Alltagshelden Über mich

Die Autos und ich – in 15 Fakten

6. Juni 2018

Follow my blog with Bloglovin

Als Astrid das Thema ihrer Juni-Linkparty bekannt gab, musste ich schmunzeln. Wer erinnert sich nicht an sein erstes Auto? Mal schauen, wieviele Fakten ich über mein Verhältnis zu meinen fahrbaren Untersätzen zusammen bekomme. Sicher ist nur, dass ich keine Fotos von meinen Autos habe, denn ich habe sie gefahren, nicht fotografiert.

1 Natürlich habe ich schon im Kindesalter mit meinem jüngeren Bruder zusammen mit Spielzeugautos und Autoquartettkarten gespielt.

2 Ich kann mich noch genau an die Familienautos meiner Kinderzeit erinnern. Ganz schwach taucht da ein Llyod in der Erinnerung auf, von dem ich weiß, das man darin gar Kühlschränke transportieren konnte. Die Tür öffnete sich nach hinten und wenn man sie zu fest schloss, sauste die Scheibe nach unten. Vielleicht prägte sich hier meine Vorstellung, dass ein Auto einen speziellen Charakter haben müsste.

3 Ansonsten bin ich eigentlich ein „Käferkind“, das heißt in bunten VW-Käfern noch unangeschnallt durch die Lande gefahren. Auf dem Dach Zelt und Campingausrüstung, drinnen Eltern, zwei Kinder und Gepäck, so ging es über die Alpen.

4 Da mein Vater bei der Berufsfeuerwehr arbeitete, fand ich natürlich die großen Feuerwehrautos ganz besonders spannend. Wen wundert es, dass mein allererstes eigenes Auto feuerwehrrot war?

5 Nachdem ich meinen Fahrlehrer schier zur Verzweiflung gebracht hatte, bekam ich aber dann doch irgendwann den Führerschein und kurz vor Studienbeginn mein allererstes Auto: einen gebrauchten Opel-Kadett. Ja, Charakter hatte der Wagen. Mit Zartgefühl musste man sich des Chokes (Starterklappe für Verbrennungsmotoren für jüngere Semester) bedienen, wenn man ihn in Gang bringen wollte. Bei Nässe konnte er etwas verschnupft reagieren, freundlich ausgedrückt…  Am besten lief er, wenn man in den ersten fünf Minuten, bis er warm war, nicht anhalten musste…  Dementsprechend war die Strecke zu wählen. Seine Tankuhr funktionierte nicht, deswegen musste ich immer ein Tankbuch führen.

Aber was soll’s? Der Wagen fuhr mich über Jahre zur Uni und zurück!

Ein Käfer, wie in meiner Kindheit

 

6 Während ich in der Studentenzeit gar nicht so tief in den Studentenkneipen versackte, ist mein Auto mit Leidenschaft bei abendlichen Exkursionen irgendwo abgesoffen und problemlos wieder angesprungen, wenn der zur Hilfe geeilte Herr Papa sich ans Steuer setzte. Kurz: mein erstes Auto konnte ein heimtückisches Biest sein.

7 Kurz vor Ende des Studiums trennten sich dann unsere Wege, denn der Kadett hauchte sein Leben aus. Inzwischen hatte ich sowieso mein Herz an die „Ente“ verloren, nachdem ich mit einer solchen im Kreise von Kommilitonen einen Trip nach Amsterdam unternommen hatte. Seit ich auf der Rückfahrt selber Hand an die Revolverschaltung legen durfte (und ob des Regenwetters nasse Füsse beim Fahren bekam), war ich hin und weg. Doch – am Ende führten mich die Wege zu einem anderen Franzosen: günstig kam ich an einen neuen R4, wieder feuerwehrrot und natürlich mit Revolverschaltung, ce bien!

8 Der Renault war auf jeden Fall mein absolutes Lieblingsauto. Unvergesslich dieses Geländewagengefühl mit den tollen Winterreifen! Und was alles in diesen Wagen passte, in dem man trotz der spartanischen Sitze so herrlich gemütlich saß (Gäbe es ihn heute wieder zu kaufen, würde ich sofort zugreifen!). Er begleitete mich einige Jahre bis in die Familienzeit. Als unsere zweite Tochter geboren war, stand dann die Familienkutsche an. In Schweden hatte ich ja schon lange vorher mal träumend in Richtung schwedischer  Autos geblickt…

9 Als ich dann zum ersten Mal direkt vom R4 in den gebrauchten Volvo Kombi stieg und mich auf dem Fahrersitz umwandte und ans ferne hintere Ende des Wagens blickte, wurde mir schon leicht schwummerig. Doch der Wechsel klappte aufgrund der Wendigkeit und des kleinen Wendekreises des damaligen Modells. Vorbei war es mit rot – nun fuhr ich in silbergrau.

10 In den folgenden Jahren blieben wir den gebrauchten Schweden treu, denn die wachsende Familie passte immer super hinein. Die Farben wechselten. Mal preschte ich mit einem weißen GLT durch die Gegend und versuchte das wilde Ross zu bändigen, mal mühte ich mich mit einem alten orangefarbenen Schätzchen ohne Servolenkung ab.  Silber, Grün, Braun, Orange, Blau. Erst die deutliche Vergrößerung des Wendekreises der Modelle und die Verkleinerung unserer Familie führte zur abrupten Auflösung unserer bis dahin treuen Freundschaft. Adjö!

Ein gelbes Auto hatte ich bislang noch nie

11 In Größe und Geländegängigkeit überzeugt mich seitdem unser Subaru (deshalb ist dieser auch in Vermont sehr beliebt…). Zum ersten Mal fahre ich ein schwarzes Auto, obwohl ich Schwarz als Autofarbe überhaupt nicht ausstehen kann. Aber bei gebrauchten Autos muss man leider nehmen, was man bekommt.

12 Für mich ist ein Auto kein Statussymbol, sondern ein Gebrauchsgegenstand. Wichtig war mir schon immer, dass viel hineinpasst (Kinder, Hunde, Gepäck, Einkäufe beim Möbelschweden etc.), dass er geländegängig und trotzdem wendig und ein gutes Winterauto ist. Kurz: innen größer als außen und noch in Schnee, Eis und Wüste verwendbar. (Nein, ich bin nicht anfällig für SUVs, die doch eher fürs chice Aussehen gebaut werden.)

13 Mein Auto sieht auch von außen nicht prestigeträchtig aus, denn fürs Waschen ist der Regen zuständig. Innen ist nicht zu übersehen, dass der Kofferraum des Kombis das Reich des Lockenhundes ist.

14 Gern bin ich mit dem geliehenen Wohnmobil in den Urlaub mitgefahren. Ich muss gestehen, dass ich es nicht gewagt habe, es selber zu steuern.

15 Was das Autofahren betrifft, bin ich heilfroh, dass wir nicht in Großstadtnähe oder in einem Ballungszentrum leben. Denn das Fahren auf übervollen Autobahnen mit vielen LKWs und Staus finde ich grauenhaft. Da fahre ich lieber über Land und Umwege um dem zu entgehen. Autofahren ohne Musik geht übrigens gar nicht…. das hätte ich fast vergessen.

Was war das schön, mal wieder in Erinnerungen einzutauchen. Und Ihr?  Habt Ihr auch schon bei Astrid eingeparkt?

Verlinkt bei Astrids Linkparty

  • Astridka 6. Juni 2018 at 21:02

    Na du bist ja jetzt erstmal in meine leere Garage gefahren! Dank dir! Mit Schmunzeln gelesen! Und festgestellt, dass ich das Verhältnis mit meinem Fahrlehrer unterschlagen habe ( nur so viel: den Führerschein habe ich einen Tag vor Weihnachten endlich bekommen, als er nicht, da durch Trauerfall verhindert, neben mir saß… ) Den Unterschied zw. Revolverschaltung & Krückstockschaltung wüsste ich gerne, werde ich gleich googeln. Das letzte Auto ist übrigens auch mit Myriaden von Kekskrümeln auf der Hinterbank weiterverkauft worden. Und ein Bäumchen ist auch im R5 von ganz alleine gewachsen. Autos müssen nicht schön sein ( das gilt nur für Männer ), sondern einfach funktionieren.
    Tolle Fotos übrigens!
    Herzlichst
    Astrid

  • ninakol. 6. Juni 2018 at 21:50

    Hi! Das trifft sich ja fast. Meine Stempel … Falls Du Dienstag bei mir zufällig geschaut hast, Deine Autos!
    Tolle Fahrzeuge bei Dir und entsprechende Geschichten.
    Liebe Grüße
    Nina

  • mano 7. Juni 2018 at 11:51

    ich hab gerade alte fotos unserer enten rausgesucht… wir waren mal die größten fans dieses gefährts. später dann auch r4. mal sehen, wann ich etwas dazu schreiben und in astrids garage parken werde.
    toller bericht, ich mag, dass dein auto vom regen gesäubert wird!
    liebe grüße
    mano

  • die_Birgitt 7. Juni 2018 at 13:06

    …da hast du deine Erinnerungen toll bebildert, liebe Andrea,
    auch wenn es nicht deine Autos sind…ich habe auch kaum Fotos, muß mal schauen, ob ich was finde…eine Ente habe ich ein paar Jahre lang gefahren, das ist schon was besonderes…nur mit der Sicherheit ist es nicht so weit her, deshalb mußte sie weg flattern, als die Kinder kamen…an meinen Fahrlehrer kann ich mich gar nicht mehr erinnern…

    liebe GRüße Birgitt

  • Pia 7. Juni 2018 at 15:37

    Deinen Beziehungsstatus zu Autos teile ich.
    Als ich einmal unter Autofreaks gefragt wurde, was für einen Wagen ich fahre gab ich dem zur Antwort: einen weissen.
    Der hat nicht weiter gefragt und das war auch gut so.
    L G Pia

  • Nicole/Frau Frieda 8. Juni 2018 at 6:40

    Diese großen SUV’s sind mir zuwider (na, gut – ganz so schlimm ist es dann doch nicht ;))) – ich mag lieber kleine Flitzer, die gut in jede Parklücke passen. Allerdings nicht, als die Kinder noch klein waren. Da musste schon ein Kombi her. Mein großer Bruder (14 Jahre älter als ich) besaß auch einen Käfer – einen grauen. Ich selber durfte als erstes Auto einen alten Fiat Bambino mein Eigen nennen und das wo ich doch schon immer eine Schwäche für große, kräftige Männer hatte ;)) Dass Dein Auto geländegängig sein muss, glaube ich gerne. Ihr wohnt ja auch in einer entsprechenden Gegend. Mein Auto müsste momentan übrigens schwimmen können. Dir einen wundervollen Freitag. Herzlichst, Nicole (die schon immer eine Ente haben wollte!)

  • Gretel 8. Juni 2018 at 9:43

    Das Thema finde ich klasse und ich lese mit Begeisterung. Besonders natürlich die Erinnerungen an die ersten Autos.
    Deine Einstellung zum Auto teile ich und ohne Musik geht tatsächlich nichts auf der Straße.
    Liebe Grüße

  • Ulrike 8. Juni 2018 at 18:25

    Ein super Thema hat Astrid angeschubst, und es ist ein Spaß die alten Geschichten zu lesen.
    Hach, mein erstes war auch ein alter Kadett, weiß-rot … und viele Autos später dann auch ein R4, den ich, wie du auch so geliebt habe! Mit dieser Kiste habe ich mich immer besonders frei gefühlt… ach, da kommen Erinnerungen auf!
    Liebe Grüße Ulrike

  • Jutta von siebenVORsieben 14. Juni 2018 at 21:52

    Tolle Fotos hast du da. Und noch tollere Geschichten. Ich hätte wirklich nicht vermutet, dass mir dieses Thema so viel Spaß bereiten könnte. Meine Eltern hatten auch einen R4 und bis heute frage ich mich, wie man diese „Schaltung“ eigentlich betätigte. Beim waschen halte ich es wie du, doch als der Regen mein Auto auch mal innen wusch war ich mehr als not-amused.
    Ach… und ein Wohnmobil möchte ich auch nicht lenken müssen.
    Liebe Grüße
    Jutta, die mal dringend nach Autofotos auf die Suche gehen muss

  • Schwarzwaldmaidli 15. Juni 2018 at 21:19

    Tolle Geschichten hast du über deine Autos geschrieben.
    Bei mir wäscht auch der Regen das Auto. 😉
    Liebe Grüße
    Anette

  • Rosi 25. Juni 2018 at 18:23

    tja.. das mit dem Autowaschen ist so eine Sache ..
    eher schwemmt der Regen das ganze Auto weg als den Dreck VOM Auto hat mir mal einer gesagt 😉
    aber ich halte es auch so
    tolle Geschichten sind da bei Anstrid zusammen gekommen
    ich habe so manches mal geschmunzelt 😉

    liebe Grüße
    Rosi