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Meine 12tel-Blicke im Juli 2020

30. Juli 2020

Ach, irgendwie werde ich in diesem Jahr mit meinen Fotostandorten für den monatlichen 12tel-Blick nicht wirklich glücklich. In einem Pandemie-Jahr touristisch stark frequentierte Stellen zu wählen, ist alles andere als ideal . Aber wie sollte ich das am Jahresanfang ahnen? Gerade im Sommer macht sich das besonders deutlich bemerkbar.
Zum Gondelhafen traue ich mich nur am frühen Morgen.

No. 1
Gondelehafen, Konstanz
Samstag, 18. Juli 2020, 9.09 Uhr, sonnig ,  15  Grad

Sieht doch leer aus, ist er aber nicht. Aber um diese Uhrzeit kann man noch ohne Maske und mit genügendem Abstand unterwegs sein. Nachmittags wird es hier gewiss auch schon trubelig sein, denn es sind viele Touristen in der Stadt. Kein Wunder, dass derzeit in Konstanz die Infektionszahlen rasant steigen.

Die Sonne bemüht sich wenigstens um gute Stimmung und etwas Glitzer auf dem Wasser. Der Katamaran hat gerade die Imperia passiert, so dass nur noch sein Heck zu sehen ist.

 

Vom Licht her, wäre eigentlich dies der bessere Standort gewesen. Stattdessen befindet er sich neben dem rechten Baum auf dem unteren Foto. Wie man erkennt, sind schon ein paar Leute unterwegs. Das sind die ganz Schlauen…

 

Schaut mal, am Hafen hängt ein altes Bild, das den Gondelhafen in früherer Zeit schön wiedergibt. Jetzt seht ihr auch die „Gondele“.

Das ist der Blick, der sich der Imperia auf ihrem Podest bietet, wenn sie mal nicht Richtung Alpen, Schweiz oder Altstadt blickt. So schaut sie gen Seeufer des Stadtteils Petershausen mit der berühmten Seestraße. Die Imperia hat es gut, sie dreht sich ja ständig, falls nicht mal wieder der Strom ausfällt.

Schon ist mehr als die Hälfte geschafft.

 

Ans hiesige Seeufer ging ich an einem noch leicht bedeckten Morgen. Die Hinweisschilder, die um Abstandhalten baten, sind inzwischen umgetreten und mutwillig abgerissen worden. So laufen der Lockenhund und ich ein wenig Slalom, um zu unserem Fotostandort zu gelangen.

 

No. 2
Gnadensee mit Blick auf die Reichenau und den Hegau
Dienstag, 21.Juli 2020, 10.38 Uhr, bedeckt, 20 Grad

Noch ist es etwas grau und bedeckt. Witzig, das Grau fehlte bislang tatsächlich in der Sammlung auch noch. So schlecht ist das Licht auch gar nicht, denn bei den letzten Malen war der Vordergrund komplett verschattet.

Am Nachmittag und Abend wird es  am Seeufer recht voll, vor allem wenn jetzt auch hier in Baden-Württemberg die Schulferien starten.

Himmel und See bemühen sich auf jeden Fall um Abwechslung…

 

Ich bin gespannt, wie es Euch bei Euren Fotostandorten ergeht. Habt Ihr eine günstigere Wahl als ich getroffen?

Es ist der 30. des Monats. Also sammelt Eva (Blog verfuchstundzugenäht)  heute wieder die 12tel-Blicke aller Teilnehmer*innen ein.

  • Nicole/Frau Frieda 30. Juli 2020 at 6:56

    Der See scheint noch zu schlafen, liebe Andrea. Was für stimmungsvolle Fotos. Man kann es gar nicht glauben, oder?! Und dieser einsame Gondoliere.. wie aus der Zeit gefallen. Dir einen herzlichen Gruß, Nicole

  • nic 30. Juli 2020 at 8:29

    Liebe Andrea, wir können nun auch ein Lied davon singen daß all die, die sonst dieses Jahr die Strände am Mittelmeer verschandelt hätten stattdessen in die Highlands strömen : Sie hinterlassen ihre Müllhalden in schottischen Nationalparks und versuchen Bäume anzuzünden in ihrem Rausch…die Vermieter auf den Inseln haben gute Gründe warum sie in den englischen Sommerferien nichts vermieten. Die Western Isles wollen vor September niemanden sehen. Sie haben das Glück, daß die Fähren eher kontrollierbar sind: Skye kann über eine Brücke angefahren werden und die Wohnwägen aus dem Süden rollen.
    Stay safe.
    GLG ♥nic

  • Edgarten - Gartenblog 30. Juli 2020 at 10:09

    Guten Morgen liebe Andrea
    Mir gefallen deine Blicke, der Gnadensee nur schon wegen seines Namens.
    Auch bei uns haben wir diesen Sommer keine Touristen aus Asien sondern aus der Westschweiz. Das war anfangs recht ungewohnt, schon von der Sprache her, aber man gewöhnt sich schnell.
    Das alte Bild finde ich ganz charmant. Dir einen sonnigen Donnerstag und liebe Grüessli
    Eda

  • Mami Made It 30. Juli 2020 at 11:15

    Das alte Foto ist super! Jetzt ist mir das auch mit dem Namen klar. Ich bin mit meinem Blick auch nicht so zufrieden. Naja, jedenfalls im Vergleich zum Vorjahr. Aber was soll’s.
    Liebe Grüße, Petra

  • Astridka 30. Juli 2020 at 12:12

    Kaum zu glauben, dass es voll ist, wenn deine Fotos so ein ganz anderen Eindruck geben…
    Ihr habt wohl viel tolles Wetter ( und dazu immer mal mehr Regen als hier ). Nett, etwas mehr über den Hafen zu erfahren.
    GLG
    Astrid

  • niwibo 30. Juli 2020 at 12:42

    Schön finde ich Deine Blicke, der zweite auf den See noch etwas schöner.
    Da gleicht wirklich kein Bild dem anderen. Toll schaut es bis jetzt aus.
    Und ja, früh morgens ist die beste Zeit für Erledigungen. Nachmittags hebt es sich auch hier von Touristen.
    Aber nicht meckern, so wird die Stadt wenigstens wirtschaftlich unterstützt.
    Dir einen schönen Mittag, lieben Gruß
    Nicole

  • kleiner-staudengarten 30. Juli 2020 at 19:58

    Liebe Andrea,
    deine Blicke sind so schön… phantastisch wie unterschiedlich sich Himmel und Wasser am Gnadensee von Monat zu Monat präsentieren. Volle Innenstädte meide ich, doch hier im ländlichen Raum kann man sich gut aus dem Wege gehen und den Abstand schon einhalten. Die „große“ Familie ist eher ein kleiner Kreis von max. 10-12 Personen, die draußen gut Platz fnden, doch ansonsten gebe ich dir Recht mit den Familienfeiern.
    Lieben Gruß und hab einen feinen Abend, Marita

  • Verfuchstundzugenäht 30. Juli 2020 at 21:46

    Schon ist mehr als die Hälfte geschafft… oh weh, ich leide ein wenig mit dir. Ich weiß wie sehr man mit seinem Blick hadern kann. Aber hey, ich mag sie trotzdem. Beide.

  • mano 31. Juli 2020 at 6:41

    wenn man deine fotos sieht, denkt man so gar nicht an die vielen touristen. aber nachmittags dreht sich frau imperia bestimmt auch weg vom ufer, um die massen nicht sehen zu müssen… gestern traf ich mich mit einer freundin und deren sohn im mühlenmuseum und wir mussten des öfteren auch slalom laufen. für diverse großfamilien-ausflügler schien corona vorbei zu sein. in zukunft meide ich solche ausflugsziele, zumindest in den ferienmonaten.
    die alte abbildung vom gondelhafen ist wirklich schön und man kann sich gut vorstellen, wie es dort einmal ausgesehen hat.
    liebe grüße
    mano

  • verfuchstundzugenäht 31. Juli 2020 at 11:23

    Dieses Glitzern am Wasser, haaaach! So eine See vor meiner Nase, haaach! Das wär was! Ich versteh deine Unzufreidenheit mit dem Hafenblick, aber, haaach er ist einfach das ganze Jahr über schön blau. Haaaach, so glitzerblau. Meinetwegen kann es einfach so weitergehen.

  • Pia 31. Juli 2020 at 15:19

    Ja Andrea, ich bin froh, dass ich keinen Seeblick gewählt habe, da muss man die Zeiten ausnützen wenn die Touristen noch beim Frühstück oder auf der Anreise sind. Viel lieber würdest du die Tageszeiten mit den Lichteinflüssen nutzen, gell. Aber deine Zeiten kommen noch, wenn erst der Föhn anfängt zu blasen. Der Blick am Gnadensee strahlt aber die Ruhe selbst aus.
    L G Pia

  • Dies und Das 1. August 2020 at 15:57

    Die Ruhe am Gondelhafen und das historische Bild laden ein zum Abschalten!!
    Auch der Blick Nr. 2 gefällt mir nach wie vor sehr gut!
    Einen abwechslungsreichen August voller sommerlicher Erlebnisse,
    Luis

  • Ulrike Kauffmann 1. August 2020 at 16:16

    So gut kann ich verstehen, dass du die Touristenzeiten meidest, würde ich wohl auch tun. Aber du hast ja zum Glück noch den Seeblick, der so viel abwechslungsreicher rüberkommt.
    Gefreut hab ich mich über das alte Hafenfoto mit den Gondeln, kaum vorstellbar, wenn man den gleichen Ort heute anschaut.
    Liebe Grüße – Ulrike