Wochenrückblick

Frühlingstiere

2. März 2019

Wie wichtig ist es doch, sich bei Delikatessen und ähnlichen Speisen vorzustellen,
dass dieses die Leiche eines Fischs, jenes die Leiche eines Vogels oder Schweines ist,
ebenso, dass der Falerner der Saft einer Traube ist
und das Purpurgewand die Wolle eines Schafes mit Blut einer Muschel benetzt.

Marc Aurel (121 – 181, römischer Kaiser und Philosoph)

Ade Februar! Willkommen März!

 

GEFÜTTERT: mehrmals die Eselfreunde mit Möhren. Mittlerweile kommen sie schon fröhlich an den Zaun getrabt, wenn sie uns von weitem sehen. In der Fasnachtszeit werden wir auf der Hunderunde diesen Weg öfter laufen, denn um dorthin zu gelangen, müssen wir uns nicht durchs Narrentreiben schlängeln.

GESTARTET: ist das neue Monatsmotto „Den Frühling begrüßen“. Wenn es jetzt wieder kühler und nasser als in den letzten Februartagen wird, steigert sich vielleicht die Vorfreude auf den echten Frühling. Ich bin schon sehr gespannt auf Eure Ideen.

GEFUNDEN: einen wunderschönen Nachtrag zum Motto des Monats Februar „Märchenhaft“. Karin (Blog Fadenspiel und Fingerwerk) hat ganz knapp den Torschluss zur Linkparty verpasst. Dabei hat sie doch ein oft auftauchendes Motiv der Märchen angesprochen: die Märchenhaften Spinnereien. Das solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen.

 

 

GEMOCHT: den knallblauen Himmel und die herrlichen Schattenspiele, die die Sonne gespielt hat.

GESESSEN: vorerst zu letzten Mal in der Physio und mal wieder beim Arzt zur Kontrolle. Bei der Tierärztin waren wir auch noch kontrollmäßig. Über Fasnacht bekommt man hier eh kaum einen Termin, denn da ruht das alltägliche Leben für ein paar Tage.

GEBLÄTTERT: in der Zeitung, die natürlich sehr von der Fasnacht geprägt ist. Ein buntes Blättchen, in dem der Narr aus Washington kaum auffällt.

 

( unbezahlte, unaufgeforderte Werbung, da Nennung von Buchtitel, Verlinkung und Werbung, da Überlassung von Rezensionsexemplaren )

GELESEN: Mit Begeisterung habe ich die Biographie von Michelle Obama: „Becoming“ gelesen. Eine wirklich bewundernswerte Frau (Astrid/Le monde de kitchi hat in ihrer tollen Reihe ‚Great Women‘ hier über sie berichtet) .
Den Roman von Fatima Farheen Mirza: „Worauf wir hoffen“ habe ich letzte Woche bereits auf dem Blog besprochen.
Seit gestern führt mich meine Lektüre wieder nach Frankreich – Agnès Poirier: „An den Ufern der Seine: Die magischen Jahre 1940 – 1950“. Ich bin schon sehr gespannt in das geistig-künstlerische Leben jener Zeit in Paris einzutauchen. Ich werde berichten.

 

 

GENÄHT: während der Bauer auf seinem Feld (siehe oben) scheinbar geflochten hat, habe ich am Nähtisch fleißig genäht. Für die Zwerge und die Lockenmädchen stelle ich schon feine Frühlingsklamöttchen her. So kann man den Frühling auch begrüßen, deshalb werde ich Euch demnächst ein paar davon unter dem Monatsmotto vorstellen.

GEKAUFT: noch zwei Stöffchen, die gerade frisch in den Handel gekommen sind. Bücher und ein neues Hundekissen (für die vierbeinige Prinzessin auf der Erbse).

 

 

GEMERKT: dass mir gerade Tiere vor die Kamera hüpfen. Aber es ist auch wirklich eine Freude, die jungen Lämmchen zu beobachten, die ersten Schmetterlinge zu entdecken, die Störche klappern zu hören…

GEHÖRT: lautes Fasnachtsgewummer, das über den See hinüber tönte.

GEKNIPST: mal wieder einen feinen farbenprächtigen Sonnenuntergang. Davon gab es Ende Februar so einige über dem See

 

GEHUMPELT: ist der Lockenhund, da er Kummer mit einer Sehne des Vorderbeines hatte. Gut, dass die Tierärztin am Samstag telefonisch erreichbar war und zielsicher das passende homöopathische Mittel verschrieb. Hat super geholfen (klar, Homöopathie funktioniert ja nur durch Suggestion. Deshalb habe ich die Wirkung dem Hund auch ganz intensiv eingeredet…. [Ironie aus])

GEFAHREN: auf die andere Seeseite, indem ich versuchte, alle möglichen Baustellen und Umleitung zu umfahren und dabei auch noch schöne Aussichten zu genießen (siehe unten). Am Ende geriet ich aber doch noch in eine mir bislang unbekannte Umleitung, die mich in unbekanntes Terrain führte. Da war ich es aber endlich Leid und versuchte auf eigene Faust mein Glück – äh – meinen Weg zu finden. Der See bietet ja immer eine gute Orientierung. Ich war dann schneller am Ziel, als ich befürchtet hatte.
Irgendwie gleicht der Weg aber momentan eher einer Odyssee.

 

 

GESCHOBEN: habe ich letzte Woche meine Blogbeiträge hin und her. Irgendwie war der Monat am hinteren Ende einfach zu kurz für alles, was ich noch hineinstopfen wollte. Deshalb stelle ich Euch ein Februar-Buch jetzt erst Anfang nächster Woche vor.

(unbezahlte und unaufgeforderte Werbung da Verlinkung)

GEHOFFT: dass es auch hier bei uns in Baden-Württemberg (und in anderen Bundesländern) wie in Bayern zu einem Volksbegehren gegen das Bienen- und Artensterben kommt. Irgendwie muss das Landwirtschaftsministerium endlich in Zugzwang gebracht werden.
Jeder kann in seinem eigenen Garten und auch beim Einkaufsverhalten mithelfen, aber ein schlagkräftiges Gesetz zur Stärkung und Verschärfung des Natur- und Artenschutzes, das Auswirkungen für die industrialisierte Landwirtschaft hat, ist längst überfällig.

GEFLATTERT: sind in den letzten Februartagen schon die ersten Kleinen Füchse. Der  Schmetterlingskalender kündigte sie erst für den März an. Bei den warmen Temperaturen sind sie schon aus der Überwinterung erwacht. Es war so eine Freude, sie zu beobachten.

 

So, jetzt geht es auf den Wochenmarkt und in die Stadt, wo ich meine Kamera wieder aus der Reparatur abholen werde. Auf meinem Nähtisch wartet schon ein zugeschnittenes Projekt.

Und was macht Ihr so?

verlinkt bei Andreas Samstagsplausch (Karminrot-blog)

 

  • ninakol. 2. März 2019 at 7:20

    Ach, was für ein schöner Spaziergang durch Deine Woche. Schön, dass es dem Lockenhund wieder besser geht und auch Du *Dich besserer*. Bei Euch sind schon Schmetterlinge, wie schön! Tja und das mit der Landwirtschaft… der kleinere Bauer scheitert oft schon an unserer Bürokratie, da geben fast alle, die etwas ändern wollen auf, allein aus der finanziellen Not heraus.
    Habt ein wunderbares Wochenende!
    Liebe Grüße
    Nina

  • Centi 2. März 2019 at 7:36

    Ich bin ja schon ein bisschen neidisch auf die Esel…

  • eva 2. März 2019 at 7:52

    Guten Morgen liebe Andrea,
    ich kann das durchaus nachvolluoejem. die Aussicht auf den See im Auto. Genieße ich auch immer sehr.
    Den Link habe ich angeschaut zum Einkaufsverhalten. Ich versuche sogar in meinem Balkonkasten bienenfreundliche Blumen einzupflanzen und dieses Jahr bin ich auf der Suche nach der Weinraute, die wächst im Leudesbachtal zuhauf, aber zu kaufen ist sie hier fast nirgends und guten Honig habe ich schon immer gekauft, der ist zwar teuer und das auch zu Recht.
    Wir haben hier in der Region sehr viele Imker, die den Honig auch anbieten.
    Der Storch ist ja klasse, ich hoffe, ich erwische dieses Jahr wieder einen. Noch verstecken sie ich im Naturschutzgebiet und da kommt man nicht hin, weil es im geschützen Bereich auf der anderen Neckarseite ist.
    Mit den Bioprodukten ist es halt auch so eine Sache, die sind nun mal teuer und das kann sich halt nicht Jeder leisten.
    Ich finde, wenn man da weniger kauft hat man mehr, aber das manchen Leuten klar zu machen, das geht leider nicht.
    Liebe Gr0e und ein schöne Wochenende
    Eva

  • eva 2. März 2019 at 7:53

    Alles Gute für den Lockenhund, das hatte ich ganz vergessen.
    Gruß Eva

  • Karin Be 2. März 2019 at 8:19

    Wieder so schöne Blicke vom See.
    Ja, auch ich hoffe, dass in Ba-Wü der Bienenschutz Thema wird.
    Vielen lieben Dank für die Verlinkung meines Nachzüglers. Mal sehen, ob ich dieses Wochenende noch zum Bloggen kommen werde. Der Wochenmarkt ist schon gestrichen. Sohnemann benötigt mich als Umzugshilfe oder Einzugsberaterin.
    Schönes Wochenende, Karin

  • Meine Kraftquelle 2. März 2019 at 8:37

    Hallo Andrea,
    was für eine bunte Woche du hattest! Da war ja wirklich von allem etwas dabei.
    Den ersten Schmetterling habe ich auch gesehen, jetzt ist der Frühling wirklich nicht mehr weit.
    Ein schönes Wochenende wünsche ich dir und gute Besserung an den Lockenhund.

    Liebe Grüße von
    Tanja

  • Sylvia Dunn 2. März 2019 at 8:48

    Guten Morgen liebe Andrea, wow was für tolle Bilder. Ich bin sehr begeistert. Ein Faschingsfan bin ich auch nicht, dem würde ich auch aus dem Weg gehen. Vielen Dank für die tolle Info über die Bienen. Da werde ich mich noch weiter einlesen. Wir haben einen Kollegen der macht Honig aus seinen eigenen Bienen.
    Schön auch mit den Schmetterlingen. Wahnsinn wie sich die Natur schon zeigt.
    Ein schönes Wochenende und ganz viel gute Besserung an den Lockenhund.
    Lieben Gruß Sylvia

  • Kunzfrau 2. März 2019 at 9:26

    Was für ein Sonnenuntergang. Schön, so einen wunderbaren See, der immer wieder tolle Motive bietet, in der Nähe zu haben!

    Gruß Marion

  • Pia 2. März 2019 at 10:07

    Ja die goldenen Himmel der letzten Tage waren schon sehenswert, geniale Aufnahme bei dir.
    Ein Verwandter deines Kleinen Fuchses wohnt auch bei uns bei den Frühlingsblumen.
    L G Pia

  • Jutta Kupke 2. März 2019 at 10:31

    Also was bei dir alles so los ist über die Woche verteilt,
    da lebe ich ja wie ein Einsiedler 😉
    Deinen Samstagsplausch lese ich jedesmal immer sehr gerne.
    Liebe Grüße
    Jutta

  • Regula 2. März 2019 at 15:51

    Das Lebensgefühl ist auf jeden Fall besser, jetzt wo der Winter (fast) vorbei ist und die schönen Tage vor mir liegen. Heute ist zwar grau … liebe Grüsse übern See. Regula

  • niwibo 2. März 2019 at 16:13

    Was mache ich so … ich habe heute die Osterkiste geöffnet, ein Wahnsinn, was sich so alles ansammelt.
    Absolutes Kaufverbot dieses Jahr!!!
    Dein Monat war voll gefüllt mit schönen Sachen, davon darfst Du aber gerne mehr sammeln, da gibt es kein Verbot, lach.
    Dir wünsche ich einen schönen Samstagnachmittag, lieben Gruß
    Nicole

  • Magdalena 2. März 2019 at 17:32

    Das Bild vom Sonnenuntergang übertrifft natürlich alles, aber auch die anderen Bilder sind eine wahre Freude. Die proBiene Seite steht jetzt auf meiner Merkliste. Lass es Dir gut gehen. Das Märchenprojekt habe ich leider verpasst. Manchmal reicht die Zeit einfach nicht.
    LG
    Magdalena

  • Ivonne 2. März 2019 at 18:48

    Der Sonnenuntergang …. Ein Traum ♥ Gestern musste ich nochmal an das letzte Monatmotto denken. Ich hatte mir Grießbrei gekocht mit Zimt und Zucker und musste sofort an das Märchen vom „Süßen Brei“ denken.
    Schmetterlinge konnte ich noch keine entdecken aber eine dicke Hummel ist schon an mir vorbei gebrumselt.
    Ich wünsche dir eine schönes Wochenende
    Lieben Gruß
    Ivonne

  • Astridka 2. März 2019 at 21:43

    Es ist eben doch ein kleines Paradies, dabei euch im Südwesten der Republik…ich merke immer mehr, wie sehr ich an Haus & Hof & Veedel gebunden bin und das demotiviert mich auch beim Fotografieren. Mir kommt weder Sonnenuntergang noch Falter vor die Linse. Und Menschen zu fotografieren ist halt auch ein Problem, obwohl es da herrliche Situationen gibt. Aber momentan muntern mich meine süßen Enkelinnen auf…
    Einen schönen Sonntag!
    Astrid

  • Mandy 3. März 2019 at 19:50

    Ach was schaut es schön nach Frühling bei Dir aus, dass macht Lust auf mehr… Tolle Fotos hast Du uns von Deinem Spaziergang mitgebracht. Sowas liebe ich ja auch, einfach raus, genießen, an den kleinen Dingen erfreuen und Fotos von allem machen… Hier im Norden durften wir auch schon etwas Frühlingsluft schnuppern. Wir waren auch gleich unterwegs.
    Ich freue mich auf die schöne Zeit.
    Sei lieb gegrüßt, Mandy

  • LutzB 4. März 2019 at 13:33

    Ein tolles Eselsphoto ist das. Du hast deutlich mehr Tiere gesehen als ich im Februar. Beim Artenschutz sehe ich schwarz, solange der Agrochemie nicht wirksam Einhalt geboten wird.

  • Andrea Karminrot 7. März 2019 at 10:34

    Der Narr aus Washington hat sich gestern wieder eine Narretei geleistet…
    Ich liebe deine Zusammenfassungen…
    Das Franzosenbuch steht/stand auch auf meine Liste. Wenn die nur nicht so lang wäre.
    Gute Besserung noch
    Andrea