Wochenrückblick

    Wintersonnenstrahlen

    23. Januar 2021
    Kein Feuer kann sich mit dem Sonnenschein
    eines Wintertages messen.
    
    Henry David Thoreau (1817-1862)

    Meine Januarwoche in Schnee und Eis

    GESCHLITTERT: bin ich diese Woche doch leider öfters. Durch den Schnee zu stapfen, finde ich ja noch lustig, aber auf schlecht geräumten Wegen dahinzugleiten, mochte ich noch nie.

    GEFORDERT: hat die Stadt von den Einwohnern, dass sie die Wege freiräumt, aber vor den städtischen Gebäuden kam man dieser Forderung auch nicht immer nach…

    GESUCHT: nach geräumten Wegen in der Nähe, da der alte Hund leider nicht mehr durch hohen Schnee stapfen sollte. Frau Hund könnte sich da wirklich spannendere Wege vorstellen… Wenn es nach ihr ginge, würden wir über verschneite Waldwege hüpfen.

    GETRAGEN: neee, das mag ja was für Schneefreaks sein, ich ziehe meine Daunenjacken vor und trage zudem auch noch einen Loop bis zur Nase (aus spezieller antimikrobieller Hightechfaser).

    GEZOGEN: immer wieder den Loop über die Nase. Denn auf Spaziergängen sind die Leute nicht in der Lage bei Begegnungen mit anderen Passanten zur Wahrung des Abstandes mal ein paar Meter hintereinander zu laufen. Der arme Hund muss eh immer als Puffer dienen, wirkt aber leider mit Mäntelchen und Schalkragen offensichtlich nicht mehr so abschreckend.

    GEKRIEGT: große Augen, als eine geführte Tour einer Nordic-Walking-Gruppe mit 15 Teilnehmer’innen in dichter, enger Formation (natürlich maskenlos) an uns vorbei stöckelte. Da hilft dann nur noch ein beherzter Sprung in eine Schneewehe.
    Übrigens lauter Leute im Risikogruppenalter….

    unbeauftragte und unbezahlte Werbung da Nennung von Namen und Buchtiteln

    GELESEN: Es sieht aus, als hätte ich in dieser Woche meine Bücher schier inhaliert. Auf jeden Fall hat mich Maggie O’Farrell’s autobiographisch inspiriertes Buch „Ich bin, ich bin, ich bin“ seht berührt. In ihrem Leben ist sie mehrfach dem Tod sehr nahe gekommen. Wie dünn diese Eisdecke ist, über die wir alle gehen, wird in diesem Buch sehr deutlich. Gerade in diesen Zeiten eine gute Lektüre.
    Das zweite Buch von Yoko Ogawa in diesem Monat. Auch im Roman „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“ geht es um die Erinnerung, aber auch um Vertrauen und Zuwendung. Ach ja, und sehr viel dreht sich um Mathematik, denn es ist ein Professor der Mathematik, dessen Kurzzeitgedächtnis seit einem Unfall auf nur noch 80 Minuten beschränkt ist. Auch dieses Buch hat mich richtig hineingezogen.

    Derzeit bewege ich mich mit Tim Krohn: „Die heilige Henni der Hinterhöfe“ im turbulenten Berlin der 1920iger Jahre.
    Am Ende des Monats erzähle ich euch etwas mehr über meine Januarbücher.

    GESEHEN: Einen heiteren brasilianischen Film „Der doppelte Vater (Pai em dobro)“, die Serie aus dem dystopischen Madrid der Zukunft „La Valla – Überleben an der Grenze“.

    GESTAPFT: durch den hohen Schnee

    GEFREUT: dass unser Hofladen seine Pforten wieder geöffnet hat

    GEFUNDEN: 12tel-Blick-Standorte. Ich werde euch nächste Tage mal etwas mehr darüber berichten

    GEFLOGEN: lauter Buchfinken über dem Sonnenblumenfeld. Sowas habe ich noch nie vorher in dem Ausmaß gesehen.

    GESCHMOLZEN: Schnee, um dann mit dem Schmelzwasser die Blumen zu gießen. Wir haben nämlich sehr kalkreiches Leitungswasser.

    GENÄHT: Babypullover und -hosen. Die perfekte Art, endlich mal bei den Sweatshirtstoffresten aufzuräumen.

    GEJUBELT: über den Amtsantritt von Biden und Harris. Sehr beeindruckt hat mich auch die junge amerikanische Lyrikerin Amanda Gorman.

    GESEHNT: nach Blumen, nach meinem Lieblingspark, wo jetzt vielleicht schon die Zaubernuss blüht

    GELACHT: über das kleine Rotkehlchen. Leider hatte ich nur Hundeleckerli dabei. Vielleicht findet es den Weg zu unserem wohlgefüllten Futterhäuschen.

    GEWARTET: auf die bestellten FFP2-Masken. Auf alle möglichen Bestellungen.

    GEPLANT: mein Jahresprojekt, mehrere Blogbeiträge

    GECLICKT: wie man einen Kohlwickel macht. Nein, keine Kohlwickel zum Essen, sondern gegen Gelenkbeschwerden. Hat jemand von Euch das schon mal ausprobiert?

    Mein Wochenende

    wird wieder einmal sehr unspektakulär. ich bin ja mal gespannt, ob heute die Altstadt begehbar ist. Letzten Samstag habe ich den Liebsten zum Bäcker vorgeschickt. Ich hatte einfach keine Lust, auf den eisigen Wegen erneut den Knöchel zu verstauchen. Es war wirklich erschreckend wenig geräumt, aber die Läden haben halt fast alle geschlossen… Ansonsten nähen, lesen, Hund ausführen, Blogbeiträge zusammenstellen, Schauen, was in der Welt so passiert…

    Tatsächlich sollen wir am Wochenende nochmal eine Ladung Schnee abbekommen. Ich würde Euch doch sooo gerne etwas davon abgeben. Wir hatten schon reichlich. Am besten bringe ich für jeden beim Samstagsplausch von Andrea (Blog Karminrot) eine tüchtige Portion mit. Nein, ihr braucht Euch nicht nach Bedarfs-, Risiko- oder Schneesuchtgruppen aufstellen, ihr bekommt einfach der Reihe nach eine Kühlbox Schnee aufgeladen. Das ist effektiver (obwohl wir Deutschen ja Meister in Bürokratie und Ineffektivität sind…seufz.).

    Nachtrag. die nächtliche Schneelieferung blieb aus, stattdessen regnete es meist. Montag soll Nachschub eintreffen. Irgendwie kommt mir das seltsam bekannt vor. *Grübel*…

  • Wochenrückblick

    Flockentaumel

    Komm, lass uns gehen Schnee schauen, Sake trinken, Taumeln wie Flocken Matsu Basho (1644-1694) Meine schneereiche Januarwoche GESCHNEIT: hat es am Donnerstag den ganzen Tag durch. Am Ende lag der Schnee einen guten halben…

    16. Januar 2021
  • 12von12 Alltäglichkeiten

    12 von 12 im Januar

    Was für ein fieser, nasskalter, dunkelgrauer Tag, dieser Zwölfter. Da macht das Fotografieren keinen großen Spaß…. 1 Puh, heute ist Einkaufstag. Immerhin schaffe ich es momentan mit einem Großeinkauf alle 14 Tage auszukommen. Leider…

    12. Januar 2021
  • Wochenrückblick

    Das Jahr fängt ja gut an…

    "Ein Zentimeter Schnee ist wie 10 Cent im Lotto zu gewinnen." "Getting an inch of snow is like winning 10 cents in the lottery." Calvin (in "Calvin and Hobbes" von Bill Waterson) Meine erste…

    9. Januar 2021
  • Bücher

    Meine Bücherliste für den Januar

    Bücher sind einzigartige, tragbare Magie Stephen King unbeauftragte und unbezahlte Werbung, da Nennung von Namen und Buchtiteln Bitte ein bisschen Magie Nach den Feiertagen und der Zeit zwischen den Jahren falle ich meist im…

    6. Januar 2021
  • Jahresprojekt

    Gemeinsam unterwegs durch dieses Jahr

    Ausdauer wird früher oder später belohnt - meistens aber später. Wilhelm Busch (1832-1908) Stimmt, man kann auch mitten im Jahr etwas Neues beginnen. So ging es mir im Juni 2018, als ich mit meinen…

    3. Januar 2021
  • Wochenrückblick

    Am Beginn

    Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. Katherina von Siena (1347-1380) Zwischen den Jahren GEDACHT: ich fand die sogenannte „Zeit zwischen den Jahren“ schon immer extrem trist. Das Wetter tut…

    2. Januar 2021
  • Monatscollage

    Monatscollage im Dezember – ein Jahresrückblick

    Mein Titelbild stammt aus den ersten Tagen des Lockdowns im März 2020. Treffender als auf dieser Litfasssäulenwerbung hätte man es nicht formulieren können, als diese/r (noch) ahnungslose Werbetexter/in. Ein Monatsrückblick für den Dezember gäbe…

    31. Dezember 2020
  • 12telBlick 12telBlick 2020

    Meine 12tel-Blicke im Dezember

    Was für ein Jahr liegt hinter uns…! Selbst an meinen 12tel-Blicken ist dies abzulesen. Im Januar überlegte ich bei der Auswahl des Fotostandortes am Gondelehafen, wie schön es hier im Dezember auf dem Weihnachtsmarkt…

    30. Dezember 2020
  • Wochenrückblick

    Letzter Wochenrückblick des Jahres

    Keine Schneeflocke in einer Lawine wird sich je verantwortlich fühlen. Voltaire (1694-1778) Meine Weihnachtswoche GEWORFEN: Ab und an einen Blick hin zu den schneebedeckten Bergen. Die Grenze dorthin ist wieder etwas dichter geworden. GESCHMÜCKT:…

    26. Dezember 2020
  • Weihnachten Winterzauber

    Frohe Weihnachten!

    Irgendwie kommt für mich Weihnachten dieses Jahr überraschend. Plötzlich steht es einfach so am Morgen in der Tür. Der Weihnachtsbaum hingegen hat sich heute nacht noch ungeschmückt draußen nass regnen lassen und riecht recht…

    24. Dezember 2020
  • Wochenrückblick

    Wo bleibt der Schnee?

    Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt. Arthur Schopenhauer (1788-1860) Meine dritte graue Adventswoche GEHANGEN: hat der Nebel wieder die ganze Woche über dem See GELASSEN:…

    19. Dezember 2020