Wochenrückblick

Melancholie vertreiben

5. Januar 2019

Die Deutschen vertreiben die Melancholie mit Seufzen,
die Franzosen mit Singen,
die Spanier verbergen, die Wälschen verschlafen
und die Engländer vertanzen sie.

Paul Winckler (1630-1686)

Meine erste Woche in 2019

Winterweiße Kamilie am 1.1.

GESEUFZT: die Zeit zwischen den Jahren fand ich – nicht zuletzt wegen des sehr grauen Wetters am See – sehr, sehr melancholisch. Allmählich begann ich nach Himmelsblau und Schneeweiß zu lechzen.

GESUNGEN: mitgesungen bei „A Million Dreams“. Vielleicht hilft es tatsächlich gegen melancholische Anwandlungen

GESCHLUCKT: Vitamin D3 (besser als die Wintermelancholie bloß zu verbergen)

GESCHLAFEN: morgens etwas länger, denn die morgendliche Lichtlosigkeit legt Gewichte auf die Bettdecke.

 

Die Mahonie hat etwas stark Rhythmisches, finde ich…

GETANZT: nicht. Dabei wäre dieses rhythmische Bewegen doch genau das Richtige und entspräche meinem neuen Monatsmotto: Den Rhythmus finden. Seid Ihr schon im richtigen Rhythmus für 2019? Einen Beitrag über das Tanzen fände ich übrigens genial!

GESCHLENDERT:  mit dem Hund gemeinsam am ersten frühen Morgen des neuen Jahres durch den stillen, menschenleeren Park. Sehr entspannend!!

Melancholie pur

GEKNALLT: gar nicht. Wir haben lieber von oben über den See und die aufsteigenden Lichter geschaut. Der Lockenhund nahm die Silvesterraketen gelassen auf (was wahrlich nicht alle Tiere tun), denn seine Züchter sind Jäger und haben die Welpen von klein auf an solche Geräusche gewöhnt.

GETRUNKEN: Sekt, klar. Sonst Schoko Chai in verschiedenen Varianten, mit einem Schuss Cashew“milch“. Im Winter ist das meist mein Lieblingstee – macht auch glücklich, wie Schokolade….

GENÄHT: ein Wollmützchen für das kleinste Mädchen und ein Shirt für das jüngere Lockenmädchen nach einem neuen Schnitt.

 

Winterliches Lieblingsgrün

(unaufgeforderte und unbezahlte Werbung da Namens- und Titelnennung)

GELESEN: Sehr gefallen hat mir  Bas Kast: „Der Ernährungskompass“.  Ich habe mich in vielem, was ich in den letzten beiden Jahren über gesunde Ernährung gelernt und am eigenen Leib erfahren habe, bestätigt gefühlt. Zudem habe ich noch eine Menge weiterer wertvoller Informationen und Tipps mitnehmen können.
Zur Hälfte bin ich mit 
Donna Tartt: „Der Distelfink“
 durch. Der Junge Theodore hat seine Mutter durch einen Terror-Anschlag auf ein New Yorker Museum verloren. Warum er während der Wirren nach dem Anschlag das niederländische Gemälde „Der Distelfink“ einfach an sich genommen hat, ist ihm selbst nicht klar. Aber es begleitet ihn durch seine nächsten Lebensjahre, die zusehends chaotischer werden und sich in einer Abwärtsspirale befinden. Ich bin sehr gespannt, wohin mich die zweite Hälfte führen wird.

GEPLANT: etwas Rhythmisches zu nähen.

Die Sekunden vor dem Schneegraupel

GEFAHREN: zur Patienten-Aufnahme ins Krankenhaus.  Dieses Mal weiche ich auf eine andere Klinik aus. Es wäre ja schön, wenn ich mal die Serie durchbrechen könnte, dass immer irgend etwas schief geht…  Ihr dürft mir am Montag gerne die Daumen drücken, dass alles klappt.

GEFREUT: über den Schnee, aber verschneite Straßen kann ich gerade (vor allem am frühen Montagmorgen s.o.) nicht gebrauchen

GEFUNDEN: meine Standorte für den 12tel-Blick. Dafür darf es dann, wenn ich wieder daheim bin, ruhig ein wenig niederflöckeln.

 

Hach – blauer Himmel und gleich mit Nebensonne

GERÄUMT: ganz allmählich die Weihnachtsdekoration fort. Heute werde ich das Aufräumen dann zu Ende führen.  Eigentlich bin ich froh, dass jetzt die „Zeit zwischen den Jahren“ beendet ist.

GEPACKT: meine Kliniktasche – noch nicht. Aber auf meinem Ebook-Reader liegt schon der Lektürestapel.

GESUCHT: einen guten, verlässlichen, genauen Schrittzähler (mein Smartphone ist da gelegentlich recht ungenau). Habt Ihr einen Tipp?

 

Dämmerungslicht am See

Der Samstag beginnt immer mit unseren rhythmischen Wochenend-Ritualen: dem Gang zum Wochenmarkt, der Runde in der Stadt. Irgendwann im Laufe der letzten drei Jahre ist der Besuch im Stammcafé  dabei hintüber gekippt. Das alte veränderte sich durch Besitzerwechsel ins Negative, das neue  Möchtegern-Stammcafé (mit dem laktosefreien Latte) ist leider am Samstagmorgen ständig brechend voll (Einkaufs- und Café-Tourismus…).  Gut, dass der Samstagskaffee auch daheim schmeckt.

Habt Ihr auch irgendeinen wöchentlichen (täglichen, monatlichen…) Rhythmus, der Euch sehr am Herzen liegt? Dann berichtet doch gern beim Monatsmotto davon.

verlinkt beim rhythmischen Samstagsplausch bei Andrea (Karminrot-Blog) 

 

20 Kommentare

  • Antworten ninakol. 5. Januar 2019 at 6:32

    Guten Morgen! Erst mal für Montag alles Gute!
    Deine Woche scheint ja ruhig und entspannt gewesen zu sein. Ich finde das immer sehr angenehm nach den ganzen Feiern. Und man muss ja irgendwann seinen Rhythmus wiederfinden, um bei Deinem tollen Thema zu bleiben.
    Bestimmte wiederkehrende Ereignisse bleiben ja irgendwie eh immer, wenn man es Ereignisse nennen will. (Wohl eher Verpflichtungen) Schöne wiederkehrende bleiben oft auf der Strecke, genau wie das Café bei Euch. So ergeht es uns bzw mir auch viel zu oft.
    Aber Du hast wieder so wunderbare Fotos! Trotz grauem Wetter. Schnee soll es bei Euch viel geben dieses Wochenende, habe ich gelesen. Hier leider nicht.
    Ein schönes Wochenende trotzdem und liebe Grüße
    Nina

  • Antworten frau nahtlust 5. Januar 2019 at 6:52

    Guten Morgen liebe Andrea, ich muss auch erst wieder in diesen Rhythmus finden, stelle ich von Tag zu Tag mehr fest. Bestimmt hilft der kommende Montag und die neue Woche. Getanzt habe ich auch nicht, aber wer weiß, was noch alles kommt, in diesem Januar? 🙂 Dir ein schönes Wochenende – ich packe Montag alle Deko fort. Meist mag ich sie an Silvester nicht mehr sehen, da ist für mich der Überschwang schon vorbei. Aber durhc unsere kleine Auszeit in München hat es sich um ein paar Tage nach hinten verschoben. Ich drücke die Daumen für Montag und bin sicher, dass alles gut gehen wird! LG. SUsanne

  • Antworten eva 5. Januar 2019 at 7:56

    Guten Morgen Andrea,
    den Beitrag über das Tanzen habe ich gerade bei dir verlinkt. Aber ich kann auch noch ein paar Sachen über den Orientalischen Tanz, den ich jahrelang als Profi getanzt haben, schreiben, mal sehen.

    Meinen Rhythmus verliere ich ganz selten, ich habe meinen strukturierten Tagesablauf und wenn ich den nicht hätte, dann
    würde gar nichts klappen.

    Aber das kann ich dann in einem gesonderten Post scheiben, ach da gibt es noch sovieles und ich hoffe, dass das Wetter bald den Rhythmus findet und ich aufs Rad kann.

    Ein schönes Wochenende und einen lieben Gruß Eva

  • Antworten Kunzfrau 5. Januar 2019 at 8:49

    Oh diese Gewichte auf der Bettdecke gibt es bei mir auch. Ganz schön schwer die Dinger!!! Und habe ich einen Rythmus. Nein nicht wirklich, aiußer am Morgen, wenn ich zur Arbeit muss. Das ist mir genug Rythmus. So genieße ich an freien Tagen etwas Bummelei.

    Dir alles Gute für den Klinikaufenthalt. Ich hoffe es ist nichts Schlimmes!
    Marion

  • Antworten Sylvia Dunn 5. Januar 2019 at 9:18

    Guten Morgen liebe Andrea, ich wünsch Dir für Montag auch alles alles Gute. Das wird nun alles gut klappen.
    Ansonsten verstehe ich was Du mit der Melancholie meinst, ich habe schon fast alle wieder in Kisten verstaut, das hilft mir, damit der Alltag oder auch Rythmus wieder Einzug erhält. Bei uns ist es meist das Essen gehen am Ende der Woche, damit wird das Wochenende eingeläutet.
    Genieße das Wochenende. Lieben Gruß Sylvia, werde am Montag an Dich denken und den Daumen drücken.

  • Antworten Varis 5. Januar 2019 at 10:17

    Bei uns ist grade die Arktis ausgebrochen. Schneesturm vom Feinsten. 30 cm sind’s wohl schon. Braucht eigentlich kein Mensch und ich bin nur froh, dass es Wochenende ist und ich nicht raus muss.
    Dir ein (hoffentlichschneesturmfreies) Wochenende!
    LG, Varis

  • Antworten nic 5. Januar 2019 at 10:18

    Guten Morgen, liebe Andrea. Erstmal alles Gute für den Montag und die Daumen gedrückt daß das neue Jahr besser wird. Ich bin noch nicht wirklich in einem neuen Rhythmus weil ich diese Woche frei genommen habe für den dritten Geburtstag der „Saison“ – früher mußte auf dringenden Wunsch des Geburtstagskindes bis zu ihrem Geburtstag Weihnachten „hängenbleiben“, daher ist noch nicht alles wieder verräumt. Bist Du SAD? Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und alles Gute für nächste Woche. ♥nic

  • Antworten Astridka 5. Januar 2019 at 10:38

    Die Bettdeckengewichte sind bei mir sozusagen angeboren ( aber in dieser Woche war ich mal um sieben wach und habe in Ruhe eine Blogrunde gedreht ). So ein Bild zu klauen kann ich mir gut vorstellen ( ich wüsste auch schon, welches. Ist auch nicht sehr groß. ) Und was den Rhythmus anbelangt: Ich bin am glücklichsten, wenn der möglichst viele Synkopen hat. Und das war in dieser Woche so. Das ist für mich wie tanzen ( und da auch gerne aus der Reihe ). Darüber können ich eher schreiben als über geordnete & geplante Tagesläufe . Ein Berufsleben lang Stundenpläne, das war mehr als genug!
    Für deinen Krankenhausaufenthalt wünsche ich dir alles Gute und die nötige Portion Glück!
    Herzlich
    Astrid

  • Antworten Katala 5. Januar 2019 at 12:50

    Liebe Andrea,
    Dir nachträgllich noch die besten Wünsche für das neue Jahr. Natürlich werde ich Dir am Montag ganz fest die Daumen drücken.
    „…die morgendliche Lichtlosigkeit legt Gewichte auf die Bettdecke“ – was für eine schöne Formulierung. Nun weiß ich, was mich früh so in die Federn drückt.
    Lieben Gruß und ein sonniges Wochenende
    Katala

  • Antworten Magdalena 5. Januar 2019 at 15:25

    Liebe Andrea, ich schicke beste Wünsche für die Gesundheit. Rhythmus finden – da bin ich gerade bei. Leider bestimmt man das ja nicht immer selbst. Momentan habe ich auch Probleme aus den Federn zu kommen, aber muss ich ja auch nicht mehr. Allerdings finde ich es eigentlich schön, früh aufzustehen.
    Alles Gute für Dich!
    Magdalena

  • Antworten Buchbahnhof 5. Januar 2019 at 16:16

    Liebe Andrea,
    da habt ihr ja ganz entspannt ins neue Jahr gefeiert. Schön, dass euer Vierbeiner da so abgebrüht ist. Meine Katzen zum Glück auch. So kann man Silvester und das Feuerwerk viel besser genießen. Ich kann verstehen, dass du das graue Wetter über hast. Langsam wäre es echt mal schön, wenn entweder die Sonne scheinen würde oder es schneien würde. So grau in grau kennt man sonst ja eher vom Herbst und irgendwie tut das der Seele nicht gut.

    Ich denke Montag feste an dich und drücke die Daumen, dass alles gut klappt. Bestimmt wird es!

    Außerdem wünsche ich dir ein wunderbares Jahr 2019 voller kleiner Glücksmomente und wundeschöner Spaziergänge mit dem Vierbeiner.
    LG
    Yvonne

  • Antworten Ein Garten in der Steiermark 5. Januar 2019 at 16:24

    Tolle Aufnahmen. Vor allem die Mahonie gefällt mir supergut. Unsere kümmert vor sich hin. LG

  • Antworten Pia 5. Januar 2019 at 16:36

    Ich drücke dir beide Daumen am Montag und wünsche dir von Herzen, dass alles bestens verläuft. Auch bei mir schleicht sich die einte oder andere Gewohnheit ein, wobei ich die Abwechslung lieber habe, weil sie das Leben süss macht.
    Bei diesen Lichtverhältnisse verehre ich unseren Wintergarten und schaue die schönen Himmelsbilder (wie auf deinen Fotos) an.
    Mach es gut und hoffentlich kannst du uns am nächsten Samstag von einem positiven Ergebnis berichten.
    L G Pia

  • Antworten Schwarzwaldmaidli 5. Januar 2019 at 20:21

    Gewichte auf der Bettdecke, die hatte wohl der kleine Mann diese Woche auch. Die Schlafmütze hat die Ferien voll ausgenutzt und ich musste am Mittwoch schon wieder meinen Rhythmus finden. Denn die Arbeit rief lautstark.
    Für Montag drücke ich dir die Daumen und werde an dich denken.
    Liebe Grüße
    Anette

  • Antworten Regula 6. Januar 2019 at 5:48

    Zur Abwechslung ist hier mal alles weiss. Bei euch auch? Ich räume heute den Baum ab. Jetzt ist wieder Alltag und alles normal. LG von Regula

  • Antworten Gretel 6. Januar 2019 at 13:06

    Für 2019 wünsche ich dir Gesundheit, Glück und Lebensfreude und besonders für morgen alles Gute! Liebe Grüße

  • Antworten Birgitt 6. Januar 2019 at 16:19

    …dann wünsche ich dir alles Gute, liebe Andrea,
    für deinen Krankenhausaufenthalt und dass dieses Mal alles planmäßig läuft,

    liebe Grüße Birgitt

  • Antworten Andrea Karminrot 7. Januar 2019 at 7:02

    Erst einmal, drücke ich dir heute alle Daumen, dass alles gut geht.
    Einen Rhythmus, habe ich. Braucht man auch…manchmal.
    Ich werde schreiben, dieses mal wirklich.
    Lieben Gruß
    Andrea

  • Antworten Sandra 7. Januar 2019 at 19:39

    Nun hoffe ich mal, dass es heute „gut lief“.
    Deine Fotos sind super !!!!
    Weiterhin gute Besserung :-).
    Sandra

  • Antworten Karin Be 8. Januar 2019 at 21:37

    Liebe Andrea,
    die Daumen waren Montag gedrückt und ich hoffe, dass Du Dich auf dem Weg der Besserung befindest.
    Ein wenig Melancholie darf meiner Meinung nach zu dieser Jahreszeit sein, vor allem bei diesen, Deinen, Bildern. Allerdings neige ich bei dieser trüben Stimmung draußen dazu einzuschlafen bevor die Melancholie mich überwältigen kann.
    Mit vielen Grüßen,
    Karin

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