Im Juli haben sich für meine 12tel-Blicke Zeiten und Perspektiven ein wenig geändert. Ob der Brunnen-Hase auch ein schattiges Plätzchen gesucht hat?

No. 1
Konstanz, Kaiserbrunnen
Mittwoch, 8, Juli 2026, 10.01 Uhr, 21 Grad, leicht bewölkt
Im Juli bin ich gleich zu Monatsanfang auf der Marktstätte unterwegs gewesen und konnte auf dem Weg zum Arzt gleich ein Foto mitnehmen. Ganz so turbulent ging es noch nicht zu, denn die meisten Geschäfte öffneten gerade erst.
Heute wollte ich schauen, welche Brunnendetails ich bislang noch nicht gezeigt hatte.
Unterhalb von Kaiser Maximilians armer Gattin Bianca Maria Sforza hat sich noch ein Hase versteckt. Ist es ein See-Hase oder ein Elwetritsch-Hase? Zumindest schaut er etwas melancholisch drein.

Hinter den streitenden Kaiser- und Bischof-Elwetrisch-Vögeln hat sich noch ein Mäuschen als kleiner Gruß des Brunnengestalter-Paares Rumpf platziert . Denn die kleine Maus ist ein Marken- und Erkennungszeichen, die sich bei Gernot Rumpfs (1941-2025) Objekten versteckt. Die haben wir zum Schluss also auch noch entdeckt.

Wer sich noch für die Geschichte des Konstanzer Konzil interessiert, dem sei diese Zeitreise nach Konstanz zum Konzil 1417 empfohlen.
Wir schauen uns in den nächsten Monaten mal auf der Marktstätte selber um. Hier ein Blick vom Kaiserbrunnen auf die Marktstätte in Richtung Bodensee. Was heute Fußgängerzone ist, war bis vor wenigen Jahrzehnten noch von parkenden Fahrzeugen am Rand genutzt.
Seit Jahren wird geklagt, dass die Markstätte, vor allem der Belag, sich in “desolatem Zustand” befinden würde. Ja, das kann man durchaus so formulieren.

Wir werden uns im nächsten Monat die Häuser am Rande der Marktstätte anschauen. An den Malereien auf den Fassaden kann man erkennen, dass noch alter Baubestand vorhanden ist.

Die Konstanzer Altstadt wurde glücklicherweise im 2. Weltkrieg nicht bombadiert. Die Schweizer Grenze verläuft in unmittelbarer Nähe am Rand der Altstadt. Deshalb hat man damals in der Altstadt nachts keine Verdunklung vorgenommen, so dass sie aus der Luft nicht von der Schweizer Seite unterschieden werden konnte.

Da wir gerade den Rückblick auf den Juli vornehmen: ImJuli 1817 (dem “Jahr ohne Sommer” aufgrund eines Vulkanausbruchs in Indonesien) stand durch außergewöhnliches Hochwasser der Bodensee bis auf die Marktstätte. Bei einem der nächsten Rundgänge werden wir bestimmt die Stelle auf dem Platz finden, wo am 7.7.1817 das schwer beladene Meersburger Postschiff landete.
Derzeit sehen wir jedoch am See die Folgen des Klimawandels. Der Seewasserspiegel hat ein Rekordtief erreicht. Besucher von Strandbädern müssen ersten einmal einen längeren Spaziergang durch gerade mal knöchelhohes Wasser vornehmen, bevor sie irgendwann einmal vielleicht schwimmen können. Und eine große Abkühlung ist es meist auch nicht mehr.

So, nun suchen wir die Erfrischung eben im morgendlich Wald…

No. 2 a
Am Biberteich
Samstag, 4. Juli 2026, 9.10 Uhr, 20 Grad, sonnig
Im Juli war es dann soweit: der Weg zum Biberteich ist eigentlich nur noch am Morgen erträglich. Also ändern sich auch die Lichtverhältnisse. Das Grün ist trotz Trockenheit weiter ziemlich gewuchert. Die Folge ist, dass ich geblendet vom Sonnenlicht zusammen mit Pixie erstmal am Einschlupf zu meinem ersten Fotostandort vorbeigebaselt bin. Das merkte ich dann erst, als wir am zweiten anlangten. Als wurde es dieses Mal keine Runde um den Teich sondern nur ein Besuch an einer Teichseite.
Aber schaut mal, was ich entdeckt habe:

Näher komme ich leider nicht ans Ufer, aber man kann die Pflanzen im direkten Uferbereich erkennen: Es ist eine Wasserhyazinthenpflanze: das blauviolett blühende Herzblättrige Hechtkraut. Mal schauen, ob im August auch noch Blüten zu sehen sein werden.

Nun seht ihr, dass die Morgensonne genau unsere Uferseite bescheint.

No. 2 b
Am Biberteich
Samstag, 4. Juli 2026, 9.05 Uhr, 20 Grad, sonnig
Mit dem anderen Lichteinfall wirkt die Szenerie ganz anders, so dass mal die Statik des Sommers etwas durchbrochen wird.
Sonst bin ich ja immer nachmittags hier mit Flint unterwegs. Pixie findet diese Morgenrunde aber durchaus attraktiv.
Ich fürchte mich allerdings schon vor der Hitzewelle im August…. Muss ich früher aufstehen, um zum Biberteich gehen zu können?

Noch gelangt man zum Fotostandort. Vermutlich nutzen viele diese Möglichkeit, um auf den Teich zu blicken.

Der Teich scheint auch zunehmend zu veralgen. Aber immerhin ist noch Wasser drin…

Mein Dank geht wieder an Eva in Österreich, die auf ihrem Blog diese Aktion leitet. Morgen werden dort wieder all unsere Beiträge gesammelt.


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