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Meine 12tel-Blicke 2026 im August

30. August 2026

Wer ist hauptsächlich bei der Hitze in der Stadt unterwegs? Touristen und Schweizer Einkaufstourist*innen. Und ich, weil ich einen Termin beim Arzt habe und das gleich mit dem Monatsfoto verbinde.

No. 1
Konstanz, Kaiserbrunnen
Dienstag, 4, August 2026, 11.28 Uhr, 30 Grad, sonnig

Als ich mittags aus der Arztpraxis kam, war schon mächtig was los auf der Marktstätte rund um den Brunnen herum. Ein Stand ist aufgebaut, hier wird informiert und Spenden gesammelt, im Hintergrund parkt gerade ein Lieferfahrzeug und eine Baustelle hat es sogar noch aufs Foto geschafft. Schöne Schatten werden als Zugabe präsentiert. Puh, ist das warm!!!

Im August wollte ich mich mit Euch aber auch ein bisschen auf der Markstätte umschauen, den Blick also nach links Richtung See wenden. Schauen wir mal, was für Spuren aus der Vergangenheit wir hier finden werden.
Im Mittelalter gab es natürlich noch keine Hausnummern, sondern die Gebäude bekamen Namen, die sich oft an Tieren, Himmelskörpern, Handwerken der Bewohner oder ähnlichem orientierten. Diese Hausnamen wurden als kunstvolle Hauszeichen auf die Fassade übertragen. Manche davon sind noch heute in Konstanz zu entdecken.
Übrigens, die Häuser in Konstanz erhielten nach 1774 eine Numerierung . Ab 1876 wurden Hausnummern nach verschiedenen Straßen vergeben. Danach waren die alten Hausnamen überflüssig und wurden auch übermalt. In der Neuzeit wurden sie, wenn möglich, restauiert oder neu entworfen.

Der Name des Hauses zum Pelikan erhielt beispielsweise erst 1961 ein neues Sgraffito des Künstlers Hans Sauerbruch. Die Nachbargebäude heißen übrigens das Haus Zum Ross in der Wiege und das Haus Zum Weißen Adler.

Wie ihr vielleicht erkennt, sind auch die Aufschriften der Häuser Zum Safran und Zum gelben und zum schwarzen Horn Sgraffiti-Werke von Sauerbruch.

Schade, dass es am Haus Zum Vorderen und zum hinteren wilden Schwein (nicht weit von meinem Standort) kein Hauszeichen gibt.

Eine Reihe der alten Häuser am anderen Ende der Marktstätte Richtung Seeufer wurden wegen des Baus der Bahnstrecke oder wegen des Baus des Postamtes abgerissen.
Im nächsten Monat werden wir unseren Rundgang fortsetzen.

Ob es im Wald etwas kühler ist?

Naja, ich bin Anfang August am kühleren Morgen unterwegs gewesen. Da glaubte ich, meine Bilder im Kasten zu haben. Aber zehn Tage später lockte mich nachmittags ein (ausnahmsweise) regnerisches Wetter, die Folgen der durchgehenden Trockenheit zu beobachten. Deshalb gibt es zu jedem dieser Standorte mal zwei vergleichende Fotos.

No. 2 a
Am Biberteich
Donnerstag, 6. August 2026, 9.13 Uhr
, 25 Grad, kleine Wolken mit Sonne

Man sieht, der Wasserspiegel ist deutlich gesunken. Aber wartet, wie es 10 Tage später aussieht…

No. 2 a
Am Biberteich
Montag, 17. August 2026, 14.54 Uhr
, 23 Grad, bedeckt

Noch einmal weniger Wasser im Teich und an den Bäumen ist stark die Folgen der Trockenheit abzulesen. Es sieht fast schon herbstlich aus.

Die Reihe, die sich ergibt, ist ziemlich eindrücklich.

Und beim zweiten Standort?

No. 2 b
Am Biberteich
Donnerstag, 6. August 2026, 9.20 Uhr
, 25 Grad, kleine Wolken mit Sonne

Aus diesem Blickwinkel ist der Kontrast noch größer!

No. 2 b
Am Biberteich

Montag, 17. August 2026, 14.48 Uhr, 23 Grad, bedeckt

Hier im Süden Deutschlands ist die Trockenheit dramatisch. Dass das auf uns zukommen würde, war schon in den 1980igern klar. Aber man hat sich ja nur zu gern von Lobbyisten und Industrie einlullen lassen.
Bevor ich mich hier in Rage schreibe. lasse ich mal lieber die Bilder für sich wirken.

So schlimm, sah es Anfang August aus. Das Startfoto dieses Beitrags zeigt die Situation Mittel August an.

Ich vermute, das Septemberfoto könnte schon sehr bunt werden.

Mein Dank geht wieder an Eva in Österreich, die auf ihrem Blog diese Aktion leitet. Heute sind dort wieder all unsere Beiträge gesammelt.

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