Monatsmotto Natur

Sommer ist, wenn…. es überall krabbelt oder „Aliens unter uns?“

17. Juli 2019

Heute gibt es endlich einmal wieder einen Beitrag meiner Tochter aus Vermont. Das Thema ist ein recht sommerliches… Denn manch einer schlägt gerade um sich, wenn es summt und sirrt, lauscht dem Zirpen aus den Gräsern, beobachtet Krabbelndes, Brummendes und Flatterndes im Garten und unterwegs in der Natur.

Danke, liebe Liv, für den feinen Beitrag, der gerade perfekt in mein Monatsmotto „Sommer ist, wenn…“ passt.

Insekten- Aliens unter uns?

Sie haben oft hunderte von Augen, sie haben Fühler. Ihr Skelett befindet sich an der Außenseite ihres Körpers. Sie bevölkerten diesen Planeten schon lange, bevor wir die Bäume verließen.
Und trotzdem erscheinen sie uns oft wie Aliens, oft sogar als Störenfriede.

Betrachten wir Insekten in der Natur oder in Nahaufnahme, kommen sie uns fremd vor. Aber auch faszinierend. Sie sehen so anders aus als wir und bewegen sich so anders, Ob diese „Aliens“ uns mit der gleichen teils angeekelten Faszination betrachten wie wir sie?
Sicher empfinden sie uns ebenfalls als Störenfriede.

Und doch sind sie trotz ihrer Andersartigkeit in einer Weise mit uns verwandt, wir haben uns aus den gleichen Bakterien entwickelt, bestehen aus den gleichen Bausteinen.
In Anbetracht der sinkenden Zahl der so wichtigen Insekten sollten wir uns als Besucher ihrer Welt betrachten.

Wir Menschen sehen uns zwar gerne an der Spitze der Evolution, jedoch sind Moskitos die gefährlichsten Tiere des Planeten und Flöhe haben den europäischen Kontinent im Mittelalter halb entvölkert.

 

All diese Gedanken (und mehr) kann man sich durch den Kopf gehen lassen, bevor man ein Insekt absichtlich zerquetscht (okay, eine Mücke oder Bremse mal ausgenommen 😉  ). Bis man den Gedankengang zu Ende gedacht hat, hat sich das Problem sicher schon von allein ergeben…

Oder man macht es so wie zwei meiner Kinder, die aus Prinzip Insekten verschonen (eine sogar solche, die stechen) und jede Ameise einzeln sanft aus dem Haus tragen.

Man muss Insekten ja nicht streicheln oder füttern, aber wir sollten mehr an sie denken, wenn wir unseren Garten pflegen oder einkaufen gehen.
Vielleicht hätten wir mehr Einsicht in die Welt der Insekten, wenn wir ebenso viele Augen hätten wie sie…?

 

Viele Grüße aus Vermont

Liv

 

 

  • Krümel 17. Juli 2019 at 9:37

    Hallo Liv, hallo Andrea,
    ein sehr schöner Post und wirklich grandiose Bilder! Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich auch von der Ekel-Fraktion bin und mit vielen der merkwürdigen Gesellen auf Kriegsfuß stehe. Ich versuche mich am Riemen zu reißen, aber gerade wenn so ein „Ufi“ (unbekanntes Fluginsekt) um mich herum schwirrt kann es durchaus sein, dass ich anfange wild um mich zu schlagen. Ich gelobe Besserung!
    Viele Grüße,
    Krümel

  • kleiner-staudengarten 17. Juli 2019 at 16:17

    Hallo Liv,
    wow, welch beeindruckende Bilder! Wunderbar sind die Insekten getroffen und auch ich beobachte sie gern. Wobei ich bei Mücken, Bremsen, Zecken nach schmerzhafter Erfahrung da eher eine Ausnahme mache.
    Vielen Dank für den schönen Post….auch an dich, liebe Andrea.
    Viele Grüße, Marita

  • Ninakol. 17. Juli 2019 at 20:37

    Oh, so schöne und interessante Bilder!
    Ja, eine Zecke dürfte bei uns gerade nicht vorsichtig behandelt werden, da würde rabiat durchgegriffen. Ähnlich Műcken und Co. Aber sonst versuche ich ihnen ihren Lebensraum zu lassen. Ich finde sie einfach auch so faszinierend.
    Danke für den schönen Gastbeitrag.
    Liebe Grüße
    Nina

  • Astridka 17. Juli 2019 at 22:18

    Ja, ich bin überzeugt, dass sie uns ebenbürtig sind, haben sie doch tolle Überlebensstrategien entwickelt: Sie sind die ersten, die atomar verseuchte Gebiete neu bevölkern, sie leben im Vakuum, sie entwickeln komplexe Gemeinschaftsstrukturen und extrem angepasste Varianten. Mich haben sie immer fasziniert und ich habe in meinen jungen Jahren geforscht, bestimmt, präparierend zehre bis heute davon.
    Wundervolle Makroaufnahmen habt ihr da zusammen getragen! Gerne mehr davon!
    LG
    Astrid

  • Claudia 18. Juli 2019 at 6:15

    Liebe Andrea,
    herzlichen Dank an Deine Tochter Liv für diesen wunderbaren Beitrag über die Insekten und ihre Daseinsberechtigung!
    Sie hat geniale Aufnahmen dazu mitgebracht, die mir sehr gefallen haben!
    Auch ich beobachte sie gern im Garten, und momentan, seid wir eine Bienenweide gepflanzt haben, erscheinen viel mehr interessnte, noch nie gesehene Wesen :O)
    Ich wünsche Dir , Euch , einen wundervollen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

  • Pia 19. Juli 2019 at 22:07

    Was für eine Augenweide solch wunderschöne Insekten so Nah und Detail genau ansehen zu können. Für mich hat jedes Lebewesen seine Daseins Berechtigung, (bis auf die Mücken da kenne ich kein Pardon wenn sie mir zu Nahe kommen). Die Liebe zur Natur ist in eurer Familie ja schon Generationen übergreifend.
    L G Pia

  • Karin Be 25. Juli 2019 at 23:36

    Ein schöner Bericht mit eindrucksvollen Bildern.
    Immer wieder interessant zu hören/lesen wie selbstverständlich und unverkrampft Kinder mit Insekten umgehen können.
    Ich habe die Tage erlebt wie Erwachsene Panik bei einem sehr verspätet herum schwirrenden Junikäfer bekamen. Von mir eingefangen, gezeigt wie schön und einzigartig solch ein Wesen ist, kam zwar die Erkenntnis, das ist kein Untier, aber das Unbehagen blieb. Schade.
    Wenn mir allerdings eine Bernstein-Kakerlake quer durch das Wohnzimmer huscht werde ich dann doch zum Mörder! Die sind eine echte Plage.
    Mit vielen Grüßen, auch an die Tochter!,
    Karin

  • Friederike 27. Juli 2019 at 14:34

    Seien wir froh, dass Insekten so klein sind, die Makrobilder zeigen ganz schön furchterregende Gestalten.
    Mittlerweile freue ich mich über jede einzelne Hummel oder Wespe, die meine Pflanzen am Balkon besucht. Sogar Spinnen befördere ich unversehrt aus der Wohnung hinaus 😉
    Mir macht das Artensterben im Moment die größten Sorgen…
    lg