Bücher

Rückblick auf meine Februar-Bücher

26. Februar 2021

unbezahlte und unbeauftragte Werbung da Nennung von Namen und Buchtiteln

Der Februar ist ein richtiger Schmöker-Monat gewesen – so spannende Bücher! Kein Wunder, dass ich bereits mehrere davon ausführlicher vorgestellt habe. Wie in jedem Monat habe ich im Rahmen meines Jahresprojekts auch wieder ein älteres Buch aus dem Regal gezogen und neu gelesen. Davon werde ich am 1. März berichten.
Fangen wir gleich mit einer Neuerscheinung an, auf die ich schon sehnlichst gewartet habe.

Matt Haig: „Die Mitternachtsbibliothek“

Jedes Buch bietet dir die Chance, ein anderes Leben auszuprobieren, das du hättest leben können. Die Chance zu sehen, wie alles gekommen wäre, wenn du andere Entscheidungen getroffen hättest…

S. 41

Nachdem die junge Nora verzweifelt beschlossen hat, ihrem Leben ein Ende zu setzen, findet sie sich in einem merkwürdigen Zwischenzustand wieder. In einer Bibliothek, in der alle Uhren konstant auf Mitternacht stehen, bietet sich ihr nun die Möglichkeit zu püfen, wie ihr Leben verlaufen wäre, wenn sie andere Entscheidungen getroffen hätte. So manche davon hat sie im Nachhinein bedauert. Schlägt sie eines der Bibliotheksbücher auf, kann sie schauen, ob sie auf einem anderen Lebensweg glücklicher geworden wäre, indem sie in diese Existenz eintaucht.

Mich hat die Idee hinter dem Buch fasziniert. Es ist sehr spannend und einfühlsam geschrieben. Neben der wunderbaren Geschichte liefert es so manchem Denkanstoß fürs eigene Leben sowie etliche philosophische Gedankengänge.

Natsu Miyashita: „Der Klang der Wälder“

Diesen eher stillen feinen japanischen Roman über einen jungen Klavierstimmer habe ich hier bereits ausführlich vorgestellt.

Natalie Jenner: „The Jane Austen Society“

Diesen Roman habe ich auf meinem Ebook-Reader in Englisch gelesen. Ein bisschen erinnert er tatsächlich an eine Geschichte von Jane Austen.
Im kleinen Dorf Chawton hatte Jane Austen mit ihrer Mutter und Schwester die letzten 8 Jahre bis zu ihrem Tod 1817 verbracht. Genau in diesem kleinen Dörfchen verbinden sich kurz nach dem 2. Weltkrieg die Lebenslinien von einer kleinen ungewöhnlichen Gruppe von Menschen. Gemeinsam ist ihnen die Liebe zu Jane Austens Werken. So begeben sich der u.a. der Landarzt, die junge Witwe, der Landarbeiter, das Hausmädchen, die berühmte Filmschauspielerin ans Werk, das bedrohte Vermächtnis der geliebten Autorin Jane Austen zu retten. Sie müssen dabei nicht nur gegen äußere Widerstände kämpfen, sondern vor allem auch mit eigenen Traumata, Verlusten und Tragödien.

Jenny Jägerfeld: „Mein geniales Leben“

Ein Jugendbuch, das mich total begeistert hat, weshalb ich es hier ausführlich für Euch rezensierte.

Susanne Abel: „Stay away from Gretchen. Eine unmögliche Liebe“

Von diesem Roman erhielt ich ein Rezensionsexemplar. Es wird erst am 18. März erscheinen, so dass ich auch erst Mitte März meine Rezension hier vorstellen darf. Was ich aber schon mal sagen möchte: ich dürft Euch auf ein total tolles, spannendes Buch freuen. Geballte Zeitgeschichte! Für mich war es mein Highlight dieses Monats, ganz großes Kino.

Thomas Hettche: „Pfaueninsel“

Dieser Roman wird mich noch bis zum Wochenende begleiten. Vielleicht komme ich dann zu einem endgültigen Fazit, denn so ganz zu packen vermag er mich noch nicht. Allerdings hat er mich veranlasst, ein bisschen in der Geschichte jener Zeit herumzustöbern.

Die Begegnung mit der preußischen Königin Luise kurz vor deren Tod 1810 im Gebüsch auf der Pfaueninsel wird die kleinwüchsigen Geschwister Marie und Christian ein Leben lang prägen. Denn die spontane königliche Reaktion auf ihren „Zwergenwuchs“ ist erschreckend.
Der Roman begleitet das ganze Leben dieser kleinwüchsigen Geschwister, die als Teil des Hofes auf dieser königlichen Pfaueninsel nahe Potsdam leben. Das kuriose Leben der empfindsamen Marie lässt die Leser*innen eine Epoche voller Veränderungen miterleben.

Auch die Pfaueninsel, der Geschichte allein schon höchst interessant ist, verwandelt sich mit dem zeitgenössischen Gartenbau zu einer Menagerie. Die wiederum offenbart den damaligen Blick auf die Natur, Ästhetik und die Menschenwürde. Ein spannender Blickwinkel den Hettche hier gewählt hat.

verlinkt bei den Februarbüchern im Karminroten Lesezimmer

  • nina. aka wippsteerts 26. Februar 2021 at 19:45

    Du warst wirklich fleißig! Und schön, dass Du so viel gute und schöne Schmöker gefunden hast. (die Mitternachtsbibliothek habe ich mir in der Stadtbücherei bereits reserviert)
    Hoffe, Du findest auch im März wieder gute Bücher
    Liebe Grüße
    Nina

  • Nicole/Frau Frieda 27. Februar 2021 at 5:20

    Die Bücher in mitten des Schnees zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht, liebe Andrea. „Die Mitternachtsbibliothek“ werde ich mir genauer anschauen. Danke für die schöne Vorstellung! Herzlichst, Nicole

  • Nanni 8. März 2021 at 11:40

    Wie findest du die Jane Austen Society? Ich war etwas enttäuscht – hab während des Lesen immer darauf gewartet, wann es richtig anfängt…
    Die Pfaueninsel klingt interessant – bist du zu einem abschließenden Ergebnis gekommen und kannst es empfehlen? Danke für die interessante Liste!
    Liebe Grüße
    Nanni

    • Andrea 8. März 2021 at 12:53

      Hallo Nanni,
      bei der Jane Austen Society ging es mir so wie Dir.
      „Die Pfaueninsel“ hat mich nicht wirklich gepackt. Gut geschrieben, aber trotzdem nicht so Meines..
      Liebe Grüße
      Andrea

      • Nanni 8. März 2021 at 21:00

        Hmm, vielleicht schau ich in die Pfaueninsel mal rein, wenn die Bücherei wieder offen ist…
        Liebe Grüße
        Nanni