Wochenrückblick

Letzter Wochenrückblick des Jahres

26. Dezember 2020
Keine Schneeflocke in einer Lawine
wird sich je verantwortlich fühlen.

Voltaire (1694-1778)

Meine Weihnachtswoche

GEWORFEN: Ab und an einen Blick hin zu den schneebedeckten Bergen. Die Grenze dorthin ist wieder etwas dichter geworden.

GESCHMÜCKT: den kleinen Tannenbaum

GESKYPT: mit den Tochterfamilien dies- und jenseits des Atlantiks. Sonst war unser Weihnachten ja eher zweisam.

GEHALTEN: Abstand.

GELACHT: als die Schafe sich voller Erstaunen dem Lockenhund zuwendeten. Sie fragten sich wohl, warum dieses schwarze Schafe da an der Leine einen Mantel und einen Schal tragen muss. Ob es wohl zu spät geschoren worden ist?

GELASSEN: die Kamera meist daheim, weil es sich bei dem fiesen nasskalten grauen Wetter auch wirklich nicht lohnte, sie mitzunehmen.

GELAUFEN: auf meist einsamen Waldwegen oder am frühen Morgen über die auch einsamen Felder

GEFALLEN: wenigstens ein paar zarte Schneeflöckchen

GEROLLT: eine Coronalawine über das Land. Und jeder fühlt sich so wenig verantwortlich wie Voltaires Schneeflocke wie es scheint…

GEWUNDERT: hat sich wohl der Lockenhund, warum ihn die Schafe wieder so anglotzen und sich kein Stück vor ihm fürchten.

unbezahlte und unaufgeforderte Werbung da Nennung von Namen und Titeln

GELESEN: Von diesem Zeitreiseroman hatte ich mir eigentlich mehr versprochen Sandra Newman: „Himmel“.
Derzeit lese ich gleich drei vollkommen unterschiedliche Bücher parallel. Hubert Klausmann: „Kleiner Sprachatlas von Baden-Württemberg“ erfreut die Germanistin in mir.
Monika Gruber und Andreas Hock treffen mit „Und erlöse uns von den Blöden“ gerade die allgemeine Stimmung in der Gesellschaft. Und wenn man ein bisschen lachen kann beim Lesen, entspannt das auch.
Damit noch etwas Literarisches den Ausgleich bringt, habe ich noch Benjamin Myers: „Offene See“ begonnen.

GESCHAUT: mit viel Freude die norwegische Serie „Weihnachten zu Hause /Hjem til jul“ . Was habe ich gelacht. Nur zu empfehlen, auch nach Weihnachten.

GESPIELT: zwei neue Spiele, die auf dem Weihnachtstisch lagen: Patchwork und Azul Sintra. Mit Patchworken und Quilten kenne ich mich ja aus. Da ging auch das Brettspiel schnell von der Hand. Beim zweiten arbeiten wir uns noch durch die Spielanleitung.

GEKAUFT: Vorräte im Hofladen, der jetzt erstmal für drei Wochen die Pforten geschlossen hat.

GENÄHT: eine Cordhose für das kleine Mädchen

GEZEICHNET: eine Piratenkarte einer Schatzinsel für das Homeschoolingthema „Kartenkunde und Orientierung“

GEBRACHT: feine Möhrchen für die Esel.

GEFREUT: dass alle Päckchen und Pakete an die Familie heil und pünktlich angekommen sind. Auch die vielen bestellten Sachen wurden pünktlich geliefert. Toll.
Über die feinen Geschenke und lieben Worte und Gedanken.

GENERVT: dass ausgerechnet das Geschenk für den Liebsten trotz der angegebenen Lieferzeit noch nicht mal abgeschickt wurde. Ausgerechnet bei einem Laden, der immer mit seiner Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit wirbt.
Da fand ich es korrekter, dass andere Shops eine deutliche Deadline und ehrliche, verlässliche Lieferzeiten angegeben haben. Dann weiß man wenigstens, woran man ist und kann sich damit abfinden, dass ein Geschenk erst nach den Festtagen kommt.

GEÄRGERT: über Gedanken- und Rücksichtslosigkeit mancher Mitmenschen. Darüber, dass meine alte, kranke Tante in Sachsen einen Hausbesuch von einem Arzt bekam, der keinen Mund-Nasen-Schutz trug. Argh… !!!!

GESUCHT aber noch nicht gefunden ein neues Motiv für die 12tel-Blick-Fotoaktion im kommenden Jahr

GEDACHT: an all die vielen Coronaerkrankten und die tatkräftigen Menschen in Krankenhäusern, Pflegeheimen u.v.a. Einrichtungen

GEHOFFT: dass es dem Mann der lieben Berliner Andrea (Karminrot-Blog) endlich wieder besser geht!!!

GESTIEGEN: gleich auf den Hügel, als sich morgens Sonnenstrahlen ankündigten.

Das Wochenende

wird vermutlich so faul wie die Weihnachtsfeiertage. Kein Besuch, dafür viele Bücher und Spiele. Auch dem Hund geht es wieder besser (toitoitoi), so dass er gern bespaßt werden möchte.

Gerade ist die Zeit der Rauhnächte. Habt Ihr Vorkehrungen getroffen, Bräuche gepflegt z.B. ausgeräuchert (möchte man ja in diesem Jahr besonders ausgiebig) , Wünsche aufgeschrieben und verbrannt oder ähnliches?

Heute komme ich mal später zu Andreas Samstagsplausch/Blog karminrot und freue mich über jedes gute Nachricht von dort.

  • Astridka 26. Dezember 2020 at 13:35

    In Erwartung einer besonderen Überraschung ( ich muss noch Betten beziehen ) nur ein ganz flotter Gruß! Schön See und Berge bei dir bewundern zu können! Ja, deinen Ärger verstehe ich. Den einen unserer Wahlverwandten, der im Pflegeheim um seine geschätzten Alten gekämpft hat, hat es nun auch erwischt. Und der Partner muss trotz alledem weiter ran, denn es sind kaum noch Menschen zum Versorgen da. Jetzt haben wir das, was in anderen Ländern auch passiert ist. Die ständige Beweihräucherei durch das Thema Impfstoff lenkt prima von diesem Thema ab.
    Bleibt weiterhin vor- und um- und rücksichtig!
    Herzlich
    Astrid
    Grade kommt dein Kommentar herein!!!

  • nina. aka wippsteerts 26. Dezember 2020 at 13:59

    Was für schöne Bilder Du doch zeigst, obwohl die Kamera oft daheim bleibt. Hier wird auch gechilled, wie die „Kinder“ das eher nennen. Deinen Serien Vorschlag habe ich auch wieder geschaut. Lustig und gefühlvoll und so schön anders.
    Habt weiter so gute Tage!
    Herzliche weihnachtliche Grüße
    Nina

  • Ivonne 26. Dezember 2020 at 19:07

    Hallo Andrea,
    komisch, dass auch der Lockenhund eine besondere Beziehung zu Schafen hat … unser Hannes findet diese Tiere seeeeeehr gefährlich und äußerst bösartig. Als junger, kraftstrotzender Labrador wollte er mal an einem Schaf schnuppern. Langsam näherten sich Schaf- und Hundenase an und „pitsch“ ….. machte der Labi einen Satz und quietschte vor Schreck. Im Umdrehen machte es wieder „pitsch“ und erneut quietschte der Hund. Was war passiert? Er war einmal mit der Nase und einmal mit dem Popo an den Stromzaun gekommen. Seither sind Schafe die böööööööösesten aller Weidetiere!
    Ob ich mich nochmal am 12tel Blick versuche? Ich glaub schon. Mal überlegen, welches Motiv ich nehmen könnte. Auf jeden Fall würde ich schon mal eine Festbrennweite draufschrauben. Dann hab ich nicht so ein Problem mit der Einstellung (nur Blende aufschreiben) und fertig 🙂
    Vielen Dank für die liebe Karte. Ich freue mich schon aufs kommende Jahr und die vielen schönen Posts.
    Liebe Grüße
    Ivonne

  • Magdalena 26. Dezember 2020 at 19:08

    Schöne Bilder! Vor allem das Panoramabild hat es mir angetan. Tja, man kann sich über manches Verhalten nur wundern. Schön, dass es dem Lockenhund besser geht. Dir wünsche ich eine schöne und entspannte Jahresrestzeit.
    Magdalena

  • niwibo 26. Dezember 2020 at 19:39

    Letzter Rückblick und direkt schaut mich so ein süßes Schaf an.
    Das ist ein wunderbares Foto liebe Andrea,
    Und wie ich gelesen habe, hattet Ihr trotz aller Umstände ein schönes Weihnachtsfest.
    Gerade habe ich die erste Staffel von Weihnachten zuhause geschaut, morgen geht es mit der Staffel weiter.
    Eigentlich wollte ich heute Abend schon das Rätsel des letzten Gastes an der Türe lösen, aber der Herr des Hauses möchte jetzt Fußball schauen, grins.
    Dir wünsche ich nun einen kuscheligen Abend, hier wartet nun ein Buch auf mich, lieben Gruß
    Nicole

  • Ursula 26. Dezember 2020 at 19:50

    Hallo Andrea,
    die Schafe so schöne Fotos. Und die anderen ach. Entspannte Resttage für dieses Jahr.
    LG
    Ursula

  • Pia 26. Dezember 2020 at 22:35

    Genau so ein Foto habe ich diese Woche an die Freunde in der Ferne von unserem Hausberg gesendet. Ich habe schon lange keine Schafe mehr bei uns gesehen. Schön wie das Schwarze Schaf über Zuckert ist.
    Wünsche dir ein paar ruhige Lesestunden.
    L G Pia

  • illy 27. Dezember 2020 at 9:19

    Hallöchen,
    bei uns waren die Feiertage ähnlich.
    Wenn ich das bei Dir so zusammengefasst lese, war dann doch einiges los. Und klingt ganz entspannt.
    Ich wünsch Dir einen schönen Sonntag..
    Liebe Grüße
    illy

  • kleiner-staudengarten 27. Dezember 2020 at 12:52

    Ach, die Fotos von den Schafen und Eseln sind so süß und der Lockenhund ganz stylisch und so farbenfroh „gekleidet“…wie schön, dass es ihm nun besser geht.
    So anders und kontaktreduzierter dieses Weihnachtsfest auch war, umso mehr werden wir hoffentlich im nächsten Jahr die Besuche in der Weihnachtszeit genießen und zu schätzen wissen.
    Ich wünsche dir gemütliche und gesunde Resttage im Jahr 2020 – lieben Gruß, Marita

  • Ein Garten in der Steiermark 27. Dezember 2020 at 16:45

    Der Lockenhund ist ja sehr süß – mir scheint, es wäre ihm so kalt wie meinem Hund, der auch so leicht friert. Der andere, der aus dem sonnigen Süden kommt, macht die Kälte nichts aus… Deine Fotos sind sehr schön – sie gefallen mir sehr. Ich mag Schafe und Esel sehr gern…

  • swig – filz felt feutre 27. Dezember 2020 at 18:37

    Danke für den herrlichen Winterausflug, liebe Andrea!
    Man möchte hineingreifen, in den dicken Schafspelz!
    Liebe Grüße und gute letzte 2020er Tage!

  • Andrea Karminrot 29. Dezember 2020 at 8:04

    Vielleicht sollte ich auch noch die Hütte räuchern und die Wünsche verbrennen. Wäsche wasche ich jedenfalls gerade nicht. Diesen Aberglauben praktiziere ich schon mein Leben lang.
    Im Moment freue ich mich an den Hunderunden mit dem Quirl meiner Eltern. Denn sie schaffen keine großen Runden mehr. Aber Schafe, Esel oder ähnliches treffen wir in unserem Forts nicht.
    Danke für all deine guten Gedanken,
    Andrea

  • verfuchstundzugenäht 29. Dezember 2020 at 16:47

    Der Hundeblick!!! Haha! Ich hau mich ab!
    Ja, auch ich suche noch. Aber ich bin mir sicher wir finden was!
    Wie wärs wieder mal mit einem Weitblick. Ich würd mir dein Bergpanorama – ob sichtbar oder nciht – monatlich seeeeehr gerne ansehen!

  • Rosa Henne 29. Dezember 2020 at 21:19

    Ach, liebe Andrea, ich habe deinen Rückblick mit den wundervollen Fotos wieder sehr genossen!!!
    Schön, dass es auch dem Lockenhund wieder besser geht.
    Wünsche euch schon mal einen guten Rutsch und grüße herzlich!
    Ingrid