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Meine 12tel-Blicke 2026 im Mai

30. Mai 2026

Der Mai brachte an meinen Standorten am Biberweiher großartige Veränderungen, während der Brunnen an der Marktstätte außer einem knallblauen Himmel nicht viel Neues zu bieten hat. Gut, dass der Kaiserbrunnen noch einiges zu erzählen hat…

No. 1
Konstanz, Kaiserbrunnen
Donnerstag, 21, Mai 2026, 10.28 Uhr, 19 Grad, sonnig

Beim Brunnen musste ich an diesem Morgen gleich mehrmals vorbei kommen, denn zeitweise standen Lieferfahrzeuge im Weg. In den Gassen der Stadt sind auch am Morgen schon viele Touristen, Einkaufstouris aus der nahen Schweiz und Schülergruppen auf Klassenfahrt unterwegs. Auch der Brunnen ist umlagert. Doch ich hab gerade mit Glück einen ruhigeren Moment erwischt.

Heute schauen wir uns zunächst die Seite an, vor der gerade zwei müde Touristen im Schatten sitzen (rechts).

An dieser Seite hat das Künstlerpaar Rumpf den vierten Kaiser gestrichen. Es war ursprünglich die Nische der Büste von Preußenkaiser Wilhelm I gewesen. Stattdessen ist die Nische mit einer Art Fensterladen geschlossen, der im unteren Teil aufgebogenen ist. Aus dieser Lücke scheint gerade im Moment eine Taube hervorgekommen zu sein. Deuten wir sie mal als Friedenstaube.
Tja, der Brunnen gibt immer wieder was zum Nachdenken mit.

Absolut beliebt ist das bronzene Pferd (auch auf dem Monatsfoto oben hat es einen kleinen Reiter). Ihr dürft gern mal die Hufe zählen…. das Pferd hat acht Beine. Aber warum, was soll das denn symbolisieren?

Offensichtlich ist das Pferd dem Staufer Friedrich II (römisch-deutscher König und Kaiser) zuzuordnen. Dieser ist 1212 mit einem Heer eiligst über die Alpen von Italien kommend nach Deutschland geritten, um seinen Gegner Otto zu besiegen. Zudem musste ihn sein Ross auch bei den Kreuzzügen Richtung Jerusalem tragen. Diese Eile und Umtriebigkeit symbolisieren wohl die acht Pferdebeine.

Jedenfalls wird auch das Pferd oft bespielt und geritten von einheimischen und Besuchs- Kindern. Ein Brunnen zum Anfassen und Spielen…

Mal schauen, welchem Detail wir uns im Juni zuwenden.

Größere Veränderungen waren im Mai eher bei den Natur-Standorten zu erwarten. Hier bin ich ja immer am Monatsanfang.

No. 2 a
Am Biberteich
Dienstag, 5. Mai 2026, 14.48 Uhr 17 Grad, bedeckt

BOOM! Da ist eine volle Ladung Grün gelandet. Der Vergleich zu Anfang April ist natürlich extrem. Überall wächst und wuchert es. In der ersten Maihälfte war es noch nasser und kühler. Da hat uns die große Runde an den Weiher richtig gefallen.

Flint schaut wieder interessiert, wer da quakt und schnattert. Er kann da ganz ruhig stehen und lauschen, das mag er. Als Fotobegleithund macht er sich gut.

Natürlich gab es auch am anderen Standort am Weiher die Grünexplosion…

No. 2 b
Am Biberteich
Dienstag, 5. Mai 2026, 14.52 , 17 Grad, bedeckt

Hier spielt natürlich der ausdrucksstarke Himmel auch noch eine zusätzliche dramatische Rolle. Immerhin sind wir nicht nass geworden. Im Sommer werde ich wohl eher morgens zum Weiher laufen, denn die Runde ist lang und teilweise sonnig. Das ist mir für eine Nachmittagsrunde einfach zu ausgedehnt und heiß.

Ich hatte mir für den Fall, dass mir der Zugang zum zweiten Blick zuwuchert ja noch einen “Notfallsblick” vorbereitet. Aber noch kommen wir ans Ufer (siehe unten).

Die kleine Eiche wird mit einem Drahtgitter um den Stamm vor dem Biber geschützt. Ich hoffe, dass es was nützt.

Der Biber ist nämlich ständig in Aktion. Flint staunt da auch immer und schüffelt ihm nach. Bäume interessieren ihn ja einerseits zum Markieren und andererseits damit Frauchen Leckerchen in der (möglichst groben) Rinde versteckt. Das Fällen ist deshalb in seinen Hundeaugen bestimmt wenig nachvollziehbar. (Manchmal möchte ich in seinen Kopf gucken… 😉 )

Mein Dank geht wieder an Eva in Österreich, die auf ihrem Blog diese Aktion leitet.

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