Bücher

Meine Bücherliste für den Januar

6. Januar 2021
Bücher sind einzigartige, tragbare Magie

Stephen King

unbeauftragte und unbezahlte Werbung, da Nennung von Namen und Buchtiteln

Bitte ein bisschen Magie

Nach den Feiertagen und der Zeit zwischen den Jahren falle ich meist im Januar in ein Loch. Also sinnbildlich. Auf den Fuß passe ich schon auf… Dieser Jahresanfang hat es besonders in sich.
Das Wetter ist dauergrau, die Stimmung allgemein sehr (be-)drückend. Da brauche ich unbedingt ein paar Bücher zum Abtauchen. Ich zeige Euch mal, was sich gerade bei mir so stapelt. Am Monatsende verrate ich Euch dann, wer es zum Buchliebling des Monats geschafft hat

Yoko Ogawa: „Insel der verlorenen Erinnerung“

Was für eine seltsame Insel. Dinge verschwinden auf Nimmerwiedersehen, genauso verblaßt die Erinnerung an sie im Bewusstsein der Bevölkerung. So verabschieden sie sich von den Rosen und für die meisten ist es so, als hätten nie Rosen existiert. Doch jene, die die ausradierten Dinge im Herzen und Sinn behalten, bekommen es mit der „Erinnerungspolizei“ zu tun.
Ich bin noch ziemlich am Anfang des Buches, habe aber das Gefühl, es ist existenzieller als eine Dystopie. Auf jeden Fall sehr fein geschrieben.

Yoko Ogawa: „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“

Weil mir der Roman sehr gefällt, habe ich mir ein zweites Buch der japanischen Autorin auf den Stapel gelegt. Auch hier geht es um den Verlust der Erinnung, Freundschaft und – huch – Mathematik.

Tom Barbash: „Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens“

Eine Familiengeschichte im New York der späten 70iger Jahre mit John Lennon aus imaginären Hoffnungsträger. Ein bisschen nostalgisch, mal sehen.

John Boyne: „Das Haus zur besonderen Verwendung“

Im Dezember verweilte ich ja schon in der winterlichen russischen Märchen- und Sagenwelt. Jetzt geht es aber in Russland des Jahres 1915. Dort wird der Bauernsohn Georgi durch ein Ereignis zum Leibwächter des Zarewitsch Alexej. Im Petersburger Winterpalais begegnet er auch der jüngsten Zarentochter Anastasia.
Die Welt ist im Umbruch und die Revolution steht vor der Tür.


Maggie O’Farrell: „Ich bin, ich bin, ich bin“

Maggie O’Farrells Roman „Judith und Hamnet“ hat mich Ende letzten Jahres so ungemein begeistert, dass ich unbedingt mehr von ihr lesen wollte.
Dies ist ein sehr persönliches Buch, denn Maggie O’Farrell befand sich mehrmals am Rand des Todes. Ein sehr existenzieller Blick auf das Leben an sich. Ich bin gespannt.

Tim Krohn: „Die heilige Henni der Hinterhöfe“

Nochmal eine Reise zum Anfang des letzten Jahrhunderts. Diesmal geht es nach Berlin, wo ich die kesse Henni begleite, die sich durch die turbulenten Jahrzehnte schlägt.

Was steht für Euch auf dem Programm, was lest Ihr im Januar?

Übrigens: Auch Andrea in Berlin hat im Karminroten Lesezimmer eine Bücherliste für diesen Januar aufgestellt.

6 Kommentare

  • Reply Sheena 6. Januar 2021 at 8:46

    guten morgen,

    Ich kenne zwar keines dieser wunderbaren Werke, wünsche dir aber viel Spass beim lesen und ja das Zitat von Stephen King ist sehr passend. Ich liebe es sogar total.
    Ich werde jetzt den Feiertag genießen und meinen Thriller weiter lesen.
    Wünsch dir einen tollen Mittwoch.

    Herzlich Sheena

  • Reply Astridka 6. Januar 2021 at 10:54

    Na was denn wohl? Biografisches! Momentan bin ich dran an einer Autorin, die Millionen von Leser*innen hatte und hat, über deren Lebensschicksal aber viel zu wenige Bescheid wissen. Dann ist wieder Lyrik dran, von einer allseits geschätzten Dichterin, die ich in diesem Monat auch noch vorstellen werde. Ansonsten ist nur die Lektüre meiner inzwischen (zu) vielen Online-Publikationsorgane drin.
    Diese erste Januarwoche geht mir auch sehr aufs Gemüt, das war sonst nie so.
    Muntern wir uns halt gegenseitig auf….
    Herzlich
    Astrid

  • Reply Friederike 6. Januar 2021 at 12:30

    Du hast recht, beim derzeitigen Dauergrau, was nicht nur das Wetter betrifft, müssen gute Bücher her!! Deine Tipps werde ich mir sicher näher ansehen. Ich lese mittlerweile das 3. Buch der amerikanischen Autorin Sue Monk Kidd, ihr Roman über Ana, eine Emanzipationsgeschichte vor 2000 Jahren in Gestalt der fiktiven Ehefrau von Jesus, hat mich sehr berührt.
    lg

  • Reply mano 6. Januar 2021 at 13:53

    da hast du dir ja wieder viel vorgenommen!! ich kann leider wg meiner augen nicht mehr so viel lesen, freue mich aber, dass ich das von dir empfohlene buch über pilze von merlin sheldrake hier liegen haben und mich so nach und nach damit beschäftigen kann.
    liebe grüße
    mano

  • Reply Ein Garten in der Steiermark 6. Januar 2021 at 15:36

    Danke für die tollen Tipps – habe mir schon viele Anregungen bei Dir geholt. Genieß Deinen Feiertag!

  • Reply nina. aka wippsteerts. 7. Januar 2021 at 2:47

    Lesen ist immer eine „Flucht nach vorne“. Und für mich auch gerade aus ähnlichen Gründen wichtig. Das wird sicher gerade fast allen Menschen, die gerne lesen mehr oder weniger so gehen. Dein Stapel ist beeindruckend, bin sehr gespannt!
    Viele Spaß und ganz liebe Grüße
    Nina

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