Monatsmotto Natur Tierwelt

Wie können wir den Schmetterlingen helfen?

10. August 2018
Ihr möchtet die bedrohten Schmetterlinge in irgendeiner Form unterstützen?

Wenn ihr einen Garten habt, dann verzichtet auf den Zierrasen.  Sät Wildblumen, schaut Euch auf FloraWeb die Hitliste der Schmetterlingspflanzen an und sucht Euch die passenden für Euren Garten aus (Diese Seite stammt vom Bundesamt für Naturschutz).

Lasst wenigstens einen Teil des Gartens ein wenig verwildern. Brennnesseln und Klee beispielsweise bieten Schmetterlingsraupen Nahrung. Ihr habt dann auch eine Ausrede, warum ihr den Garten im Herbst nicht perfekt aufräumt. Denn in lockeren Reisig- und Laubhaufen oder vertrockneten Blütenständen finden Schmetterlinge ein kältegeschütztes Winterquartier.

Kohlweißlinge

Steht Euch „nur“ ein Balkon zur Verfügung, dann könnt ihr in den Balkonkästen und -töpfen bienenfreundliche Blumen säen und pflanzen, wie Ringelblumen, Petunien, Fetthennen. Auch die Küchenkräuter (z.B. Salbei) erfreuen die Schmetterlinge. Geranien geben nur wenig Nektar. Auf Pestizide solltet ihr auf jeden Fall im Garten und auf dem Balkon  verzichten.

Natürlich kann man auch den nächsten verwilderten Grünstreifen mit einer  Wildblumenmischung aufwerten. Saatbomben sind mittlerweile überall zu bekommen.

 

Perfekt ist es, wenn ihr Bio- und regionale Lebensmittel kauft und Honig beim örtlichen Imker erwerbt. Damit unterstützt ihr eine schmetterlingsfreundliche Landwirtschaft.

Habt ihr einen guten Kontakt zum örtlichen Landwirt oder der Gemeinde? Unsere Gemeinde bepflanzt und sät auf öffentlichen Flächen vielfach schon schmetterlingsfreundliche Blumen. Vielleicht könnt ihr erreichen, dass an Wegrändern so lange wie möglich Brennesseln und Disteln stehen gelassen werden.

Eastern Tiger Swallowtail (papilio glaucus)

Habt Ihr noch mehr Ideen? Dann schreibt sie in den Kommentar oder verfasst gleich einen Beitrag auf Eurem Blog und verlinkt ihn unter meinem Monatsmotto Schmetterling.  Das wäre toll!!

Übrigens: die Fotos vom Östlichen Tigerschwalbenschwanz und des Nachtfalters hat mir meine Tochter ganz frisch aus Vermont geschickt.

 

  • nic 10. August 2018 at 7:52

    Oh, und der allererste ist ein weibliches Landkärtchen Sommer 🙂 ♥nic

  • Astridka 10. August 2018 at 14:25

    Ich werde immer neidisch, wenn ich all die Falterfotos im Netz bzw. in den Blogs sehe, denn hier bei uns sieht es mau aus, aber sowas von…
    Ich kontrolliere schon seit Jahren die Brennnesselränder an Straßen, Wegen, Bahnstrecken hier in der Stadt und ich finde schon lange keine Raupen oder Anzeichen von Raupenfraß mehr, geschweige den die schönen heimischen Falter. Am Nahrungsangebot kann es alleine nicht liegen, am Gift auch nicht, denn das wird vom Grünflächenamt nicht verwendet, da wird nur mit Handarbeit gemäht. Es muss noch andere Gründe für das Verschwinden geben
    .
    Übrigens ist der Falter auf dem erste Vermontfoto sicher kein Pfauenspinner/hyalophora cecropia, denn deren Unterzeichnung sieht ganz anders aus. Auch faltet dieser Spinner seine Flügel anders ( schau mal bei Wikipedia:https://de.wikipedia.org/wiki/Hyalophora cecropia ). Es ist eher ein Falter der großen Familie der Arctiinae (Bärenspinner), die auf diese Weise ihre Flügel falten. Genauer bestimmen kann man sie, wenn sie sich auf ihr „Darunter“ schauen lassen, das meist intensiv Rot oder Golden ist. Auch der pelzige Halskragen spricht für ein Exemplar dieser Familie.
    Der Braune Bär /Arctia caja hat auch eine beeindruckende Flügelspannweite, allerdings nie so wie die Pfauenspinner.

    Tut mir leid, dass ich da wieder den Hobbyentomologen raushänge, aber gelernt ist gelernt. Die intensive Beschäftigung in den 1970er Jahren hat was gebracht. In jener Zeit habe ich auch das Wiener Nachtpfauenauge gezüchtet, auch so ein großer Verwandter von Hyalophora cecropia. Es war eine sehr beeindruckende Erfahrung über eine lange Zeit.

    • Andrea 10. August 2018 at 14:42

      Liebe Astrid!
      Danke für die Info, die muss ich dann mal meiner Tochter weitergeben. Sie hat ja das Tier im Original im Garten gehabt und einen Bestimmungsversuch unternommen.
      Immer wieder spannend und man lernt stets was dazu. Sonst wäre das Leben ja langweilig.
      Liebe Grüße
      Andrea

  • Ulrike 10. August 2018 at 16:03

    Liebe Andrea, vielen Dank für die Einladung, mein Taubenschwänzchen bei dir zu verlinken, mach ich gleich gerne.
    Schmetterlinge machen für mich den Sommer, und ich bin jedes Jahr ganz glücklich, wenn ich den ersten dann flattern sehe und halte immer Ausschau nach einer Sorte, die noch nicht in meinem Falterfotoordner steckt.
    Richtig gut, dass du hier noch einmal darauf aufmerksam machst, wie einfach es doch für jeden ist, etwas für unsere schönen, immer seltener werdenden Insekten zu tun! Ich habe ja nur einen Balkon, aber vor 2 Jahren ein Stück Erde vor unserem Mehrfamilienhaus urbar gemacht, wo ich nur insektenfreundliche Blümchen aussähe… wird gut besucht und sieht dazu noch wunderschön bunt aus.
    Liebe Grüße Ulrike

  • verfuchstundzugenäht 10. August 2018 at 19:21

    Ja! Unoerfekt ist einfach besser!

  • Nicole/Frau Frieda 11. August 2018 at 6:17

    Sie sind weg, Andrea. Sie sind alle verschwunden. Nur einige Weißlinge trudeln noch hitzetrunken durch den Garten. Ich bin tieftraurig. Was für ein schlimmer Sommer. Wespen, Grillen und Weißlinge. Mehr gibt es nicht zu zählen. Da helfen auch keine Brennnesselbeete und keine Wasserstellen. Hoffen wir hatten wenigstens die Raupen genug zu fressen… Ganz liebe Grüße, Nicole

  • Birgitt 11. August 2018 at 14:21

    …bei mir ist es auch so wie bei Nicole, liebe Andrea,
    ich sehe im Garten keine Schmetterlinge mehr außer ein paar Kohlweißlingen…sonst waren sie doch im August immer am Schmetterlingsflieder, da ist gar nichts mehr los…so schade,

    liebe Grüße Birgitt

  • Schwarzwaldmaidli 11. August 2018 at 20:26

    Wir haben dieses Jahr auch wieder einige Wildblumen ausgesät. Aber die Hitze hat wohl die Schmetterlinge vergrault.
    Seit Tagen ist da nicht mehr viel los…. So schade!
    Liebe Grüße
    Anette

  • Nova 23. August 2018 at 3:58

    Das erste Mal eine „Entfaltung“ eines Monarchen hier im Schmetterlingshaus gesehen, war für mich klar dass ich sowas auch gerne im Garten sehen würde. Somit habe ich mich sogleich auf die Suche nach den Seidenpflanzen gemacht und sie eingesetzt.

    Im letzten jahr schon Glück dass ich die Verpuppung so wie auch die Entfaltung beobachten konnte ist es in diesem jahr auch wieder geglückt. Die Pflanzen sind danach zwar total abgefressen aber das macht mir gar nichts. Im Gegenteil, ich habe sie ja für die Monarchen geholt. Zudem erholen sich die Pflanzen auch wieder.

    Ansonsten auch andere „Blumenspender“ für andere Schmetterlinge im Garten lasse ich zudem auch viel an Rändern und Co stehen, einfach damit sich die Insekten und Co wohlfühlen. Finde ich hier sowie so schön dass es noch viel Natur für die Fauna gibt. Es ist einfach wichtig.

    Gerne mit dabei habe ich mich verlinkt und danke dir für den Hinweis.

    Liebe Grüsse

    N☼va