Wochenrückblick

Sechs unmögliche Dinge vor dem Frühstück

29. Dezember 2018

”Das kann ich nicht glauben!” sagte Alice.

”Nein?” sagte die Königin mitleidig  ”Versuch es noch einmal: tief Luft holen, Augen zu…”

Alice lachte. ”Ich brauch es gar nicht zu versuchen,” sagte sie.
”Etwas Unmögliches kann man nicht glauben.”

”Du wirst darin eben noch nicht die rechte Übung haben”, sagte die Königin.
”In deinem Alter habe ich täglich eine halbe Stunde darauf verwendet.
Zuzeiten habe ich vor dem Frühstück bereits bis zu sechs unmögliche Dinge geglaubt.”

(Lewis Carroll, aus: Alice hinter den Spiegeln)

 

Meine Weihnachtswoche


GEDACHT:
dass es eine feine Übung für das neue Jahr wäre, mir jeden Morgen vor dem Frühstück sechs unmögliche Dinge vorzustellen und daran zu glauben.  Meinte nicht auch der verrückte Hutmacher zu Alice : „Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet“…  
Auf jeden Fall hält es das Gehirn flexibel, fördert die Kreativität und die Bereitschaft, sich auf neue Ideen einzulassen und die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Genau, das werde ich machen ! (Abnehmen und mit dem Rauchen aufhören, wären eh keine geeigneten Vorsätze für jemanden, der nie rauchte und gerade acht Kilo abgenommen hat…)

GENOSSEN: den Besuch der lieben jüngsten Tochter mit Freund und Hund. Wir hatten eine so schöne Zeit!

GELACHT: über den Minihund, der den großen, lockigen Kumpel gut im Griff hat.

GEFÜTTERT: mit mitgebrachten Möhren die drei langohrigen Freunde

GEFAHREN: zum Supermarkt morgens am 24, und gleich wieder umgekehrt, weil nicht nur der Parkplatz, sondern sämtliche Nebenstraßen vollgeparkt waren. Wir hatten aber (bis auf die Avocados) alles im Haus und sind nicht verhungert. Tatsächlich hat alles bis heute gereicht…

GEFEHLT: hat mir die Sonne. Hier am See herrschte meist das Grau vor. Zeitweise deckte sich der See mit einer dicken wattigen Decke zu (siehe oben, ja, unter dieser Decke liegt der See…) und mummelte sich ein.

GEGLAUBT: (noch vor dem Morgenkaffee) dass uns Außerirdische besuchen wollen, als aus dem dicken, dichten Grau über dem See sich plötzlich eine Art Scheinwerferlicht auf die Wasseroberfläche senkte (siehe unten. In der Realität war der Kontrast noch stärker. Ein bisschen gruselig…)

(unbezahlte und unaufgeforderte Werbung durch Nennung von Namen und Titel)

GELESEN: Chloe Benjamin: „Die Unsterblichen“. Vier Geschwisterkinder wird ihr jeweiliges vermeintliches Todesdatum genannt. Welchen Einfluss nimmt dies auf ihr Leben und ihre Persönlichkeit. Ein interessantes Thema und eine spannende Umsetzung.
Momentan lese ich parallel Bas Kast: „Der Ernährungskompass“ und Donna Tartt: „Der Distelfink“.
Mal schauen, ob mir der Ernährungskompass noch etwas Neues zu erzählen hat, nachdem ich mich schon länger mit dem Thema befasse.

GENÄHT: nichts. Aber ein Wollmützchen liegt schon zugeschnitten auf dem Nähtisch.

GESCHAUT: angesichts der Dezemberlämmchen, die fröhlich über die Wiese hopsten. Kein Schaf ängstigte sich wegen des Lockenhundes, der artig neben mir am Zaun stand. Irgendwie sieht er doch einem Schaf zu ähnlich…

Heute werden wir uns auf dem Wochenmarkt und im Bio-Supermarkt wieder mit Frischem eindecken. Hoffentlich wird es nicht so extrem voll. Schließlich nahen ja ein Wochenende, Brücken- und Feiertag …

Morgen werde ich mit Euch zum letzten Mal in diesem Jahr meine zwei Fotostandorte für die 12tel-Blick-Aktion besuchen. Habt Ihr dieses Jahr auch teilgenommen oder Euch vorgenommen, 2019 mit von der Partie zu sein?

Wir treffen uns heute bei Andreas (Karminrot-blog) letztem Samstagsplausch des Jahres.

  • eva 29. Dezember 2018 at 6:58

    Guten Morgen liebe Andrea,
    das sind ja goldige Bilder. Guten Morgen ihr lieben Tierchen.

    Die Sonnen kommt bei uns zeitweilig raus, aber ich habe keine Zeit für sie, wir sind am umziehen und renovieren.

    Rauchen, ich habe noch nie geraucht, also muß ich mir das auch nicht abgewöhnen und abnehmen, das ist nicht das Problem, das geht gerade von selbst beim arbeiten. 🙂

    Beim 12-tel Blick mache ich im nächsten Jahr mit und zwar mit einem Baum, den möchte ich beobachten.
    Dein Buch von den Pinguinen wurde für micht bestellt, aber ich werde es wohl selbst noch kaufen. Die Bilder sprechen schon alleine für sich.

    Ein gutes neues Jahr für dich und einen lieben Gruß Eva

  • Ein Garten in der Steiermark 29. Dezember 2018 at 8:07

    Was für tolle Bilder – süss sind die Esel und der Hund 🙂 Schön, dass Du eine tolle Zeit hattest. LG

  • Nicole/Frau Frieda 29. Dezember 2018 at 8:16

    Wie schön, dass Deine jüngste Tochter an Weihnachten da war, liebe Andrea. Samt Freund und Hund – wie wunderbar! Die kleinen Lämmchen sehen ja allerliebst aus.. Wie gut, dass es heuer nicht so kalt ist. Und bei Dir ist es grau in grau? Auch bei uns scheint heute nicht die Sonne. Leider. Gestern war so ein wunderbarer Morgen. Klirrend kalt und sonnig. Ich wünsche Dir ein wunderschönes letztes Wochenende in 2018. Drücker, Nicole

  • Jutta K. 29. Dezember 2018 at 8:49

    Hat sich schön gelesen, dein Samstagsplausch !
    Gut , dass du an den 12tel Blick erinnerst, ich will auch mal wieder daran teilnehmen.
    Aber ich brauche noch ein Motiv dazu.
    Komme gut ins neue Jahr rüber.
    Sei lieb gegrüßt von
    Jutta

  • Ursula 29. Dezember 2018 at 10:18

    Das sind ja tolle Bilder und ja hier auch verstopfte Straßen vor den Supermärkten. Aber bei uns hat es auch gereicht das Essen,.
    Ich war heute schon auf dem Wochenmarkt und im Bioladen und bin eingedeckt bis über das Neue Jahr.
    Ein schönes neues Jahr.
    Ursula

  • nic 29. Dezember 2018 at 10:57

    There’s a starman waiting in the sky, he’d like to come and meet us but he thinks he’d blow our minds…Gestern schien die Dezembersonne auf Edinburgh Castle, heute bläst uns der Sturm um die Ohren – Schottland. Ich hole jetzt die Familienzeit nach die ich während der Weihnachtswoche in der Arbeit verbracht habe. Ein schönes Wochennede wünsche ich Dir. ♥nic

  • Pia 29. Dezember 2018 at 12:39

    Also vor dem Frühstück kann ich selber nicht klar denken, daher auch keine unmöglichen Dinge. Aber im laufe eines Tages begegnet man so vielen unmöglichen Dingen. Eigentlich eine gute Idee diesen Dingen etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Gibt es nicht das Sprichwort nichts ist unmöglich!
    Das Grau müssen wir noch ein paar Tage aushalten, aber mit der Sonne im Herzen kommt man auch ganz gut über die Runden.
    Wünsche dir einen guten Rutsch, möge das neue Jahr dir wohlgesinnt sein.
    L G Pia

  • Varis 29. Dezember 2018 at 12:55

    Direkt vo den Feiertagen zum Supermarkt ist keine gute Idee. Für die meisten Leute bricht vor Feiertagen der Notstand aus und sie müssen sich mit Überlebensvorräten eindecken. Immerhin hatten die Geschäftebganze zwei Tage zu. Wenn das kein Grund zur Panik ist, weiß ich auch nicht.
    Die drei Eselchen sind ja wirklich allerliebst 🙂
    LG, Varis

  • Buchbahnhof 29. Dezember 2018 at 16:12

    Hallo liebe Andrea,
    Dezemberlämmchen habe ich ja noch nie gesehen. Sehr süß, die Kleinen. Gut, dass es nicht so extrem kalt ist in diesem Jahr. Da würden sie mir schon ein bisschen leid tun.
    Wir sind am Mittag des 24. doch noch zum Supermarkt, obwohl wir uns vorgenommen hatten, es nicht zu tun. Es war echt Chaos, aber da wir selbst total entspannt waren, da wir Zeit eingeplant hatten, ging es erstaunlich gut.
    Ich wünsche dir einen guten Rutsch in ein gesundes und glückliches Jahr 2019!
    LG
    Yvonne

  • Regula 29. Dezember 2018 at 17:41

    Unmöglich oder möglich ist eine Frage der Perspektive. 🙂 Liebe Grüsse zum Jahresende an dich von mir.

  • Martina 29. Dezember 2018 at 19:33

    Der süße Minihund scheint also auch den Spruch des Hutmachers gelesen und umgesetzt zu haben?
    Danke für die so schönen Aufnahmen immer und die tollen Buchtips.
    Liebe Grüße und einen guten Jahresabschluß und ganz viel Gesundheit und Glück allen zwei- und
    vierbeinigen Familienmitgliedern, Martina (Ich lese gerade „Das Vogelhaus“)

  • Andrea Karminrot 30. Dezember 2018 at 16:59

    Der Minihund ist aber niedlich… Nicht meine Lieblingsrasse, aber manchmal brechen sie mein Herz auf.
    Den Distelfink habe ich letztes Jahr auch gelesen. Oder vorletztes? Ich mochte dieses Buch sehr. Wie gefällt es dir?
    Meinen 12tel Blick lasse ich auch nachher noch von der Leine. Wohin ich nächstes Jahr blicke, weiß ich allerdings noch nicht.
    Einen guten Rutsch
    Andrea

  • Judika / Margot 31. Dezember 2018 at 14:07

    Liebe Andrea,
    Dein Post enthält so viele Anregungen, über die ich nun nachdenke.
    Am 1. Weihnachtsfeiertag gab es bei mir nach über anderthalb Jahren endlich wieder ein Mutter-und-alle-4-Söhne-Treffen. Ganz bewusst hatte ich entschieden „nur“ einen vegetarischen Eintopf zu kochen und zwar schon 1 Tag vorher, die Zutaten konnte ich ganz entspannt einige Tage vorher einkaufen.
    viele Grüße Margot

  • niwibo 1. Januar 2019 at 17:22

    Hallo liebe Andrea,
    müssen es unbedingt sechs Sachen sein?
    Ich glaube, ein unglaubliches Teil fordert mich schon ganz schön heraus.
    Aber ich probiere es… mach doch Dein Monatsmotto draus!
    Du hattest eine schöne Woche und zum Glück habe ich hier gestern und an Hl. Abend noch einen Parkplatz gefunden.
    Dir einen guten Start in ein frohes und gesundes 2019,
    lieben Gruß
    Nicole

  • Schwarzwaldmaidli 5. Januar 2019 at 20:12

    Den Distelfink habe ich auch schon mal gelesen. Ich bin gespannt, wie du das Buch findest.
    Wie man liest, hattest du eine schöne Weihnachtswoche.
    An Silvester war bei uns viel mehr los. Da gab es rings um die Einkaufsmöglichkeiten nur Stau und nichts ging. Und überwiegend sah man französische Autokennzeichen.
    Liebe Grüße
    Anette