Wochenrückblick

Masken und Mummenschanz

22. Februar 2020

Erstaunlich. dass der Mensch
nur hinter einer Maske ganz er selbst ist.

Edgar Allen Poe (1809-1849)

Meine frühlingshafte Februarwoche

GESCHICKT:  gleich heute morgen Geburtstagsgrüße. Happy Birthday, liebe S.!!!!

GEHÖRT: am „Schmotzigen Dunschtig“ das dröhnende elektronische Gewummer der Narren aus dem Ort und von jenseits des Ufers. Selbst im Wald holte einen das laute Treiben ein.

 

GEFREUT: über eure blumigen und kreativen Beiträge zu meinem Monatsmotto Flower-Power. Falls Ihr noch nicht teilgenommen habt: noch habt Ihr eine Woche Zeit!

GEMERKT: bei einer der beiden 12tel-Blick-Stellen, dass ich noch aufmerksamer bei der Wahl des exakten Standortes beim Fotografieren sein sollte. Nicht überall lässt sich eine Markierung aufsprayen… Tssst… (Sonst wird der Baum am Ende deswegen noch gefällt. Geht gaaar nicht! )

GESTAUNT: was für (Un-)Mengen an Fleisch und Wurst die Leute so kaufen.

 

unaufgeforderte und unbezahlte Werbung, da Nennung von Namen, Serien und Buchtiteln

GELESEN: Caroline Criado-Perez: „Unsichtbare Frauen. Wie eine von Männern gemachte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert“. Einfach nur klasse. Ich werde euch morgen einmal meine Februarbücher zeigen und dieses Buch ganz besonders empfehlen.

GEGUCKT: Den Wettbewerb für Modedesigner „Next in Fashion“, moderiert von Alexa Chung und Tan France, bis zum begeisternden Finale.

GENERVT: wegen meiner Unverträglichkeiten und Nahrungsmittelintoleranzen. Die können einen auch mal tagelang ärgern, wenn man mal einen kleinen Fehler begangen hat. Dann kann man sich zu schier gar nichts aufraffen.

 

GESCHAUT: nach den Eseln, denn irgendwann im Frühjahr werden sie wieder mit den Schafen auf die Wanderschaft gehen.

GENOSSEN: dass die Straßen so leer sind, weil alle entweder fasnachtsbegeistert feiern oder vor der Fasnacht geflohen sind.

GELACHT: über die Misteln, die derzeit so aussehen, wie grüne Bälle, die in den kahlen Bäumen hängen.

 

GENÄHT: leider nichts

GETRUNKEN: ganz viel Tee

GETÄUSCHT: haben sich die Schafe, die wieder einmal dachten, das schwarze Lockentier neben mir, wäre ihr Artgenosse. Nur wenn dieses plötzlich angespannt stehend eine Krähe beobachtet, werden sie sehr misstrauisch und vorsichtig. Wer weiß? Jetzt zur Fasnacht läuft das Tier neben mir ja sowieso offiziell im Schafskostüm.

 

GESEHEN: als die Sonne grell durch die Fenster schien, dass diese irgendwann an den Frühlingsputz gemahnen werden.

GEHOLT: den dünneren Mantel aus dem Schrank, während der Wintermantel weggehängt wurde. Keine Sorge, er ist jederzeit griffbereit…

GEMOCHT: den knallblauen Himmel. Ich hatte mir fast eine Nackenstarre geholt.

GEWÜTET: haben die Stürme in unseren hiesigen Wäldern. Etliche Waldwege sind gesperrt wegen quer liegender Bäume und Windbruch.

GEHAGELT: in einen plötzlichen Hagelsturm bin ich auch noch gekommen. Ist der Februar jetzt der neue April?

GEÄRGERT: dass ich ausgerechnet die Kamera im Auto gelassen hatte, als das Wetter die Drama-Queen raushängen ließ.

 

Eigentlich hätte ich dringend Flower Power in dieser Woche gebraucht. Aber zum einen hielten die Blumen in den Vasen noch tapfer durch. Zum anderen hatte der Blumenhändler, bei dem ich dieses Mal nach interessanten Blumen schaute, nichts, was mich wirklich begeistert hat.
Also werde ich heute auf dem Wochenmarkt zur Tat schreiten. Ich bin mir sicher, dort fündig zu werden.

Werft Ihr Euch irgendwann in den nächsten Tagen noch in ein Kostüm oder hinter eine Maske? Verratet Ihr als was ihr Euch kostümiert?
Oder seid ihr eher Fasnachts-/Karnevalsmuffel?

Auf den bunten Samstagsplausch bei Andrea/Blog Karminrot können wir uns gewiss einigen.

  • Eva 22. Februar 2020 at 6:54

    Guten Morgen Andrea,
    stimmt, da unen am Bodensee ist schon was los, ich finde es sooo schlimm nicht und es ist ja auch der wahre Fasching.
    Ist schon komisch, dass gerade die Katholischen so den Fasching feiern. Bei uns darf man am Sonntag sogar mit Kostüm zum Gottesdienst kommen und hnterher noch feiern.
    Ich habe genug von der Faschingsveranstaltung von gestern, ich bin immer noch so aufgekratzt und konnte auch so recht nicht schlafen.
    Ich glaube dir gerne, dass der Lockenhund von den Schafen als Artgenossen angesehen wird, der ist ja auch so nett, wie das Schaf auf dem Bild.
    Warum sagt man denn immer nur: „du Schaf!“. Bei uns sind auch einige Wege gesperrt, bzw. es wird drauf hingewiesen, dass man hier nicht gehen soll und es sieht im Wald auch entsprechend aus. Da hatten die Fortwirte ordentlich zu tun.
    So ist es wirklich, viele Leute sagen, dass sie soooo wenig Fleisch essen und doch…!! Auch ich wundere mich immer wieder, wieviele Leute an der Fleischtheke stehen und Fleisch und Wurst kaufen.
    Ich finde es gut, dass du das mal ansprichst.
    Neulich habe ich auf einem Blog auch gelesen, dass man hier die größten Schnitzel bekommt usw. usw.
    Ich bin froh, dass ich das alles schon seit jahren nicht mehr esse und lebe sehr gut damit.
    Es gibt aber auch so saudumme Menschen, die meinen, wenn man sagt, dass man Vegetarier ist, dass man den Tieren ihr Futter wegisst. Blöder geht es nun nimmer.
    Ein schönes Wochenende wünscht dir Eva, bis morgen, da bin ich nochmals mit dabei und danke für den Einblick und deine Bilder.

  • mano 22. Februar 2020 at 7:02

    fasnacht, fasching, karneval? nicht mit mir! ich bin der totale verkleidungsmuffel und das getröte und geschrei dürfen gern andere machen, ich bin froh, wenn ich davon nichts mitbekomme und ärgere mich, wenn das fernsehprogramm wegen gruseliger sitzungen von helaualaafundco umgeändert wird. sorry, liebe karnevalsfreund*innen!
    hier hat der sturm auch einiges umgehauen, aber erfreulicherweise weniger als befürchtet. deiner anmerkung, dass der februar wohl der neue april ist, kann ich nur zustimmen – der april wird dann wahrscheinlich schon wieder hochsommer sein.
    danke für esel und niedlichste schafe, davon kann ich gar nicht genug bekommen!
    liebe grüße und ein schönes wochenende – ich hab so über den lockenhund im schafskostüm gelacht!!
    mano

  • Centi 22. Februar 2020 at 7:15

    Oh, das Lämmchen… wie es guckt! Die Solitär-Mistel gefällt mir auch ganz ausgezeichnet.
    Bei uns in Elzach geht es morgen so richtig los mit der Fasnet. Ich hoffe, das Wetter spielt mit und ich kann dann auch ein paar Fotos machen. 🙂

  • Sheena 22. Februar 2020 at 11:22

    guten morgen Andrea,

    Ooooh ein kleines Lämmchen wie schön =) bin gespannt wann die auf meiner Laufrunde schlüpfen.

    Herzliche Samstagsgrüße

    Sheena

  • Nina. aka wippsteerts 22. Februar 2020 at 14:02

    Das das Mutterschaft genau nach der Krähe schaut, ist ja nun auch wichtig!
    Das der Lockenhund so von den Schafen akzeptiert wird finde ich wunderbar.
    Ja, Karneval war immer wichtig für mich, ich habe es als Kind schon geliebt, mich zu verkleiden und die Kiste mit alten Kleidern und Kostümen und Hüten war im ganzen Jahr für uns Kinder offen und viel genutzt. Heute bin ich ruhiger geworden. Für den Gang zum Rosenmontagszug im Ort ist es wichtig, ein warmes Kostüm zu haben. Clowns bieten sich da immer an und Fröhlichkeit kann man immer gebrauchen.
    Ich habe eigentlich einen Blumenbeitrag in der Pipelin, aber…
    Wünsche ein schönes Wochenende und liebe Grüße
    Nina

  • Pia 22. Februar 2020 at 15:33

    Da hat es mir heute morgen als ich zum Einkaufen war fast das Gehör zerschlagen als da plötzlich ein Monsterkonzert los ging. Mich stört es nicht wenn Fasnacht gefeiert wird aber in einem Center schon etwas seltsam. Wenn du deine Fenster geputzt hast, kannst du bei mir gleich weiter machen. Herrliche Himmelsbilder hast du gemacht.
    L G Pia

  • Tina vom Dorf 22. Februar 2020 at 16:20

    Hallo liebe Andrea,
    ich bin eher ein Karnevalsmuffel und verkrieche mich im Haus. Das Wetter ist auch nicht so richtig geeignet für den rheinischen Straßenkarneval. Sturm und Regen haben uns heimgesucht. Das Feiern überlasse ich lieber der Jugend. Und die steckt tatsächlich im Schafskostüm.
    Hab noch einen schönen Abend.
    Liebe Grüße
    Tina

  • illy 22. Februar 2020 at 17:24

    Hallo,
    mit Karneval bin ich durch. Bin versehentlich auf eine Karnevalssitzung geraten und war dort incognito als Einhorn zu Besuch. Is aber genug dann auch.
    Tja.. Fenster hab ich schon durch.. ist auch genug. 😉
    Von Deinen schönen Bildern hätte ich allerdings gerne mehr und diesen blauen Himmel, den könnte ich hier auch vertragen. (heute leider alles grau in grau)..
    Ein schööööönes Wochende wünscht
    illy

  • Astridka 22. Februar 2020 at 18:22

    Das Buch klingt interessant, scheint es ja meine Erkenntnis zu bestätigen, die sich mit jeder Frau, die ich sozusagen ausgrabe, verfestigt. Es gab und gibt und wird sie immer geben, diese tollen Frauen. Leider können das gewisse Looser gar nicht vertragen und begründen u.a. ihre Gewalt. Aber ich will mich heute nicht damit beschäftigen, sondern meinen Besuch genießen und ja, eventuell morgen den Karneval. Aber da Sturm angesagt ist, sind schon einige Veränderungen von der Zugleitung verkündet worden.- Nett, das Foto vom Schäfchen. Weniger nett die Ernährungsbeeinträchtigungen. Mache mittelbar gerade damit auch meine Erfahrungen und habe gestern einen Großeinkauf an alternativen Nahrungsmitteln hinter mich gebracht. Alles, alles Gute dir!
    Astrid

  • Burglind Moll-Ebel 22. Februar 2020 at 18:39

    Hallo liebe Andrea,

    ja Du hast so recht, es ist wie im April und Blumen blühen, die ich erst im April erwarten würde. Frische Blumen habe ich gestern auch nicht bekommen, wohl dem Schmotzigen geschuldet. Hier war alles soweit bis auf die Discounter am Mittag geschlossen und geliefert wurde auf Freitag wohl auch nichts weiter.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und genieße die Zeit
    Liebe Grüße
    Burgi

  • nic 22. Februar 2020 at 20:25

    Liebe Andrea, ich hab’s nicht so mit dem rheinischen Karneval, mir ist die alemannische Fasnacht lieber, komme ich doch aus der Stadt des Guggenfestivals. Wobei dieses Jahr in Mainz ja endlich mal jemand deutlich ausgesprochen hat was gesagt werden mußte. Ob unsere Stürme vor Mai nachlassen muß sich erstmal zeigen, das scheint gar kein Ende zu haben und mit der schmelzenden Antarktis habe ich auch ein schräges Auge auf den Golfstrom – ohne den sind wir hier in Sibirien! Wir werden sehen…Geduld ist eine Tugend, habe ich irgendwo gehört. 😀 LG ♥nic

  • Sylvia Dunn 22. Februar 2020 at 22:20

    Liebe Andrea, Karneval ist so garnicht meins. In der Schule habe ich es gehaßt. Mit den Fenster putzen will ich auch endlich loslegen. Leider stürmt und regnet es und da wäre putzen vergebens.
    Es ist ziemlich erschreckend wie die Natur schon beginnt zu blühen.
    Deine Bilder sind schön geworden. Genieße das Wochenende. Lieben Gruß Sylvia

  • Karin Be 23. Februar 2020 at 23:19

    Unverträglichkeiten gehören auch zu meinem Alltag. Die letzte Woche lockte mich leider doch das eine oder andere Stück Gebäck und ich hätte mit den Auswirkungen ohne weitere Verkleidung zum Fasching gehen können – perfekte rote Nase.
    Alleine schon deshalb ging es heute wieder ans eigene Brot backen.
    Dem Fasching bin ich dankbar, weil er mir ein paar freie Schultage beschert, und ich erinnere mich an meine Lehreranfangszeiten, als Zürich und Basel nicht weit waren. Unvergessen ein früher Karnevalsmorgen in Zürich und ein Morgenstreich in Basel long time ago.
    Flower-Power hätte ich die Woche gebraucht und eigentlich arbeitete ich mit SchülerInnen auch in diese Richtung. bis zum Blogpost schafften es die Bilder leider nicht. Mal sehen, ob daraus noch etwas wird.
    Viele liebe Grüße,
    Karin

  • Kunzfrau 24. Februar 2020 at 8:01

    Nee keine Maske oder Kostüm. Mit Karneval habe ich nichts am Hut. Mich nerven schon diese Sendungen im Fernsehen.
    Und bei dir gab es blauen Himmel?! Ich muss schwer nachdenken, wann ich den letzten gesehen habe!

    Gruß Marion