Nachdenkenswert

Flagge zeigen am Tag des Tibetaufstandes

10. März 2019

Was für eine prachtvolle Flagge voller Symbole des einst souveränen Tibet. So symbolisiert die aufgehende Sonne die Freiheit. Sie soll Tibet Glück und Wohlergehen bringen. Die zwölf roten und blauen Strahlen stehen für die zwölf alten Stämme Tibets, die beiden Schneelöwen für die weltliche und geistliche Herrschaft des Landes…

Der Tag des Tibetaufstandes: 10. März 1959

Wer heute in Tibet diese Flagge  oder ein Foto des 14. Dalai Lama besitzt, riskiert eine harte Bestrafung durch die chinesischen Machthaber. Im Sommer 1950 marschierten die Truppen der Volksrepublik China in Tibet ein und halten es seitdem besetzt.

Am 10. März 1959 erreichte der Widerstand der Tibeter gegen die forcierte Eingliederung der chinesischen Machthaber ihren Höhepunkt in einem Aufstand in Lhasa. Bei der gewaltsamen Niederschlagung des Tibetaufstandes kam es zu geschätzt 89.000 Toten unter der Bevölkerung, Klöster und Tempel wurden zerstört.

In den Wochen danach flohen ca. 80.000 Tibeterinnen und Tibeter aus ihrer Heimat nach Indien, Bhutan, Nepal u.a. Ländern. Dem spirituellen Oberhaupt und politischen Leitbild für sein Volk, dem damals 24 jährigen Dalai Lama, gelang ebenfalls die Flucht aus Lhasa nach Indien.

Bis heute ist die Präsenz der chinesischen Polizei und des Militärs in Tibet enorm und wurde 2012 nochmals verstärkt. Die Bevölkerung wird kontrolliert, unterdrückt, die Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt. Menschenrechtsorganisationen beklagen eine Vielzahl von Missständen wie z.B. die fehlende Religions- und Pressefreiheit, politische Gefangene, Hinrichtungen u.v.m..

Viele Gemeinden in Deutschland erinnern heute an diesen Aufstand, indem sie sich der Flaggenkampagne angeschlossen haben, auch wenn chinesische Vertretungen immer wieder Druck auf flaggende Gemeinden ausüben.  In Brüssel findet heute eine Großdemonstration statt, die die Solidarität mit dem friedlichen Widerstand Tibet zeigen will.

 

  • Ein Garten in der Steiermark 10. März 2019 at 8:46

    Danke für den tollen und wichtigen Beitrag…

  • eva 10. März 2019 at 9:03

    Man sieht wieder einmal wie manche Völker und nicht nur die Chinesen mit beispielloser Härte gegen ein anderes Volk vorgehen. Es sind und waren nicht nur die Deutschen, die unmenschliche Verbrechen begangen haben.
    Ich denke hier auch an den Krieg in Jugoslawien als die Serben so vieles angereichtet haben.
    Ich erinnere auch vor allem an die Japaner, die gegen die Chinesen in der Mandschurei vorgegangen sind.
    Wer sich ein bisschen mit Weltgeschichte befasst, der wird erstaunt sein, wieviel hier passiert ist.

    Interessant ist auch, dass sich von allen diesen Völkern einschließlich der Japaner, noch ein Volk bei einem anderen Volk flür die Verbrechen entschuldigt hat.

    Nur die Belgier haben sich beim Kongolesischen Volk für ihre Verbrechen dort entschuldigt, die Deutschen auch.
    Aber wenn ich an die Japaner denke, die haben die Verbrechen vollkommen aus dem Geschichtsbüchern gestrichen, das Thema wird nicht mal ansatzweise erwähnt.

    Oder aber ich denke an die Türken und an das armenische Volk, man könnte so weitermachen.

    Interessant ist aber aber auch, dass der 16-jährige Tendzin Gyathso, als 14. Dalai Lama das geistliche und politische Oberhaupt der Tibeter, spgar Omteresse für den Marxismus hatte und mit Mao Briefe ausgetauscht hat.

    Danke für die Erinnerung.
    Grüßle Eva, die dir einen angenehmen Sonntag wünscht.

  • eva 10. März 2019 at 9:05

    Sollte lauten

    noch „kein“ Volk bei einem anderen……“

  • eva 10. März 2019 at 9:16

    Bins nochmals, habe erst im meinem Bücherschrank suchen müssen,
    vielleicht kennst du das Buch vom Schweizer Schriftsteller Ernst Borer
    „China ohne Maske“.

    Lieben Gruß Eva

  • Astridka 10. März 2019 at 9:43

    Danke für den historischen Hinweis! Asien ist so überhaupt nicht in meinem Blickfeld…
    Einen schönen Sonntag!
    Astrid

  • Astridka 10. März 2019 at 9:45

    Danke für den historischen Hinweis! Asien ist so überhaupt nicht in meinem Blickfeld…
    Einen schönen Sonntag!
    Astrid

  • Rosi 11. März 2019 at 12:46

    ja.. leider ist das Unrecht in der Welt sehr weit verbreitet
    und gerade China spielt da eine unrühmlich Rolle
    aber man darf das eine nicht gegen das andere aufrechnen
    es ist IMMER falsch Andere zu unterdrücken

    liebe Grüße
    Rosi

  • Gretel 14. März 2019 at 15:58

    Finde ich sehr schön, dass du in einem kleinen feinen Post daran erinnerst!
    Liebe Grüße