Wochenrückblick

    Bindungen und Beziehungen

    10. April 2021
    Jedes Geschöpf ist mit einem anderen verbunden,
    und jedes Wesen wird durch ein anderes gehalten.
    
    Hildegard von Bingen (1098-1179)

    Die Der-April-macht-was-er-will-Woche

    GEMOCHT: die Frühlingsanzeichen in der Natur

    GEWECHSELT: von den Frühlingsklamotten zurück in die Wintersachen. Dabei wählte ich gleich einen alten Wollpulli mit ein paar Mottenlöchern. Dann ärgere ich mich wenigstens nicht, wenn sich mal wieder die Welpenzähne hinein verfangen ..

    GEWARTET: auf den kleinen Spargelstand im Ort. Ich schaue alle paar Tage mal nach, aber es hat sich bislang noch nichts getan.

    GESTÖHNT: wie viele Leute sich plötzlich in den kleinen Hofladen drängen. Im ersten Lockdown gab es da sinnvollerweise noch zahlenmäßige Bestimmungen. Aber jetzt scheint eh alles egal.

    GENERVT: von der Coronapolitik. Die Politiker*innen bekommen es einfach nicht gebacken. Da waren die Portugiesen schlauer. Durch einen harten Lockdown haben sie die Zahlen runter bekommen und dürfen wieder in die Cafes. Klar, das darf man nicht mit Deutschland vergleichen. Wäre ja auch verwegen, wenn man sich mal was Sinnvolles abschauen würde.
    Die Kleinstaaterei früherer Zeiten lebt in Deutschland wieder auf und jede/r Seppel*in – äh – jede/r Landesfürst*in möchte sein/ihr eigenes Süpplein kochen.
    Wir sind wohl an die Grenzen des Föderalismus gestossen. Der setzt wohl etwas mehr Verstand und Verantwortung bei den Landesregierungen voraus.

    GESCHOCKT: was da für Vollpfosten in Stuttgart auf die Straße gehen dürfen, ohne dass hart durchgegriffen wird, wenn sich keiner um die Vorschriften kümmert.

    GELAUFEN: abends an den See, um mal die Seele baumeln zu lassen, wie Tucholsky so schön schreibt.

    GEDACHT: was für kleine feine Häuschen da unten am Ufer stehen, die nur ein paar Tage im Jahr genutzt werden. Oder einfach auf einen Investor warten, um nach dem Abriss einer Protzkiste weichen zu müssen.

    unbeauftragte und unbezahlte Werbung, da Nennung von Namen und Buchtiteln

    GELESEN: Von dem neuen Roman des Literturnobelpreisträgers Kazuo Isiguro: „Klara und die Sonne“ hatte ich mir etwas mehr versprochen. Er bleibt für meinen Geschmack bei seinem Zukunftsroman über eine künstliche Intelligenz als Freund und Begleiter von Jugendlichen zu sehr an der Oberfläche. Nett zu lesen, aber auch nicht mehr.
    An Anne Flecks „Energy“ bin ich noch dran. sehr fundiert!
    Pia Rosenberger hat mit „Die Bildhauerin“ einen Roman über Camille Claudel geschrieben. Ein Frauenleben, das mich sehr interessiert. Auch dieses Buch begleitet mich noch in die nächste Woche.

    GERUFEN: zum lockigen Retriever, dass er warten soll. Ich will doch noch fotografieren (siehe obiges Foto). Hhm, irgendwie lässt das Gehör vielleicht doch nach. Wäre bei dem Altern nicht verwunderlich. Aber das Klappern des Napfes wird noch vernommen…

    GELAUFEN: mit dem Lockenhund. Es geht ihr etwas besser, aber sie überschätzt gelegentlich ihre Kräfte, wenn sie darauf besteht, alte gewohnte Wege einzuschlagen. Manche Runden muss man für sie mittlerweile abkürzen, was sie derzeit doof findet.

    GEHÖRT: dass des Lockenhundes Züchter in England mittlerweile geimpft sind, was mich sehr für sie freut. Sie waren sehr betroffen, als sie erfuhren, dass ich noch keinen Impftermin in Aussicht habe (vielleicht am Jahresende bei dem Tempo?)

    Meine zweite Woche mit Flint

    GESCHÖPFT: etwas Hoffung, weil wir mittlerweile schneller merken, wann der Zwerg mal muss. Außerdem beginnt er zur Terrassentür zu laufen, wenn er mal muss. Zumindest öfter.

    GEARBEITET: an der Bindung. Auf Ruf und Pfiff folgt er jedenfalls auch draußen schon gut. Aber Bindung ist etwas anderes und Tiefergehendes. Die braucht Zeit.

    GESEHNT: nach Hundeschulen und Welpengruppen

    GETROFFEN: ein paar Menschen mit Hund auf Entfernung. Da überwindet der Welpe schnell seine Scheu.

    GEFÜRCHTET: hat sich der Welpe vor Autos. So ein Landei. Pferde sind kein Problem.

    Mein Wochenende

    Wir müssen am Wochenende mal unseren Tagesablauf überdenken. Irgendwie läuft der Welpe abends immer auf Hochtouren. Da könnte eine kleine Runde draußen vielleicht nicht schaden. Man will ihm noch nicht zu viel zumuten, aber auch nicht zu wenig.

    In den nächsten zwei Tagen soll es Föhn geben. Die Wärme werden wir unbedingt genießen. Der Absturz am Montag wird dann bestimmt jäh.

    Wenn der Welpe mal ermattet in seinem Korb zusammenklappt, schleiche ich mich rüber zum Samstagsplausch bei Andrea (Blog Karminrot). Ich schaue auch bei Euch vorbei, komme aber leider nicht groß zum Kommentieren. Naja, irgendwann wird es hier auch wieder ruhiger…
    Ein schönes Wochenende Euch allen!

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    25. März 2021
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    Spätwinterpalette

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    20. März 2021