Wochenrückblick

Durchs bunte Laub getappt

27. Oktober 2018

„In der Herbstsonne noch einmal durchs bunte Laub tappen,
keine Verpflichtungen und fünf Monate Schlaf vor sich.
Igel müsste man sein.“

Quelle unbekannt

Meine bunte Bergwoche


GEFAHREN:
über die Schweizer Alpen bis an den Lago Maggiore

GEPFLÜCKT: die letzten Feigen vom Baum im Berghausgarten

GELACHT: als der Lockenhund wissen wollte, warum ich ausgerechnet diesen Pilz fotografieren wollte. Gut, dass kein Giftpilz war…  (falls Ihr es beim obigen Foto nicht erkennt, was oben ins Bild reinragt, ist eine schwarze Hundenase samt zarter Hundezungenspitze…)


GEFÜHLT:
hat sich die Lockenhündin als Chefin des gesamten Tales. Da konnte sich wirklich niemand anschleichen.

GENOSSEN: haben wir die schönen, sonnigen, warmen Tage in den Bergen. Laptop blieb daheim, Handy des Liebsten hat sich für einen Tag von selber verabschiedet. Fein ruhig war’s…

GEFUNDEN: wäre das was für Euch (siehe unten)? Vendesi (zu verkaufen) stand an der Tür. Das ist etwas für jemanden, der wirklich absolute Stille und abschalten möchte. Allerdings gibt es in dieser Baita (ehemaliger Schafstall, umgebaut) mitten im Wald wohl keinen Strom. Eine Quelle ist in der Nähe, Kastanienbäume direkt vor der Tür.
(Nein, unser Berghäuschen hat Wasser, Strom und einen eingezäunten Garten…)


GESAMMELT:
haben wir natürlich Maroni. Gerade in der Nähe der Baita gab es ganz besonders feine und große Exemplare. Da hat es der alte Esskastanienbaum wirklich gut gemeint (lag es an der Sorte?)

GEHOFFT: hatte ich, in dieser Woche noch einige herbstliche Aktivitäten von der Monatsmotto-Liste abzuhaken. Ob mir das gelungen ist, verrate ich Euch morgen. Auf jeden Fall hat es wie zu erwarten mit dem Maronisammeln geklappt.

 


GEKNIPST:
habe ich diese Woche nur mit meiner neuen Kamera, während sich der Liebste mit meinem „alten“ Apparat anfreundete. Ich hoffe ja, dass meine Kamera und ich bald ein gutes Team sind, aber da braucht es wohl noch ein paar Testreihen. Schließlich sollte ich mit dem Hund an der Leine nicht groß über Einstellungen sinnieren müssen.

GESCHAUT: nach oben zu den herrlichen Sonnenauf- und untergängen, dem Aufgang des Vollmondes über den Bergen und den sonstigen schönen Himmelsstimmungen.

(unbezahlte, unaufgeforderte Werbung da Namens- und Buchtitelnennung)

GELESEN: immer noch an Richard Powers: „Die Wurzeln des Lebens“. Die erste Hälfte fand ich ja noch interessant, dann wurde es zunehmend verworrener und mühsamer. Für die letzten 100 Seiten wollte ich den Wälzer nicht auf den Berg tragen und werde ihn jetzt am Wochenende beenden. Ob der Autor das Ruder jetzt noch rumreissen kann? Da hatte ich mir wirklich mehr versprochen.
Ins Berghaus nahm ich mir nur meinen leichten Ebook-Reader und tauchte ab zu den Büchern von Lucy Maud Montgomery über Anne von Green Gables. Auf der Suche nach einer entspannenden Herbstlektüre hatte ich mich von meinem Monatsmotto „Den Herbst feiern“ leiten lassen. Wie sagte doch Anne Shirley im ersten Band:
Ich bin so froh, dass ich in einer Welt lebe, in der es einen Oktober gibt.“
Damit kann ich auch wieder einen Punkt in meiner Oktoberliste abhaken…

GESCHWITZT: an einem Herbsttag im Berghaus. Wir hatten Nordföhn mit 25 Grad auf den Höhen. Am Abend konnten wir sogar draußen sitzen und den Aufgang des Vollmondes über den dunklen Bergen beobachten.


GEWEHT:
wurden die trockenen Blätter von den Bäumen vom warmen Föhnwind. Ich hätte es nur zu gerne fotografiert, wie die goldenen Blätter flogen… Aber Zuschauen war auch toll.

GEPFLANZT: eine Hortensie in den Berggarten. Jetzt gibt es dort eine gute Regenperiode, das passt ja perfekt.

GEHOFFT: dass es jetzt auch bei uns dauerhaft nasser und kälter würde. Stattdessen spricht man unter den Wetterfröschen nur wieder von einer kühlen und feuchten „Episode“.


GEKAUFT:
habe ich so gut wie nichts, aber gestern schon mal Stoff für zwei Projekte bestellt. Ich muss mich beeilen, denn im Gegensatz zu hier wird es in Vermont jetzt spätherbstlich.

GEFRAGT: habe ich mich, was das hier (siehe unten) wohl für ein Baum ist. Mich haben die langen Fruchtstengel erstaunt.


GEFREUT
: über Eure zahlreichen Beiträge zu meinem Monatsmotto. Schaut unbedingt mal rein, das ist wirklich überwältigend!

GESTANDEN: habe ich am Ufer des Lago Maggiore und gestaunt, wie niedrig der Wasserstand auch dort war. Wohin man auch schaute, die Seen, Bäche, Flüsse – überall zeigte sich die große Trockenheit.


GEWORFEN:
hat der Postbote liebe Grüße und wunderschöne Karten von Mano und Susanne in meinen Briefkasten. Ganz herzlichen Dank an Euch beiden Lieben!!  Außerdem kam auch schon der finnische Adventskalender an. Wer auch daran interessiert ist, schaut mal bei Karens Blog vorbei.

GERECHT: hat der Liebste im Berggarten, denn die Linde und die Esskastanien ließen ihr Laub reichlich herab segeln. Mir kam der Laubhaufen gerade zupass. Ihr werdet es morgen sehen…

 

Vom heutigen kühlen Regentag lassen wir uns nicht verdrießen, sondern genießen ihn. Wir haben einiges auf dem Wochentag und in der Stadt zu kaufen und zu erledigen. Außerdem würde ich mich gern an die Nähmaschine setzen.

Wie war Eure Woche? Treffen wir uns beim Samstagsplausch bei Andrea (Karminrot-Blog)?

Bis morgen!!

16 Kommentare

  • Antworten frau nahtlust 27. Oktober 2018 at 6:36

    Eine schöne sonnige Woche war das noch bei dir, so vermutet man, liebe Andrea! Schön, dass meine Post dich zurück begrüßt hat und gerne geschehen! Ich wünsche dir ein feines Wochenende!
    LG. Susanne

  • Antworten eva 27. Oktober 2018 at 6:45

    Sososososos! Das schleichst du dich heimlich nach Italien! Das freue ich mich aber auch für dich.
    Das Foto mit dem Pilz und der Hundezunge ist schon toll.

    Ich habe schon bei deiner Herbstaktion reingeschaut und bin gespannt auf die neue Aktion, ja doch!
    November, da bin ich gespannt.

    Habs fein und ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße Eva

  • Antworten Karin Be 27. Oktober 2018 at 6:53

    Ich kann die Stille in jedem Bild spüren. Sehr schön, Deine entspannte Bergwoche.
    Mit vielen Grüßen,
    Karin

  • Antworten mano 27. Oktober 2018 at 7:27

    die zunge der hauswächterin hab ich zuerst gar nicht entdeckt – wirklich ein lustiger hund. aber gut, dass es kein fliegenpilz war!!
    so schöne bilder hast du mitgebracht. jedesmal wenn du vom berghaus berichtest sehe ich mich vor vielen, vielen jahren in den bergen des valle maggia wandern…
    ja, es war ein wunderbarer herbst – die beiträge unter deinem monatsmotto zeigen das nur allzugut!
    liebe grüße
    mano

  • Antworten Mira 27. Oktober 2018 at 9:00

    Wunderschön, deine Fotos. Danke für’s mitnehmen auf eine wundervolle Reise zu ein paar herrlichen frühherbstlichen Tagen.
    Liebe Grüße
    die Mira

  • Antworten Kunzfrau 27. Oktober 2018 at 9:12

    Jetzt sitze ich lächelnd hier vor dem Rechner. Ich mag ja deine Bilder sowieso. Aber das Pilzbild mit der Hundenase ist der Knaller. Ich musste zweimal hinschauen, um das richtig zu erkennen. Und dann kam auch schon deine Erklärung!

    Dir ein wunderbares Wochenende und viel Erfolg mkit der neuen Kamera!
    Marion

  • Antworten Pia 27. Oktober 2018 at 10:13

    Dein Einleitungs Satz gibt mir zu denken, wenn ich all die Laubbläser höre und wie fast alle bestrebt sind das letzte Läubchen aus dem Garten zu entfernen, wo frage ich mich sollen denn die Igel noch wohnen. Bei mir darf er gerne einziehen.
    Deine Himmelsbilder habe ich genossen.
    L G Pia

  • Antworten Varis 27. Oktober 2018 at 10:25

    Wunderbare Herbstbilder zeigst du uns wieder. Aber Igel würde ich trotzdem nicht sein wollen, wenn ich mir all die zermatschten Igelkörper auf den Straßen so ansehe. Und 5 Monate Schlaf wär mir dann auch zuviel, auch wenn ich am Wochenende gerne mal länger im Bett kuschle.
    Bei uns geht´s heute für eine Woche in die Berge nach Südtirol. Und pünktlich zum Urlaubsbeginn schifft es draußen was das Zeug hält. Naja, wir machen das beste draus.
    LG, Varis

  • Antworten Regula 27. Oktober 2018 at 11:00

    Vielleicht klappt es ja hier mit kommentieren?

  • Antworten swig – filz felt feutre 27. Oktober 2018 at 17:26

    Haha, im Urlaub trägt die Lockenhündin Geweih? sehr cool!
    Liebe Wochenendgrüße!

  • Antworten Astridka 27. Oktober 2018 at 17:45

    Liebe Andrea, diese Woche wird mir auf deinem Blog das Kommentieren verweigert und ich verstehe die Begründung nicht wirklich. Vielleicht liegt es auch an meinem neuen MacBook. deshalb versuche ich es jetzt von meinem alten:

    „Da habt ihr also wieder die Bergeinsamkeit unter doch recht angenehmen Temperaturen verbringen können. Schön, dass ihr diese Möglichkeit habt. Und auch noch unter ganz zivilen Bedingungen erreichbar ( bis auf den Treppenweg ). Ich traure dem ( mindestens so einsamen ) Haus in der Provence ja immer noch so nach… Aber jetzt sind wir für solche Abenteuer zu alt, das hat ja schon der School-Aufenthalt gezeigt ( gerade ist die Rechnung für den Rettungswagen vom Witte Kruis ins Haus geflattert ).
    Einen feinen, produktiven Sonntag!
    Astrid“

  • Antworten Jutta K. 27. Oktober 2018 at 19:26

    Großartig, der Pilz mit der Hundezungen-Spitze,
    sowas von genialem Schnappschuss !
    Alle anderen Fotos sind auch wieder wunderschön.
    Ich muss neidlos anerkennen, dass du eine große Begabung hast fürs fotografieren, Respekt !
    Ich wünsche dir einen gemütlichen Abend.
    ♥lichst Jutta

  • Antworten Sylvia Dunn 27. Oktober 2018 at 21:25

    Liebe Andrea, vielen Dank für die tolle Reise in Deine Bergwoche, ich habe die Ruhe und Bilder sehr genossen. Deine Kamera macht umwerfende Bilder, gerade der Sonnenuntergang ist klasse. Sehr erschreckend mit dem sehr niedrigen Wasserstand.
    Hab ein schönes und erholsames Wochenende hoffentlich an der Nähmaschine. Lieben Gruß Sylvia

  • Antworten ninakol. 28. Oktober 2018 at 4:26

    Guten Morgen! Ich kann mich nur anschließen, mit der neuen Kamera machstdu wunderschöne Bilder! Und Hund und Pilz sind wirklich Spitze! Und dann auch einen Feinschmeckerpilz 🙂 Ihr hattet offensichtlich wunderbare Tage! Hoffe, sie bleiben Euch lange erhalten, als Erholung für Geist und Körper.
    Liebe Grüße und schönen Sonntag
    Nina

  • Antworten frau mo 29. Oktober 2018 at 9:22

    so ein rustico in den tessiner bergen, das wär schon was! da beneide ich dich schon etwas drum.
    den hund müsstest du aber noch etwas besser abrichten, damit er bald auch trüffel findet 😉 oder hast du uns diese vorenthalten?
    ♥ monika

    • Antworten Andrea 29. Oktober 2018 at 18:06

      Das mit den Trüffeln haben wir auch schon überlegt. Aber dafür müssten wir sie erst einmal darauf abrichten. Walnüsse schmecken ihr, die zeigt sie von sich aus an, nicht ohne Eigennutz…
      Liebe Grüße
      Andrea

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