Bücher

Rückblick auf meine März-Bücher

29. März 2021

unbezahlte und unbeauftragte Werbung, da Nennung von Namen und Buchtiteln

Meine Märzbücher sind eindeutig hundelastig. Ob ich mit dem Welpen im April groß zum Lesen komme, bleibt auch fraglich. Auf jeden Fall hat er noch nicht versucht, Bücher anzunagen. Toitoitoi!

Kat Menschiks und des Diplom-Biologen Doctor Rerum Medicinalium Mark Beneckes Illustrirtes Thierleben (Illustrierte Lieblingsbücher, #9)

Dieses feine kleine Büchlein verlockte mich schon aus rein optischen und haptischen Gründen. Die Abbildungen auf dem Cover sind tastfreundlich erhaben, der Buchschnitt und das Lesebändchen schwarz. Alles ein bisschen magisch. Die Illustrationen von Kat Menschiks sind eine wahre Augenweide.

Aus den humorvollen und auch skurrilen Tiergeschichten von Mark Benecke habe ich so manches Interessante und Lehrreiche mitgenommen. Auf jeden Fall haben sie mich wunderbar unterhalten.

Cho Nam-Joo Kim: „Jiyoung, geboren 1982“

Dieser Roman hat in Südkorea Massenproteste ausgelöst. Warum?
Er verschmilzt die fiktionale Erzählung über das Leben einer junge Frau und ein Sachbuch über die Rolle der Frau in Südkorea miteinander. Jiyoungs Leben als Mädchen ist von Kindesbeinen an geprägt von der traditionellen Frauenrolle in ihrem Heimatland. Aus ihr gibt es scheinbar kaum ein Entkommen und endet für sie in Frustration und einer Persönlichkeitsstörung.

Ähnlichkeiten mit immer noch alltäglichen Erscheinungen bei uns wie Frauenfeindlichkeit, -abwertung, festgefahrenen Rollenbildern, Sexismus und Chanchenungleichheit u.v.m. sind überdeutlich. Ein sehr lesenswertes Buch!


Fiona Mozley: „Elmet“

Schon das Cover verrät, dass „Elmet“ den Leser in finstere Bereiche mitnimmt. Für Daniel und Cathy hat der normale Alltag aufgehört, als ihr Vater John sie in die Einsamkeit eines Waldgebietes mitnimmt. Mit bloßen Händen baut der riesenhafte Mann, der sein Geld mit illegalen Boxkämpfen verdiente, ein Holzhaus. Auch wenn er den Kindern erzählt, das Grund würde ihnen zustehen, tauchen plötzlich brutale und skrupellose Widersacher auf. Johns Bemühen, die Gemeinschaft der Menschen um sie herum zu einen und zu stärken, ist zwar ehrenhaft, aber gefährlich.

Unwillkürlich hatte ich das Gefühl, dass auch si im alten Stil tanzten und sich auf eine Moral beriefen, die es seit dem Aufstellen jener großen Steinkreuze in Wirklichkeit nicht mehr gab und die auch damals nur in Träumen, Märchen und Sagen exisitert hat.“

S. 148

Eine sehr atmonsphärische und verstörende Geschichte über die Gesellschaft und die Bindung zwischen Kindern und ihren Eltern.
Sehr gut geschrieben, aber für mich gerade etwas zu düster.

David Edmonds: „Undercover Robot – Mein erstes Jahr als Mensch“

Was für ein Spaß! Ein wunderbares Kinderbuch für 11-14 jährige. Hier habe ich es Euch genauer vorgestellt.

Hundeerziehungsbücher:

Barbara Schöning, Martin Pietralla: „ClickerTraining für Welpen“

Informativ und sehr gut lesbar. Ich bin bei meinen früheren Hunden mit dem Clickern quer bei den Erlernen von Tricks eingestiegen. Jetzt möchte ich es von Anfang an nutzen.

Katharina Schlegl-Kofler: „Welpen-Erziehung: Der 8-Wochen-Trainingsplan für Welpen“

Auch wenn es unser vierter Welpe ist, der hier einzieht, finde ich es gut, sich an er Liste und Erinnerungspunkten gleich von Beginn an konsequent an die Erziehungsarbeit zu begeben. Derzeit entfällt ja die wöchentliche Hundeschulstunde. Dieses Buch legt ein strammes Tempo vor. Die Erklärungen sind verständlich und prägnant. Jedes Kapitel wird mit der Zusammenfassung des Wochenplans beendet. Sehr gut. Mal sehen, ob wir es schaffen.

Liane Rauch: „Hundetraining ohne Worte: Führen mit der leeren Hand.“

Handtouch und Blickkontakttraining kannte mein Lockenhund auch schon. Hier wird es zentraler und konzentrierter. Das werde ich auf jeden Fall beherzigen. Sehr schöne Übungen, die es eigentlich nicht nötig machen, mehrfach zu bemerken, wie die Autorin andere Trainingsmethoden weniger schätzt.

Claudia Schmidt: „Kurzhaarcollie – Expertenwissen Hunderassen“

Ein informativer Ratgeber über die in Deutschland eher unbekannte, aber schon über 100 Jahre alte britische Hunderasse. Die nötigen Grundinformationen sind alle enthalten, sogar noch einige Erziehungstipps. Das ist gut so, denn es gibt kein anderes deutschsprachiges Buch über diese Collierasse.

Auf dem Sofa liegen noch drei angefangene Bücher. Über die berichte ich im nächsten Monat. Diese Märzliste verlinke ich mal bei den Monatsbüchern im Karminroten Lesezimmer.

  • Astridka 29. März 2021 at 13:41

    Weiß ich jetzt bescheid: Kurzhaarcollie! Sieht ja so ein Hundemuffel wie ich nicht auf den ersten Welpenblick…
    Wird gleich gegoogelt, vielleicht begegnet mir ja mal einer im richtigen Leben.
    Weiterhin gute Unterhaltung durch den Kleinen, scheint ja abwechslungsreich zu sein.
    GLG
    Astrid