Monatsmotto Pflanzenwelt Sommer

Meine Gartenlieblinge im Juni

28. Juni 2019

In der Enge unseres heimatlichen Gartens kann es mehr Verborgenes geben als hinter der Chinesischen Mauer.

Antoine de Saint-Exupéry  (1900 – 1944)

„Ab in den Garten!“

So lautet ja mein Monatsmotto im Juni.  Allerdings war das in der vergangenen heißen Woche nur morgens früh und am Abend möglich. Unser Garten ist sehr, sehr klein. Da passt kein großer Schatten spendender Baum hinein. Unseren einzigen großen Baum, die geliebte Ölweide, mussten wir ja auf Geheiß der Gemeinde abholzen. Jetzt müssen die vielen Bienen, Hummeln und wir halt sehen, wie  wir ohne sie weiterleben (Pscht: sie hat wieder ausgeschlagen… nicht weitersagen…!).

Heute zeige ich Euch meine Gartenlieblinge des Juni. Es sind einige Pflanzen neu dazu gekommen.

Eine neue zweite Kletterrose war im Gespräch als ich eher durch Zufall in der Gärtnerei, die bald ihre Tore schließt, auf diese Schönheit gestossen bin.  Ich war gleich in „Penny Lane“ verliebt. Sie passte gerade so eben in mein Auto, dafür aber perfekt in den Garten.

 

unbezahlte und unaufgeforderte Werbung da Nennung von Buchtitel

Nachdem keine Schwalben mehr an der Nordseite unseres Hauses nisten (vermutlich und verständlicherweise können sie den Anblick der hypermodernen Neubauten dort nicht ertragen), fühlt sich wenigstens Familie Meise bei uns wohl. Es ist so herrlich, sie vom Sitzplatz aus zu beobachten.
Viele Infos haben wir aus  dem Buch von Andreas Tjernshaugen: Das verborgene Leben der Meisen entnommen.

 

Im Garten des Berghauses wachsen so viele wilde Fingerhüte. Solche wollte ich auch im heimischen Garten haben. Endlich sind sie hier eingezogen. Irgendwie erinnern sie mich immer an das irische Märchen vom Fingerhütchen, das zu meinen Lieblingsmärchen gehört.

 

Mein Rosenbäumchen „Leonardo da Vinci“ blüht diesen Sommer auch wieder sehr üppig. Rosen sind mir in den letzten Jahren immer stärker ans Herz gewachsen.

 

Meine Kräuter wachsen meist in Töpfen: verschiedene Salbeiarten, Thymian, Rosmarin, Majoran, Quendel, verschiedene Pfefferminzen, Bohnenkraut etc.. Die Zitronenmelisse ist heuer im Garten riesig geworden, der Borretsch hingegen muss sich derzeit nach dem letzten heftigen Regenfällen erholen.

 

Von den Brombeeren, die im wilden Gebüsch verflochten, wachsen, bekommen wir nicht viel mit. Unsere Vogelschar, vornehmlich die frechen Spatzen, werden sie fleißig abernten. Sie finden eh, dass wir gerade mal nützlich sind, um das Ganzjahresfutter ins Vogelhaus zu streuen. Ansonsten wäre das ja ihr Garten.

Pläne

zu schmieden, macht ja auch Spaß. Eine Rose darf im Herbst noch dazu kommen. Im Juni tendiere ich zur dieser hier („Ghislaine de Féligonde“). Mal sehen…

Ich habe Brot gekauft und habe rote Rosen geschenkt bekommen:
Wie glücklich bin ich beides in meinen Händen zu halten!

Kitahara Hakushu (1885 – 1942)

Der Oleander setzt zur reichlichen Blüte an, die Tomaten wachsen endlich der Sonne entgegen.  Meine Aubergine und die Jalapenos lassen auch auf Ernte hoffen. Das ist meine Vorfreude im Juni. So ein Garten ist doch was Herrliches, auch wenn er sooo klein ist.

Danke für Eure Führungen durch Eure eigenen oder öffentliche Gärten, Gartentipps, Insprirationen und Anregungen. Ich hab viel Neues und Interessantes mitgenommen, u.a. eine Liste, was im Laufe des Jahres im Garten ansteht. Schaut doch mal bei den Beiträgen rein!

Bis Sonntag bleibt die Verlinkung des Monatsmottos „Ab in den Garten!“ noch offen.

6 Kommentare

  • Antworten Centi 28. Juni 2019 at 11:19

    Das mit der Weide war wirklich bitter… aber immerhin wachsen die Dinger ja ziemlich schnell nach!
    Und ja, genau sehen die Spatzen das mit den Besitzverhältnissen wohl! 🙂

  • Antworten Mandy 28. Juni 2019 at 12:12

    Wunderschöne Gartenfotos, hier würde es mir auch sehr gefallen, ein hübsches Plätzchen im Schatten die Beine hoch und den Feierabend genießen… klasse! Dazu die Meisenfamilie im Blick, so schön.
    Meine Lieblinge sind Fingerhut, Rittersporn und Akelei – aber auf Dauer will sich nichts von alledem bei mir halten. Evtl. ist es in den vergangenen Jahren einfach zu trocken gewesen…

    Ich wünsche Dir schon mal ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße von der Insel Rügen, Mandy

  • Antworten Claudia 28. Juni 2019 at 15:27

    Liebe Andrea,
    herrlich sind Deine Gartenlieblinge!
    „Ghislaine de Feligonde“ ist eine wunderschöne Rose :O) Sie durfte gerade auch bei usn einziehen, als wir die Terrasse ein wenig verschönert haben :O)
    Hab noch einen schönen Freitag und ein fröhliches und wunderschönes Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

  • Antworten kleiner-staudengarten 28. Juni 2019 at 19:59

    Hallo Andrea,
    auch ein kleiner Garten kann ein Juwel sein…wie schade, dass der schattenspendende Baum „gegangen wurde“.
    Bei wenig Fläche muss halt die dritte Dimension ;-)) unbedingt ausgenutzt werden und so habe ich die GdF als Trauerstamm im Beet stehen. Sie ist eine tolle Rose, total gesund und sehr blühfreudig.
    Ich wünsche dir viel Freude in deinem kleinen Gartenparadies.
    Lieben Gruß, Marita

  • Antworten Mascha 28. Juni 2019 at 20:16

    Glückwunsch zur neuen Rose und: das Meisenfoto ist einfach klasse! Ja, auch kleine Gärten sind Paradise und sie machen nicht gar so viel Arbeit… das denke ich oft, denn meiner ist ja auch nicht grosz , aber als ich noch Mutters Garten pflegte – (inzw. nur noch Mutter selbst, ihren Garten schaffe ich dann nicht auch noch).
    Lavendelblauduftgrüsze für ein schönes, nicht zu heiszes WE
    Mascha

  • Antworten Schwarzwaldmaidli 5. Juli 2019 at 10:11

    Schön, dass bei euch eine Meisenfamilie nistet. Leider sind bei uns alle drei Nistkästen leer geblieben. Und dabei fliegen so viele Vögel im Garten.
    Schade, dass der Baum weichen musste. Dürft ihr dann vielleicht einen neuen Baum pflanzen?
    Liebe Grüße
    Anette

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