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Meine 12tel-Blicke im August 2020

30. August 2020

Keck planscht da das Wassergeflügel und ahnt, dass es durch das wuchernde Grün am Ufer nicht mit aufs 12tel-Blick-Foto geraten wird. Menno.
Aber zuerst schauen wir mal am Gondelehafen vorbei.

No. 1
Gondelehafen, Konstanz
Dienstag. 11. August 2020, 8.47 Uhr, sonnig , 20  Grad

Ein früher Termin beim Arzt beschert mir die Möglichkeit, bei meinem Foto-Standort vorbei zu schauen. Immerhin läuft mir wenigstens mal ein Mensch in angemessenem Abstand durchs Bild. Im August möchte ich Euch einmal die Skulptur zeigen, die ihr hinten in der rechten Bildhälfte, am Ende der Baumreihe seht.

 

Zunächst müssen wir uns mal auf den Weg um das Gondelbecken begeben. So, nette Ausblicke und schöne Lampen gibt es hier übrigens auch. Da hinten erblickt ihr schon das besagte Denkmal, das einem berühmten Sohn der Stadt Konstanz gewidmet ist. Die Skulptur auf dem Obelisken stellt einen Mann mit Flügeln dar, der sich gerade in die Lüfte erheben möchte.

Graf Zeppelin

Im heutigen Inselhotel (früher ein Kloster, dann eine Fabrik) auf der früheren Dominikanerinsel, unweit unseres Standortes, wurde Ferdinand Graf Zeppelin am 8. 7. 1838 geboren. Die Familie seiner Mutter, Tochter des Textilfabrikanten David Macaire d’Hogguer betrieb hier eine Textilfabrik und ein Bankhaus.

Nach seiner erfolgreichen Karriere im Militär wandte Graf Zeppelin mit 53 Jahren sein Interesse der Konstruktion eines lenkbaren Luftschiffs zu. Seine Ambitionen wurden höchst skeptisch beäugt. Oft genug hielt man seine Idee für ein Hirngespinst. Doch nach dem Patent auf seine Erfindung 1898 baute er das erste Luftschiff, das 1900 startete. Hochgeehrt starb Graf Zeppelin 1917 in Berlin.

Die nach seinem Erfinder „Zeppelin“ benannten Luftschiffe hatten danach einen wechselvollen Weg genommen.  Die Katastrophe des Zepplins „Hindenburg“ 1937 in Lakehurst/USA  läutete zunächst ein Ende der Luftschifffahrt ein. Doch seit 2001 drehen wieder Zeppeline im Passagierverkehr über dem Bodensee ihre Runden.

Die Stadt Konstanz ehrte seinen Ehrenbürger Graf Zeppelin vor genau 100 Jahren – 1920 – mit diesem Denkmal am Gondelhafen. Das Werk des Rodin-Schülers Karl Albiker fand nicht bei allen Anklang, da die nackte geflügelte Gestalt aus der Wielandsage manchen zu unschicklich war. Der Schmied Wieland war von einem König gefangen genommen worden, damit dieser ihm kostbare Schmiedearbeiten fertigt. Um eine Flucht zu verhindern, durchtrennte man Wielands Kniesehnen. Wieland rächte sich auf grausame Weise und flog davon.

Die frechen Tauben schenken dem Denkmal irgendwie etwas Leichtigkeit, finde ich…

Wie praktisch, eine Karte zur Orientierung für Touristen! Die Morgensonne hellt sie für Euch auf. Da seht ihr meinen Standort am Seeufer beim Konzil (rot).

 

Eigentlich könntet Ihr Euch jetzt hier auf einer der freien Bänke niederlassen und den Morgen genießen. Es wird recht heiß über den Tag. Da sind die morgendlichen 20 Grad doch sehr angenehm.

 

Mal sehen, was ich Euch im September vorstelle. Vielleicht die Imperia?

 

Auch zu meinem zweiten Fotostandort am See traue ich mich nicht, wenn sich das Volk bei gutem Wetter in der Ferienzeit hier tummelt.

 

No. 2
Gnadensee mit Blick auf die Reichenau und den Hegau
Donnerstag, 20. August 2020, 7.33 Uhr, noch leicht diesig, 20 Grad

Ja, ich bin ganz früh dran. Noch ist es etwas diesig. Aber die 30 Grad Marke wird auch an diesem Tag überschritten. Das wird wieder viele Leute an das Seeufer locken. Selbst am Abend treffen sich der halbe Ort und sämtliche Touristen hier unten. Also Morgenstimmung.
Der Blick nach vorn ist zugewuchert, so dass sich das Wassergeflügel tummeln kann, ohne dass es aufs Bild kommt. Beim ersten Foto oben seht ihr es aus einem anderen Blickwinkel.

Für den September habe ich mir ein Abendfoto vorgenommen. Hoffentlich klappt es!

 

Heute, am 30. des Monats. Also sammelt Eva (Blog verfuchstundzugenäht) pünktlich die 12tel-Blicke aller Teilnehmer*innen ein. Danke Eva!

11 Kommentare

  • Antworten mano 30. August 2020 at 9:04

    besonders bei deinem zweiten standort gefallen mir die sehr unterschiedlichen himmelsbilder. der graf zeppelin ist für mich auch absolut konstanz verbunden und ich finde es schön, dass die „riesengefährte“ dort immer noch am himmel zu sehen sind. ich habe nur ein-, zweimal einen hier in der gegend gesehen und war jedesmal sehr beeindruckt. der name David Macaire d’Hogguer klingt sehr interessant. mal sehen, ob sich dazu im netz etwas finden lässt und woher seine weiteren vorfahren kommen, klingt schottisch und niederländisch zugleich.
    liebe sonntagsgrüße
    mano
    mano

  • Antworten Nicole/Frau Frieda 30. August 2020 at 9:50

    Wunderschöne Bilder, liebe Andrea. Und ich würde mich sehr gerne mit Dir auf eine der Bänke setzen und plauschen. Noch scheint es ja ganz ruhig zu sein. Die Skulptur wirft sich die Frage auf, ob sie sich wirklich in die Lüfte schwingen kann. Die Flügel wirken wie Gewichte. Du hast schon recht.. die Tauben geben Leichtigkeit 😉 Dir einen ganz lieben Gruß und einen schönen Sonntag. Bei uns war es heute Morgen das erste Mal nebelig. Herzlichst, Nicole

    • Antworten Andrea 30. August 2020 at 10:42

      Stimmt, Nicole, die Flügel haben in meinen Augen auch nichts von Leichtigkeit…
      Liebe Grüße
      Andrea

  • Antworten mamimade 30. August 2020 at 10:06

    Du machst traumhaft schöne Bilder!!!!

  • Antworten verfuchstundzugenäht 30. August 2020 at 10:20

    Oh ja, ich säße gern mit dir am Bankerl und würd ein weig mit der plaudern. Das wär schön! Klar will ich mehr über die Imperia wissen!

  • Antworten nic 30. August 2020 at 10:57

    Ohhh, Zeppelin – mein kleiner Bruder saß noch in einem auf irgendeinem Fest, er war Geburtsjahr ’73. Ich hab sie selbst über dem Bodensee kreisen sehen, aber daß sie wieder Passagiere nehmen entging mir im fernen Schottland…LG ♥nic

  • Antworten Ulrike 30. August 2020 at 17:24

    … und er schaut direkt auf die Taube auf dem Flügel! Ich meine, den Rodin-Schüler in der Skulptur zu erkennen und danke für die Vorstellung Graf Zeppelins!
    Oh ja, bitte einmal Abendstimmung am See!
    Liebe Grüße – Ulrike

  • Antworten Pia 30. August 2020 at 18:41

    Ich habe noch einen Gutschein hier liegen für eine Stadtführung in deiner Stadt, bin gespannt ob ich da auch so spannendes erfahren werde. Dieses Jahr wird er sicher nicht eingelöst. Der Zeppelin streut seine Werbeluftschiffe fast täglich über unser Haus. Heute würden dir sicher nicht viele Leute vor der Kamera stehen und ein Regenfoto wär auch eine Abwechslung.
    L G Pia

  • Antworten Karin Be 31. August 2020 at 14:23

    Die Menschen, die in meinem Umfeld fehlen sind entweder am Bodensee oder bei I*KEA! Zumindest habe ich diesen Eindruck,
    Ich vermisse es dieses Jahr sehr nicht einmal am Bodensee gewesen zu sein und hoffe, es ist wenigstens für meine Lieblingsmenschen noch einmal möglich.
    So schöne Fotos!
    Viele liebe Grüße,
    Karin

  • Antworten Rosa Henne 6. September 2020 at 0:03

    Wunderschöne Fotos zum 12tel-Blick!! Auf die Bank am Ufer würde ich mich auch gerne setzen und den Sommermorgen genießen. Ja, der Bodensee muss in diesem Jahr ziemlich überlaufen sein, denn wir ich höre, sie sind am Bodensee… Aber es ist auch zu schön dort – wie es deine Bilder zeigen! Ich freue mich immer, wenn ich einen Zeppelin sehe. Vielen Dank für die interessante Geschichte.
    Wünsche dir eine wundervolle Woche – noch mit liebem Besuch, denke ich 😊!
    Liebe Grüße
    Ingrid

  • Antworten niwibo 6. September 2020 at 8:11

    Mit solch einem Zeppelin zu fliegen ist bestimmt aufregend.
    Gerne würde ich das mal ausprobieren.
    Auch Konstanz würde ich zu gerne mal wieder einen Besuch abstatten.
    Eigentlich wollte ich das im Oktober, aber der Herr im Hause hat andere Pläne.
    Irgendwann klappt es aber bestimmt mal wieder und dann schaue ich mir den Grafen aus der Nähe an.
    Dir einen schönen Sonntag, sonnige Grüße
    Nicole

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