelegten) Hufen gescharrt.

     

    GESCHRITTEN: immer mal zwei Schritte von üblichen Wegen und einiges entdeckt, z.B. die ersten Schneeglöckchen und eisige Rosen

    GEZÄHLT: die Wochen, die ich noch diesen doofen langen Strumpf tragen muss (gut, dass es Winter ist…!)

    GEMOCHT: den kleinen Wintereinbruch am Freitag.

    GEWARTET: auf Schnee an meinen Fotostandorten für den 12tel-Blick. Gestern morgen habe ich den ersten Standort deswegen gleich  besucht.  Hat man Euch Schnee vorausgesagt?

    Unbeauftragte und unbezahlte Werbung, da Nennung von Namen und Buchtiteln)

    GELESEN: habe ich natürlich viel. Witzigerweise habe ich gleich zwei Bücher aus Frankreich hintereinander gelesen. Zunächst eine „Sittenbild“ aus der Zeit kurz vor dem zweiten Weltkrieg.  Über Pierre Lemaitre: „Die Farben des Feuers“ werde ich demnächst noch etwas Längeres schreiben.
    Sehr gemocht habe ich den Roman von Hélène Gestern: „Der Duft des Waldes“, der von der Gegenwart aus Rückblicke in die Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges unternimmt. Das Buch hat mich sehr berührt, so dass ich vermute, dass es mein Buch des Monats werden wird. Dann werde ich noch näher auf den Inhalt eingehen.
    Am Wochenende werde ich einen literarischen Ausflug in das historische Holland unternehmen und etwas über das berühmte Delfter Blau lesen in : Simone van der Vlugt: „Nachtblau“

    GESTAUNT: über die Schneemengen und Kälte in Vermont. Der Drive way der Tochterfamilie wird jetzt als Schlittenhang genutzt (der beste im ganzen Ort…)

    Heute geht es wieder auf den Wochenmarkt und in die Stadt. Ein Wochenrhythmus, den ich sehr liebe.
    Habt Ihr in der Zwischenzeit mal in mein Monatsmotto „Den Rhythmus finden“ gespickelt? Ich hoffe, ich finde in der nächsten Woche wieder hinein in meinen eigenen Rhythmus.

    Ein schönes Wochenende!

    verlinkt bei Andreas Samstagsplausch (Karminrot-blog) 

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