Eye Poetry Genähtes Kreatives

Eye Poetry – „Elin ist mein Zuckerpüppchen“

31. Juli 2018

Ja, ich gebe es zu, ich habe mit dieser Ausgabe der Eye Poetry ein bisschen getestet, ob das Interesse wirklich noch vorhanden ist. Ich ahnte, dass das Gedicht vermutlich nicht jeder/m liegt. Aber ich hatte gehofft, dass ihr die Worte mit in den Alltag nehmt und eine Stelle findet, wo ihr  vielleicht anknüpfen könnt, Euch die Inspiration packt.
Schauen wir mal, wer sich das zugetraut hat: Eye-Poetry # 15 (Linkparty)

Es sind Sprachmelodie, die Laute, das liebevolle Fließen der Worte, das Dahinplätschern zärtlicher Bilder, die mich zu dem Gedicht von I. Holmström hingezogen haben.

Manchmal muss man eben mal den Kopf abschalten, der tiefe Weisheiten und Interpretationsansätze in Gedichten sucht. Vielleicht saß Dichter Holmström einfach nur mit einem kleinen Kind oder einem Feinsliebchen im Arm in der Sonne und sang liebevoll eine Melodie und zärtliche Worte, die sich zu diesem Gedicht verbanden.

Versucht es doch mal in so einer Stimmung zu lesen und stellt Euch ein wonniges Baby oder Kleinkind im Arm vor:

Elin ist mein Hochzeitssüppchen,
Elin ist mein Sonntagshut,
Elin ist mein Zuckerpüppchen,
Elin ist mein höchstes Gut,
Elin ist mir Freud‘ und Wonne,
Elin ist mein Zobelpelz,
Elin meine Welt und Sonne;
Tal und Berg und Meer und Fels.

Elin är min byxäcksklocka,
Elin är min russinstrut,
Elin är min sockerdocka,
Elin ist mein höchstes Gut,
Elin är min fröjd och gamman,
Elin är mitt sobelskinn,
Elin är mitt allt tillsamman,
alltihop är Elin min.

Israel Holmström (1660 – 1708)

 

Idee:

Etwas Weiches, Leichtes, Luftiges, Heiteres, Lustiges sollte gegenständlich entstehen. Vielleicht waren es „Zobelpelz“ und „Zuckerpüppchen“, die den Ausschlag gaben und das Bild einer kleinen Puppe auftauchen ließen.  Ein Baby oder Kleinkind bekommt beim Kosen und Spielen die kleine weiche Puppe in den Arm und plappert bald die Verse mit, für diese kleine Mini-Elin.

Material

Fein kardierte Rohwolle zum Füllen, Schlauchverband, weicher bunter Nickistoff für den Anzug und Mütze, hautfarbener Trikotstoff für das Gesicht und Fäuste, rotes und hellbraunes Stickgarn für Augen und Mund, freilassender Gesichtsausdruck

Die Technik kannte ich noch von früher, da ich meinen Kinder damals Puppen aller Größen selber genäht hatte. Unten seht Ihr die Rohlinge mit (bereits bezogenem) Kopf und Rumpf

Der Vorname Elin ist in Skandinavien ein sehr beliebter Mädchenname, in Bulgarien wird er an Buben vergeben, also lassen wir ihn jetzt mal als geschlechtsneutral durchgehen.

Nach Abschluss der Eye-Poetry-Akton werden die beiden „Zuckerpüppchen“ auf ganz große Fahrt (äh, Flug) gehen und dem lieben Baby zugeführt. Zusammen mit Holmströms Gedicht, versteht sich, und mit der Hoffnung, dass die Eltern sofort in Holmströms Worte einstimmen.

Morgen treffen wir uns beim neuen Monatsmotto wieder! Bis dann, ich freue mich schon!!

 

  • frau nahtlust 31. Juli 2018 at 6:23

    Ach, liebe Andrea, das sind ganz herzige Zuckerpüppchen und ich bin sicher, sie werden nach dem Flug herzlich gerne in die Arme geschlossen (sofern das schon geht), vermutlich eher angeknabbert und angesabbert 😉 Schön, wie du einen Begriff herausgenommen hast. Gefällt mir gut, und das Geschlechtsneutrale ist eh viel besser. Schön, dass ich mit Elin nun neben Andrea und Simone einen weiteren Namen kenne, der in dem einen Land weiblich, im anderen Land männlich ist. Danke erneut für die Eye Poetry. Ich bin auch beim Monatsmotto gerne dabei, sofern möglich und passend. Lieben Gruß. Susanne

  • ninakol. 31. Juli 2018 at 6:36

    Guten Morgen!
    Wenn ich die beiden Püppchen sehe, passt sofort Alles! Zu knuffig, knuddelig.
    Muss ja gestehen, dass ich zu den Leuten gehörte, die ihr Problem mit dem Gedicht umsetzen hatte.
    Und dann ist es einfach im Sommer versackt.
    Aber bin auf s nächste Thema gespannt.
    Liebe Grüße
    Nina

  • nic 31. Juli 2018 at 8:37

    😀 Süß. Und für Frau Nahtlust hätte ich noch Evelyn, Lindsay, Kim, Sam, Jamie,….die sind sogar im selben Land beides. ♥nic

  • nic 31. Juli 2018 at 16:26

    Ach, liebe Andrea, ich nehme das wie es kommt – die Entwicklung hat mich nicht überrascht und ich sage den „Inquisitoren“ was zu sagen ist, an den Fakten kann niemand was ändern. Ich hatte ja weniger damit zu tun aber meine Kolleginnen gehen gerade durch schwere Zeiten, eine bekommt gar anonyme Drohungen per SMS mit Erpressung und allem, da muß das nun so. Das können wir nicht weiter „eitern“ lassen…zwei von Vieren mit handgreiflichen „Übergriffen“ und die dritte wird gemobbt? Nein , basta. ♥nic

  • Andrea 31. Juli 2018 at 22:34

    Wie wunderschön und wirklich passend zu dem Gedicht deine Zuckerpüppchen sind!!!
    Und ich finde es gut, dass du sie nicht gleich aufgibst, die Eye Poetry! Ich mag sie sehr deine Aktion. Nur diesesmal war für mich das Drumherum zu viel. Und ich habe mir vorgenommen, mich nicht mehr so unter Druck zu setzen…
    Ganz liebe Grüße Andrea

  • Astridka 31. Juli 2018 at 23:39

    Ich bekenne, das Gedicht hat mich gar nicht angesprochen, aber die Püppchen schon. Und ich kann mir vorstellen, was dir beim Puppenmachen durch den Kopf gegangen ist.
    Alles Liebe!
    Astrid

  • :: Heidrun 1. August 2018 at 12:17

    Süß… herzig zum Knuddeln.

    Ein herzlicher Sonnengruß… von Heidrun

  • Rosi 3. August 2018 at 19:21

    zauberhaft deine weichen Schmusepüppchen
    das Gedicht klingt wirklich sehr leicht und weich
    ich kann es kaum mit mit einem Trauergedicht in Verbindung bringen
    und schon gar nicht mit einem Hund 😉
    ups..
    jetzt hab ich Tante Google ein paar mal kreuz und quer gejagt 😀
    es gibt wenig zu dem Dichter zu finden
    aber das Gedicht ist NICHT das für den Hund so wie ich erst verstanden hatte 😉
    bei einer Übersetzung aus dem Schwedischen stand etwas von einer Zauberin Elin
    das ganze Gedicht habe ich leider nicht gefunden
    hätte mich auch einmal interessiert

    liebe Grüße
    Rosi

  • Andrea Karminrot 3. August 2018 at 22:16

    Mir fiel einfach nichts ein. Aber mein Hirn ist auch in warme Watte gepackt. Vielleicht wieder beim nächsten mal.
    Aber die Zwei sind süß. Dem Monstermädchen wurde eine solche Puppe zur Geburt geschenkt. Ich habe die noch immer.
    Lieben Gruß
    Andrea

  • mano 7. August 2018 at 13:54

    leider konnte ich wg urlaubs, fuß und hitze nicht teilnehmen. ich fand das gedicht aber ganz entzückend und hab es mir ein paarmal laut aufgesagt – so ein schöner singsang!
    ich finde es schade, dass du in der sidebar keinen eye-poetry-button mehr hast. vielleicht ist das auch ein grund, warum nur so wenige teilgenommen haben und/oder einfach nicht mehr dran gedacht haben. aber es ist sicher auch der urlaubszeit geschuldet. schön, dass du erstmal weitermachst, denn ich hatte immer sehr viel freude daran!
    deine elin-püppchen sind ganz bezaubernd und werden sicher heiß geliebt werden.