Blogvorstellungen

Hallo, wer bloggt denn da? Anette von „Schwarzwaldmaidli“

15. Oktober 2018

Zweimal habe ich hier auf meiner neuen Blogplattform die Reihe der Vorstellungen meiner Lieblingsblogs wieder aufgenommen. Angefangen haben wir im hohen Norden bei Nic in Schottland (Schiehallion) und sind im September bei Andrea (Karminrot) im großen Berlin eingekehrt.

Ihr habt gemerkt, das Thema „Heimat“ ist einer von mehreren roten Fäden, die sich durch die Blogvorstellungen von Anfang an durchziehen. Unser Oktober-Blog trägt dies gleich schon im Titel. Von Berlin aus begeben wir uns nach Südwesten zu Anette von „Schwarzwaldmaidli“ Habt Ihr Euch schon mal auf Anettes Blog von leckerem Backwerk in Versuchung führen lassen? Oder  Interessantes, Sehenswertes und die  herrliche Natur des Schwarzwaldes mit dem „Schwarzwaldmaidli“ erkundet?

Hallo und Salli liebe Anette!

1 Erzählst Du uns ein bisschen von Dir? Was machst Du so, wenn Du nicht bloggst?

Gerne, ich heiße Anette,  30 Jahre alt, bin fast mein halbes Leben mit dem Papa vom kleinen Mann zusammen und unsere Heimat ist ein kleines Barockstädtchen am Rande des Schwarzwalds. Ich mag es gerne ordentlich, trinke keinen Kaffee, kann auf Anhieb rückwärts einparken, liebe die gefrorene Sahne unter dem Spaghettieis, bin Bauchschläferin und Frühaufsteherin, schreibe gerne Listen, und spreche Dialekt.

Von Beruf bin ich Erzieherin und arbeite in Teilzeit an vier Vormittagen in einer Kindertagesstätte. Wenn ich nicht arbeite und blogge, dann hat mich der (Mama) Alltag doch fest im Griff. Da warten der Haushalt und der Garten auf mich und einzelne Trotzphasen des kleinen Mannes werden gemeistert. Außerdem treffe ich mich gerne mit Freunden und das Fotografieren hat auch einen Platz in meinem Leben.

 

2 Wie hast Du zum Bloggen gefunden und worüber bloggst Du am liebsten? Spontan oder geplant?

Angefangen hat alles 2012 mit der Wohncommunity von SoLebIch.de . Dort habe ich einige schöne Wohnideen und Homestorys von Bloggern gefunden, die dort ihren Blog auch verlinkt hatten. Über den Winter 2012/2013 kam dann vermehrt der Gedanke auf, dass ich doch auch einen Blog veröffentlichen könnte und so ging es dann im Februar 2013 los. Seither blogge ich am liebsten über das Backen, den Schwarzwald mit seiner schönen Natur und seit 2015 dann auch über das Leben als Mama.

Da ich berufstätig bin und der kleine Mann mittlerweile keinen Mittagsschlaf mehr macht, bleibt mir nur der Abend zum Bloggen. Daher plane ich meine Beiträge und überlege schon Tage im Voraus, was ich bloggen könnte. Oft wird der Nachmittag oder mein freier Tag für das gemeinsame Backen mit dem kleinen Mann genutzt, um am nächsten Tag das Ergebnis zu fotografieren. Die Beiträge schreibe ich dann meist am Abend oder in einem kurzen freien Moment am Wochenende. Wenn der Alltag mich zu fest in der Hand hat, dann kann es auch leider passieren, dass ich überhaupt  nicht zum Bloggen komme und dann herrscht auch kurz Funkstille auf dem Blog.

3 Du lebst am Rande des Schwarzwaldes.
Er gibt Deinen Blog den Namen und Du berichtest auch gern über die Region.
Wie würdest Du den Begriff Heimat verorten, was bedeutet sie Dir?
Könntest Du Dir vorstellen, woanders zuleben?

Auch wenn ich oft in diesem heißen Sommer gesagt hatte, dass ich nach Skandinavien auswandern möchte, wüsste ich nicht, ob ich es wirklich tun könnte.

Denn kommen wir von einem Wochenende bei der bayerischen Oma zurück und wir verlassen die Autobahn und ich sehe von weitem die Kirche unseres Heimatstädtchen auf dem Berg stehen, dann hüpft mein Herz und ich freue mich auf unser Zuhause, auf unseren Dialekt und auf unsere badischen Speisen.

Da wo wir wohnen ging ich eine Straße weiter zur Schule, meine Großeltern haben in der Straße nebenan gewohnt, auf dem Spielplatz, den ich nun mit dem kleinen Mann besuche, habe ich als Kind schon gespielt. Gehe ich zur Buchhandlung werde ich mit Namen begrüßt, bei der Bäckerei wird gefragt, wie es dem kleinen Mann geht und beim Metzger bekommt er „ä Rädli Wurschd“ (eine Scheibe Wurst), auch wenn ich sie meist essen darf. 😉 Das ist für mich Heimat. Wo mich die Menschen verstehen, wo ich mich nicht verstellen muss, wo Menschen sind, die ich mag und sie mich mögen.

 

4 Was würdest Du uns für eine Reise in den Schwarzwald empfehlen?
Hast Du ein paar Geheimtipps und Lieblingsstellen für uns?

Empfehlen würde ich das Kinzigtal mitten im Schwarzwald, mit vielen schönen Anziehungspunkten, die zum Teil dem entsprechen, woran jeder beim Schwarzwald denkt: Bollenhut, Kirschtorte und Kuckucksuhr. Nicht nur das gibt es dort, sondern auch eine tolle Natur mit vielen Wandermöglichkeiten, die wir auch gerne nutzen.

Eine Lieblingsstelle oder Geheimtipps habe ich nicht. Schließlich ist jeder Winkel im Schwarzwald sehr schön. 😉 Wir verbringen unsere Zeit gerne bei uns im heimischen Wald, fahren aber auch gerne mal zum Wandern auf den Kandel oder auf den Schauinsland oder nach Freiburg um ein bisschen Großstadtflair zu genießen.

5 Du bist 2015 Mutter geworden. Wie hat Dich das Muttersein verändert?

Spontan würde ich sagen, dass es mich nicht verändert hat. Wenn ich aber ganz tief in mich hineinhöre, dann wird mir bewusst, dass ich mich mit dem kleinen Mann tagtäglich in Geduld übe. Und für mich als Widder im Sternzeichen ist es doch manchmal schwer, ruhig und geduldig zu bleiben.

Auf jeden Fall hat mich das Muttersein verändert, wenn ich an die Frage denke, wie ich bzw. wir leben wollen. Seit der kleine Mann auf der Welt ist, überdenken wir z.B. unsere Essensgewohnheiten. Wir versuchen so viel wie möglich regional zu kaufen oder einiges an Gemüse  auch selbst anzupflanzen. Seit ein paar Wochen steht auch das nachhaltigere Leben im Mittelpunkt. Wie können wir unseren Müll reduzieren? Wir achten auch viel mehr auf Inhaltsstoffe die z.B. in der Kosmetik verwendet werden.

6 Die vielen Blogthemen aus dem Bereich der Natur lassen vermuten, dass Du ein sehr naturverbundener Mensch bist.
Was bedeutet die Natur für Dich? Wie versuchst Du die Liebe zur Natur in Deinem Kind zu wecken?

Freude, Erholung und Ruhe….

Wenn ich an die Natur denke, kommen mir die Gerüche in den Kopf: Moos im Wald, der Duft nach frischem Heu, ein Sommerregen.

Ein Leben ohne wechselnde Jahreszeiten kann ich mir gar nicht vorstellen. Im Frühling das zarte Grün entdecken, im Sommer die Blitze am Himmel beobachten, durch das raschelnde Herbstlaub laufen und im Winter, den knirschenden Schnee unter den Füßen hören.

Seit der kleine Mann auf der Welt ist gehe ich ja bei fast jedem Wetter mit ihm raus. So hat er schon als Kleinkind am Wegesrand die kleine Blüte entdeckt, die Störche auf dem Rathausdach gehört, ist in Regenpfützen gesprungen oder hat die vorbeiziehenden Wolken am Himmel beobachtet. Ich versuche ihm auch als Vorbild die Liebe zur Natur zu wecken und zeige ihm die Schönheiten der Natur. Zusammen schauen wir uns auch oft Bilderbücher an, die Naturthemen beinhalten, blättern darin und sprechen darüber. Außerdem gebe ich ihm auch die Freiheiten, die die Natur bietet und er darf einfach Kind sein. Die Natur mit den Händen erleben, sich dreckig machen, auf Holzstämmen klettern, im kalten Bach stehen, in der Erde wühlen, ….

7 Oft verführst Du uns auf Deinem Blog mit wunderbar leckeren Kuchen- und anderen süßen Rezepten.
Verrätst Du uns dein Lieblingsrezept? Was hingegen würdest Du nie essen oder kochen wollen?

Mein Lieblingsrezept? Puh, schwierig! Ich mag ja sehr gerne einfache und schnelle Rührkuchen. Da esse ich lieber ein Stück Marmorkuchen und lasse das Tortenstück stehen.

Beim Essen bin ich recht schneikig (wählerisch), denn da gibt es einige Dinge, die ich nicht mag. So wird es nie Tomaten, Bohnen oder Rosenkohl auf meinem Teller geben. Oder so herzhafte Dinge, wie Blutwurst oder Schwartenmagen bzw. Presswurst. Und da ich nicht so gerne koche, koche ich eh nur dass, was mir schmeckt. J

 

8  Wie und wo tobst Du Dich kreativ aus?

Wenn das Bloggen für das kreative Austoben gemeint ist, dann eindeutig auf meinem Blog. Denn für weiteres fehlt mir die Zeit. Und leider überleben meine selbstgebastelten Dinge auch nicht sehr lange. Da schwirrt nämlich ein kleiner Wirbelwind umher, der gerne meine Deko abräumt.

9  Bei welchen Blogs klopfst Du regelmäßig an die „Tür“?

(Werbung da Nennung anderer Blogs, Personen und Verlinkungen)
Natürlich bei dir. Und dann gibt es da noch ein paar Mamabloggerinnen, die ich gerne besuche. Wie z.B. Saskia von a lovely journey, Anna von Eltern vom Mars oder Lena von Montiminis. Außerdem lese ich gerne bei Jutta von siebenVorsieben und bei Melanie von Meine grüne Wiese.

10 Wenn keiner hinsieht, dann…

esse ich auch mal mit dem Handy in der Hand mein Essen. Da ich aber meist mit dem kleinen Mann die Mahlzeiten einnehme, kommt es doch wenig vor.

11 Frage der Bloggerin, die vor Dir an der Reihe ist:
Als welche Romanfigur könntest Du Dir Dich vorstellen? Und warum ausgerechnet diese Figur?

Ich lese ja sehr gerne und tauche in die verschiedensten Welten ein. Schwierig sich da auf eine Romanfigur festzulegen.

Da ich mit den Harry Potter-Büchern meine Kindheit und Jugend verbrachte,  würde ich wohl Hermine Granger wählen. Sie war von Anfang an, eine meiner liebsten Charaktere. Es gab so viele Momente, da musste man sie einfach lieb haben, auch wenn sie hin und wieder die Streberin zeigte.

12 Welche Frage würdest Du gerne der nächsten Bloggerin, die auf meinem Blog vorgestellt wird, weitergeben?

Ein Wochenende ohne Verpflichtungen. Wie sieht das aus?

 

Danke, liebe Anette, für die freundliche Unterhaltung. Es war so nett mit Dir zu plaudern. Wir treffen uns gewiss bald wieder beim Schwarzwaldmaidli.

Im November geht die Blogreise weiter. Wohin? Werdet Ihr schon noch erfahren…

  • ninakol. 15. Oktober 2018 at 6:42

    Guten Morgen und Danke für einen weiteren Interessenten Blog!
    Liebe Grüße
    Nina

  • Astridka 15. Oktober 2018 at 9:40

    Na, das ist ja eine ganz andere Generation, da ist klar, dass die Lebenswelten so verschieden sind und zw. Uns Beiden keine könnte tinuierliche Kommunikation zustande kommt. Und da ich nicht backen kann, sind für mich immer die Bilder aus Stadt und Land bei Annette interessant. Und natürlich die Einblicke in den Alltag. Das Badische wäre es auch, aber da gibt es ja diesen Unterschied zw. Nord und Süd 😉
    Alles Gute euch Beiden!
    Astrid

  • Eva 15. Oktober 2018 at 9:53

    Guten Morgen liebe Andrea,

    kann ich alles nachvollziehen, der Schwarzwald ist ja auch ein Stück Heimat für mich habe ich lange Zeit dort immer Bekannte in Unterlengenhardt besucht. Nicht sooo weit davon habe ich lange auch gewohnt.

    Aber Heimat ist etwas, das ist etwas, das ist man zuhause und ich würde mich auch nirgends anders wohlfühlen , als hier.
    Meine auch, dass im älteren Semester das Heimatgefühl noch stärker ist. Deshalb zieht es mich auch nicht mehr soviel in die weite Welt hinaus.

    Ich bin ein Württemberger aber bei den Badener fühle ich mich auch wohl, wenngleich es hier immer Diffenzen geben soll, denke aber, dass das immer auf den einzelnen Menschen ankommt.

    Mit lieben Grüßen Eva

  • mano 15. Oktober 2018 at 17:49

    anettes blog kenne ich bisher gar nicht, aber kuchen zieht mich magisch an und marmorkuchen ist auch mein liebster!
    liebe grüße
    mano

  • Birgitt 15. Oktober 2018 at 19:13

    …obwohl ich Anettes Blog schon lange lese, konnte ich doch Neues erfahren…schön auch die Bilder zum Text…

    liebe Grüße Birgitt

  • Schwarzwaldmaidli 15. Oktober 2018 at 20:36

    Vielen lieben Dank, dass ich Gast bei dir sein durfte.
    Liebe Grüße
    Anette

  • Nicole/Frau Frieda 16. Oktober 2018 at 16:11

    Da haben wir direkt eine Gemeinsamkeit, liebe Anette. Bei Jutta und Melanie lese ich auch sehr gerne 😉 Warum ich noch nie bei Dir war, ist mir allerdings ein Rätsel. Dabei beschäftigen uns dieselben Thema. Heimatliebe, Natur & unsere lieben Kleinen. Schön. Vielen Dank für die schöne Vorstellung, liebe Andrea. Es war mir ein Vergnügen. Euch beiden einen lieben Gruß in den sonnigen Tag. Herzlichst, Nicole