Farben Wochenrückblick

Augusthitze {32. KW}

9. August 2026

“Je weniger Talent sie haben, desto größer ist ihr Stolz, ihre Eitelkeit und ihre Arroganz.
All diese Verrückten finden jedoch andere Verrückte, die ihnen applaudieren.”

Erasmus von Rotterdam ( ca. 1466-1536, aus ‘Lob der Torheit’ 1509)

Die “Verrückten” hat es offensichtlich schon immer und überall gegeben, doch mithilfe der sozialen Medien potenzieren sich die Folgen und Ausmaße.
Für den seelischen Ausgleich mache ich wieder einen kleinen Rückblick mit etwas Farbtherapie. Manchmal wird Lila mit  psychischer Kraft assoziiert, mal schauen ob es für ein paar Minuten hilft…

Draußen in der Natur wie auch im Garten war doch allerlei Lilafarbenes zu entdecken wie diese kleinen Glockenblumen, die bei uns gleich in mehreren Kübeln und Töpfen zu finden ist.

Ein eher besorgniserregendes Erlebnis ist zu sehen, wie wenige Wasser im See ist. Manche Hobbykapitäne mit größeren und tieferliegenden Booten, müssen ihre Kähne schon aus dem See ziehen, weil sie kaum noch Stege erreichen können. Da ist es doch schon einfacher, ein kleines Bötchen zu fahren…

Unterwegs zu einem Arzttermin in der Stadt habe ich extra einen schattigeren Umweg durchs Paradies (alter Stadtteil) genommen. Da schaue ich mir auch immer gerne die alten Häuser und Gärten an. Klar, habe ich auch Fröhliches und Lilafarbenes hinter den Zäunen gesehen .

Hier fand ich das Gitter echt schön, den Steingarten doch sehr betrüblich und das Schild … interessant. Immerhin, noch stand kein Rad dran (aber ich hab dort auch noch nie eines gesehen, da sich gegenüber Abstellplätze befinden).
Ach ja, meinen städtischen 12tel-Blick-Fotostandort konnte ich auch noch einen Besuch abstatten.

Gelesen habe ich einen ganz berührenden Band kleiner Kurzgeschichten von der Ukrainierin Olena Sachartschenko: “Bloß nicht bellen”. Herzerwärmend schreibt sie Geschichten über schicksalhafte Begegnungen, über die Flucht aus dem Kriegsgebiet, über Rettungen und tiefe Gefühle. Eines ist allen Kurzgeschichten gemein: es tauchen verschiedenste Tiere auf, im Zentrum, am Rande, bildhaft. Mir hat es zudem wieder vor Augen geführt, was ich in vielen Beiträgen in den Medien mitbekommen habe, wie tief die Verbundenheit der Ukrainer*innen zu ihren Tieren ist. Jedenfalls kann ich dieses kleine Büchlein absolut weiterempfehlen.
Dazu habe ich auch ein Webfundstück mit einer feinen Rezension zu diesem Buch. Auf diesem Blog hole ich mir gerne Hinweise zu interessanten Büchern aus und zu Osteuropa.

Neben dem Nähen (zu heiß!!) gehört ja das Fotografieren zu meinen Hobbys. Und da ist es mir diese Woche endlich mal wieder geglückt, einem Zitronenfalter ganz nahe zu kommen.

Die Grüne Minze am Bachlauf blüht gerade so herrlich helllila! Hier kommen wir auf unserer derzeitigen schattigen Morgenrunde täglich vorbei.

An einem ausnahmsweise etwas kühleren Morgen haben Pixie und ich uns zum Biberteich getraut, um meine Monatsfotos dort vor der nächsten und übernächsten Hitzewelle einzufangen. Tatsächlich blühen die lilafarbenen Wasserhyazinthen noch, obwohl der Wasserspiegel auch hier deutlich gefallen ist.

Am Samstag haben wir Brombeeren gepflückt und nebenbei ein paar genascht. Was für ein süßer, fruchtiger Genuss. Mit der Ernte und weiteren Früchten wurde dann Marmelade gekocht. Perfekt für mein Bingofeld in der nächsten Woche.

Einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

Verlinkt bei Antetannis Sonntags-Top-Sieben und niwibo sucht lila

  • Astrid Kahmen 9. August 2026 at 9:00

    Erasmus trifft den Nagel auf den Kopf….
    So viel Lila begegne ich gar nicht wie du, liegt sicher an der großstädtischen Begrenztheit. Mein fotografischer Blick ist auch eher auf anderes gerichtet.
    Hab einen schönen Sonntag!
    Astrid

  • niwibo 9. August 2026 at 10:53

    Schöne lila Fundstücke liebe Andrea,
    besonders gut gefallen mir die Wasserhyazinthen, aber auch der Zaun, der unter Denkmalschutz steht.
    Vielleicht ist dahinter das Kiesstück einfach angelegt, weil da nichts Richtiges wachsen kann? Oder weil es für die Bewohner einfacher zu pflegen ist. Wer weiß es schon,… wenn ich hier in manche Vorgärten schaue, graust es mich, aber nicht wegen des Kies, sondern wegen der Ungepflegtheit aus Wucher und Unkraut. Das schaut auch nicht immer schön aus.
    Nun wünsche ich Dir eine weitere schöne lila Woche, lieben Gruß
    Nicole

  • Centi 9. August 2026 at 13:05

    Ich hab neulich was auf YT gesehen, wo ein Tierarzt im Kriegsgebiet in der Ukraine Tiere (und Menschen) versorgt… ich war auf Einiges gefasst, aber das war echt krass. Leute, die auf engstem Raum ohne Licht und Wasser in Kellern hausen, Hunde mit Geschosssplittern im Körper – und es hört und hört nicht auf.
    Tja, bei uns vertrocknet alles, aber immerhin haben wir Frieden. Noch.
    LG
    Centi

  • Anita 9. August 2026 at 20:18

    Schöne Fotos und auf das Paradies freue ich mich auch schon, ich schlendere dort auch gerne herum, die Häuser anzuschauen ist immer wieder schön. Nächstes und übernächstes Wochenende werde ich in da sein, ich freue mich schon sehr. Vor allem auf den Garten von Hermann Hesse, den wir besuchen möchten.
    Liebe Grüße
    Anita

  • Pia 10. August 2026 at 15:14

    Ja jetzt können die Kursschiffe nicht mehr alle Häfen anfahren und wie weiter man dem See hinunter fährt desto prekärer wird es. Vom blühenden Pfefferminz stelle ich immer gerne einen Zweig in meine Blumensträusse, das verströmt einen wunderbaren Duft. In fremde Gärten schaue ich auch immer gerne, manchmal sind die sogenannten ungepflegten noch schöner.
    L G Pia